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CHRONIK

Willkommen auf der Chronik des Institut Fuer Musik Und Medien (IMM) der Robert Schumann Hochschule (RSH) in Düsseldorf.


Wenn Sie über die Aktivitäten am IMM und die Neuigkeiten aus den acht Studienschwerpunkten auf dem Laufenden gehalten werden möchten, können Sie sich hier anmelden und erhalten dann den monatlichen Newsletter.

 

IMM Chronik April 2015

 

IMM BASISLAGER: Regine Halter über das Eigene, das Fremde und den kreativen Geist
Prof. Dr. Regine Halter spricht am 21. Mai um 17 Uhr (IMM Studio A 2.24) über die Entwicklung der Designkultur, die sich im globalen Konkurrenzkampf um Einfluss und Märkte mehr und mehr von der Wahrnehmung der eigenen gestalterischen Herkunft abkoppelt. Ihre These: Das sogenannte Global Design zelebriert hemmungslos die kulturellen Codes westlicher Gesellschaften und betreibt damit vor allem eines effizient, die Nivellierung kulturellen Eigensinns. In diesem Kontext fragt Regine Halter unter anderem, wo die Bedeutung kultureller Differenz für den Reichtum der eigenen Kreativität liegen könnte?
Prof. Dr. Regine Halter ist Dozentin für Gestaltungstheorie an der Hochschule für Gestaltung und Kunst in Basel. Dort unterrichtet sie am Institut HyperWerk und am Institut für Integratives Design / Masterstudio. Sie studierte Medienwissenschaft, Philosophie und Politikwissenschaft und war als Journalistin, Redakteurin und Theaterdramaturgin (Schauspiel Frankfurt) tätig. Als Programmdirektorin war sie viele Jahre für Ausstellungen und internationale Symposien zu Architektur, Design und Gestaltung im Informationszeitalter verantwortlich und leitete später ein EU-Projekt in Sarajevo.

 

Filmpremiere
Nach zweiwöchigen Dreharbeiten in der Toskana im Herbst des vergangenen Jahres und einer mehrere Monate dauernden Postproduktion ist es endlich soweit: Am 29. April um 18 Uhr im Partikasaal der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf präsentieren Alexander Kühn, David Füsgen und Moritz Hils ihren einstündigen Dokumentarfilm übersetzen - translate - tradurre ! Das Jahresprojekt des Kollegs für Musik und Kunst Montepulciano 2014. Der Film ist eine Koproduktion des Kollegs für Musik und Kunst Montepulciano und des Instituts Fuer Musik Und Medien.
Initiiert wurde das Projekt von Dr. Sybille Fraquelli, betreut wird es von Prof. Manfred Waffender. Zur Filmpremiere und dem anschließenden Empfang lädt ein Prof. Kurt Mehnert, Rektor der Folkwang Universität der Künste und Sprecher des Kollegvorstandes. Das Grußwort spricht Prof. Raimund Wippermann, Rektor der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf. Die Veranstaltung ist öffentlich.

 

DOP für Pulheim Jam Session
Am 18. April feiert der Film Pulheim Jam Session, der schwedischen Künstlerin Johanna Billing, Deutschlandpremiere im Glasmoog an der Kunsthochschule für Medien Köln. Der Film wird als Loop von 16 bis 21 Uhr gezeigt. Die Produktion entstand in Kooperation der Kulturabteilung der Stadt Pulheim und der Kunsthochschule für Medien Köln im Rahmen des Projektes Stadtbild.Intervention.
Johanna Billings Videoarbeiten thematisieren die Wechselwirkung zwischen individuellen Erfahrungen und gesellschaftlichen Veränderungen und bedienen sich insbesondere der Performance als Mittel zur Erforschung von Fragen des Öffentlichen wie des Privaten. Zentrale Elemente ihrer performativ-filmischen Werke sind Musik, Bewegung und Rhythmus.
Jan Höhe, Dozent für Creative Editing, zeichnet als erster Kameramann für Bild- und Lichtgestaltung verantwortlich.

 

Wenden
Ausgehend vom Begriff der Wende, wie er beispielsweise als linguistic turn oder performative turn verhandelt wird, lädt die Konferenz Wenden in den Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften im Kölner Schloß Wahn zu einer vertieften Diskussion ein – gemeinsam mit Dr. Jaspar Joseph-Lester und Prof. Dr Torsten Meyer wird Prof. Julian Rohrhuber dabei über Strategien der Transdisziplinarität sprechen.
Die eintägige internationale Treffen am 17. und 18. April ist veranstaltet vom Studiengang Intermedia der Universität Köln.

 

3D- und VFX (Visual Effects) -Artist
Stefan Jähner, Absolvent des Studiengangs Ton-und Bildtechnik, arbeitet seit März als 3D- und VFX-Artist für die Stargate Studios Germany. Stargate ist hauptsächlich auf Visual Effects für TV-Produktionen spezialisiert und konnte mit Serien wie The Walking Dead oder Grey's Anatomy internationale Erfolge verbuchen. Momentan arbeitet Stefan Jähner für die Stargate Studios in Malta an den Serien Misteri di Laura (Italien), El principe (Spanien) sowie an der NBC-Produktion Apocalypse Slough, die in Teilen auch auf Malta gedreht wurde.

 

Tongestaltung im Dokumentarfilm an der Universität Bonn
Im Sommersemester 2015 wird die Diplomarbeit Tongestaltung im Dokumentarfilm der IMM-Alumni Jonas Hummel und Silvan Oschmann im Filmseminar der Medienwissenschaften unter Leitung von Dozentin Britta Hartmann vorgestellt. Die Arbeit, entstanden 2011, beschäftigte sich mit dem Verhältnis von Dokumentarfilmton und dessen Authentizität im Verhältnis zu Aufnahmetechniken und Sounddesign. Anhand verschiedener Dokumentarfilmbeispiele der späten 2000er werden unterschiedliche Ansätze im Umgang mit der Tonspur, sowohl filmwissenschaftlich, wie auch arbeitstechnisch besprochen.

 

Ich löte, also bin ich?
Unter dem Titel The Art Of Sound Hacking referiert Waltraud Blischke, Dozentin für Sprechen und Schreiben über Musik im Studienschwerpunkt Musik und Text, am 5. Mai im Rahmen der kommenden Ringvorlesung am Institut Für Populäre Musik in Bochum über künstlerische Strategien der Zweckentfremdung, zu Vehikeln der technischen Vorführung und innovativen Soundwelten.
Der Eingriff mittels Lötkolben im Hardware Hacking ist nur eine Methode, sich von Geschmacksdogmen und endloser Reproduzierbarkeit zu lösen. Im Sampling entdeckt man das Musikalische in den Grenzbereichen von Klang und Geräusch, Tools und Software beleben stumme Materie – bloße Imitation? Anhand exemplarischer Beispiele wird dem Faszinosum aus technischer Innovation und Kreativität nachgegangen und dessen Bedeutung für die populäre Musik.

 

Videoprojektionen für Caligari 2015
Vom 18. bis zum 30. April wird im Orangerie Theater in Köln der Stummfilmklassiker Das Cabinet des Dr. Caligari aus dem Jahre 1920 zum ersten Mal als Bühnenfassung aufgeführt. Das Konzept für die Videoprojektionen und das Bühnenbild wurde von dem Theaterensemble neuesschauspielkoeln in Zusammenarbeit mit Tim Fehske, Dozent für Visual Music Technik/Produktion, entwickelt.
Das spezielle an Tim Fehske´s Vorgabe Bühne = Leinwand = Kostüm ist, dass die Größenverhältnisse der Bühne sich am menschlichen Körper orientieren und die Bühnenelemente während der Aufführung zur plastischen Leinwand für das Projection Mapping werden. Auf diesem Wege wird das Schauspiel und die Schauspieler/Innen selbst durch das Wechselspiel aus Bühne, Kostüm und Leinwand erweitert und umgeben und bilden eine Einheit.

 

Video-Feedback
Die beiden IMM-Studenten Lucas Grey (Bildgestaltung, Regie, Konzept) und Julian Prießen (Sound) erzählen mit ihrem Kurzfilm LIGHT eine Geschichte über Nähe in der Weite und Abschied nehmen. Die Arbeit verzichtet auf computergenerierte Animation und setzt stattdessen durch Video-Feedback entstehende Formen und Farben in Szene.

 

Lehre als Forschung
Die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift für Hochschulentwicklung versammelt Aufsätze zum Thema Künstlerische Forschung an Hochschulen und Universitäten, worin unter anderem auch ein Beitrag zu Jazz und Popularmusik von Michael Kahr von der Kunstuniversität Graz veröffentlicht ist.  Professor Julian Rohrhuber untersucht in Lehre als Forschung: Grundlagen der Musikinformatik im künstlerischen Kontext den Begriff einer verallgemeinerten Forschung, und wie sie integraler Bestandteil der Lehre sein kann.

 

Hikiko sucht die Einsamkeit auf dem Athener Animationsfestival
Hikiko sucht die Einsamkeit wurde auf dem Athener Animationsfestival im Studentenfilmwettbewerb gezeigt. Der Stop-Motion Film von Markus Zimmermann ist als Bachelorprojekt im Schwerpunkt Visual Music bei Prof. Dr. Heike Sperling und Andreas Kolinski entstanden. Es ist die Geschichte von Hikiko, der sich selbst von der Gesellschaft abkapselt und sich seine eigene Welt erschafft. Eine Welt in der er keine Ängste mehr hat.
Unterstützt wurde Markus Zimmermann unter anderem von den IMM Studenten Gregor Keienburg (Musikkomposition), Philipp Swoboda (Sounddesign), Gabriel Denhoff (Klavier) und Julian Martinz (Farbkorrektur).

 

Konzerttrailer für das Philipp Wisser Boston Trio
Ton und Bild-Student Philipp Wisser absolviert derzeit ein Auslandsjahr am Berklee College of Music in Boston mit Schwerpunkt auf Performance und Komposition.
Der von ihm jetzt produzierte Trailer für sein Philipp Wisser Boston Trio zeigt Ausschnitte des Konzerts mit Kevin Baudrexl (St. Louis, USA) am Bass und Jessie Cox (Brügge, Schweiz) am Schlagzeug. Die Kompositionen mit hohem Improvisationsgehalt decken ein breites Soundspektrum ab und bilden bewusste Übergänge zwischen Form und Chaos.

 

Vertretungsprofessur an der KHM
Hans W. Koch, Dozent für Hybrid Sound Composition, wurde für das Sommersemester 2015 als Gastprofessor für Sound an die Kunsthochschule für Medien in Köln berufen. Er übernimmt dort die Aufgaben des kürzlich emeritierten Prof. Anthony Moore bis ein Nachfolger benannt ist.
Hanw W. Koch wird seinen Lehrauftrag am IMM im Studienschwerpunkt Musikinformatik weiterführen.

 

 

 

Aus den Studienschwerpunkten am IMM

 

Schwerpunkt Klassische Musikaufnahme:
Jubiläums-CD für die Staatskanzlei
Die Staatskanzlei des Landes NRW hat die Robert Schumann Hochschule und die Hochschule für Musik Detmold beauftragt, eine Doppel-CD für das 70-jährige Jubiläum des Landes NRW zu produzieren.
Die Produktionen für die CD der Robert Schumann Hochschule haben bereits begonnen und werden von Studierenden des Schwerpunktes Klassische Musikaufnahme realisiert. Die Aufnahmen finden in mehreren Aufnahme-Sessions im Partikasaal und der Partikasaal-Regie statt. Dabei werden die zehn verschiedenen Solisten und Ensembles der Robert Schumann Hochschule von jeweils unterschiedlichen Tonteams betreut. Eine besondere Anforderung an die CD ist die Gewährleistung eines einheitlichen Klangbildes der verschiedenen Besetzungen. Die Koordinierung der Produktionen übernimmt die Tutorin für RSH-Aufnahmen, Sarah Zabel. Die Aufnahmen und die Postproduktion werden von Prof. Dagmar Birwe betreut.
Die CDs werden von der Ministerpräsidentin des Landes, Hannelore Kraft, zu offiziellen Anlässen überreicht. Außerdem sollen sie im landeseigenen Online-Shop vertrieben werden.

 

Schwerpunkt Medienkomposition:
Cabaret Crusades - The Secrets of Karbalaa im K21
Der Film Cabaret Crusades III - The secrets of Karbalaa des ägyptischen Künstlers Wale Shawky, für dessen Tongestaltung die Studierenden Moritz Laux und Raffael Seyfried (Sounddesign und Musik) sowie Matthias Krämer (Dialogschnitt) verantwortlich zeichnen, wird ab dem 18. April an drei Samstagen um 15 Uhr sowie am 03. Mai um 11 Uhr und am 17. Mai um 15 Uhr im K21 in Düsseldorf aufgeführt.
Der zweistündige Film erzählt die Geschichte der Kreuzzüge aus arabischer Sicht nach. Die eigenwillige Ästhetik des Films, der mit aufwändig aus Glas geblasenen Marionetten arbeitet, inspirierte die Studierenden auch bei der Schaffung einer adäquaten Klangsprache. So wurden beispielsweise alle Foleys mit Glas hergestellt und mittels selbst programmierter Techniken diese Glasklänge auch in der Musik eingesetzt.
Raffael Seyfrieds Arbeit ist ein Projekt im Rahmen des Projektmoduls des Studiengangs Musik und Medien.

 

Schwerpunkt Musikinformatik:
Algorithmisches Teestübchen
Die Seminare der Musikinformatik stehen interessierten Gästen jederzeit offen. Besonderen Anlass für einen Besuch ist die Präsentation der Abschlussarbeiten aus dem letzten Semester, die am 28. April ab 16.30 Uhr ein Algorithmisches Teestübchen einleitet. Dabei ist auch nochmals das Doppelpendel von Johannes Leppkes zu hören sowie ein Instrument zur Komposition mit euklidischen Algorithmen von Tim Abramovic. Gregor Keienburg und Lukas Reichert stellen ihre Beiträge unter anderem zur algorithmischen Komposition und zum Texturemapping vor. Ab 18.30 Uhr läuft dann die Boole-Box als Beschallung des Algorithmischen Teestübchens. Für diese von Relais geschickt gesteuerte und auf acht Kanäle spatialisierte Zusammenschau der gesammelten Arbeiten aus dem Basismodul stand der Geist der Formalisierung Pate, der George Boole vor 160 Jahren zu seinem Buch The Laws of Thought inspiriert haben mag.

 

Schwerpunkt Musik und AV-Produktion:
Szenische Dreharbeiten
Der Unterricht im gerade begonnenen zweisemestrigen Vertiefungsmodul ist auf insgesamt fünf Projekttage ausgerichtet. Das Thema des ersten Projekttages lautet: Szenische Dreharbeiten. In zwei Teams bearbeiten die insgesamt 12 Studierenden eine Drehbuchvorlage, suchen geeignete Schauspieler und Drehorte, zeichnen Storyboards, testen das Aufnahmeequipment und bereiten den Drehtag vor. Am 22. April heißt es dann: Ton…Kamera…Bitte!
Betreut werden die Jungfilmer von Prof. Ulla Barthold (Licht und Kamera), Wolfgang Schukrafft (Filmton), Prof. Manfred Waffender (Buch und Regie), Florian Boddin (Bildtechnik) und Volker Anding (Schnittdramaturgie).

 

Schwerpunkt Musik- und Medienmanagement:
Der Stakeholder-Ansatz
Projekt- und Medienarbeit werden immer mehr zu Synonymen. Ein effektives Projektmanagement orientiert sich an den Zielen und spezifischen Fähigkeiten aller Projektbeteiligten und koordiniert diese im Hinblick auf den Projektauftraggeber (Kunden). Dieser Stakeholder-Ansatz zeitgemäßen Projektmanagements bildet den roten Faden der jetzt gestarteten Lehrveranstaltung Projektmanagement im Vertiefungsmodukl Musik- und Medienmanagement. Neben der Vermittlung und Einübung klassischer Arbeitstechniken zur Projektsteuerung liegt der Schwerpunkt des Kurses auf der Sensibilisierung der Studierenden für das Zwischenmenschliche in Projekten. Vertiefende Grundlagen zu Teamentwicklung und -motivation werden hierbei ebenso studiert, wie z.B. Kreativitätstechniken.

 

Schwerpunkt Musik und Text:
WORTSAMPLER: Konferenz und Performances
Zum ersten Mal findet am 11. und 12. April in Düsseldorf der WORTSAMPLER statt – Aufführungen und Performances von Audio-Texten und Sample-Poesy, sowie eine kleine Konferenz mit Vorträgen, Präsentationen und Gesprächen.
Relevant sind Ansätze aus der Akustischen Kunst und Dichtung, die elektroakustische Verfahren sowie Sound-Sampling verwenden, um sich fremder Stimmen zu bedienen, um im Medium Text nach neuen poetischen Formen zu suchen.
Ein knappes Dutzend eingeladener KünstlerInnen aus unterschiedlichen Bereichen sowie einzelne Studierende des Vertiefungsmoduls Musik und Text stellen ihre Arbeiten vor. Diese Veranstaltung ist eine Koopertaion zwischen dem IMM und der BETONBOX.

 

Schwerpunkt Visual Music:
Video für die Fighting Spirits
Zusammen mit dem Jugendchorprojekt Fighting Spirits  des Universitätsklinikums Düsseldorf erarbeitet Musik und Medien-Studentin Juliane Blum zum diesjährigen Tourauftakt ein Musikvideo. Zum selbstgeschriebenen Song Komm mit filmen die Jugendlichen mit ihren Handykameras ihren Alltag, zeigen die wöchentlichen Proben und einen Auftritt im Uniklinikum Münster.
Die Fighting Spirits sind eine Musikband, bestehend aus Musikern und ca. 20 Jugendlichen, die unterschiedlich mit der lebensbedrohenden Krankheit Krebs konfrontiert sind oder waren: als Erkrankte, als Familienmitglieder oder als ehrenamtliche Wegbegleiter. Das Projekt wurde vor über drei Jahren von dem engagierten Ergotherapeuten Frank Gottschalk an der Düsseldorfer Kinderonkologie gestartet und hat seitdem eine großartige Entwicklung vollzogen.

 



IMM Chronik März 2015


BASISLAGER: Philipp Holstein über das Schreiben über Musik
Am 16. April um 17 Uhr (IMM Studio A 2.24) fragt Philipp Holstein: Wie sieht eine gute Musikkritik aus? Wie bereitet sich ein Musikkritiker vor? Wie vermittelt er zwischen Unterhaltung und Information? Wie sieht sein Alltag aus? Und wie unabhängig kann er sein?
Der Musikkritiker hat es schwerer als seine Kollegen aus der Literatur-, Film- und Kunstkritik. Er kann sich nicht am roten Faden einer Handlung orientieren oder sich in die Beschreibung flüchten. Er muss schöpferisch tätig werden und Vergleiche finden, die die Wirkung des Gehörten illustrieren. Diese Beschreibungen dürfen indes nicht aus der Luft gegriffen sein. Es gibt Maßgaben dafür. Sie ermöglichen es, etwa ein Konzerterlebnis individuell und stilistisch mit eigenen Akzenten zu beschreiben, dabei aber in der Wertung objektiv zu bleiben.
Philipp Holstein, geboren 1972, ist Musik- und Filmkritiker bei der Rheinischen Post in Düsseldorf. Er gehört der Jury für den Deutschen Schallplattenpreis an und wurde 2011 für seine journalistische Arbeit mit dem Kulturförderpreis der Landeshauptstadt Düsseldorf in der Sparte Literatur ausgezeichnet.

 

Reisebericht aus dem Operndorf in Burkina Faso
Vier Studierenden des IMM berichten am 10. April ab 15 Uhr im Studio 1 (Raum A 2.24) über ihre Reise in das Operndorf des verstorbenen Regisseurs und Künstlers Christoph Schlingensief.
Seit März 2014 besteht die offizielle Kooperation zwischen der Festspielhaus Afrika gGmbH und der Robert Schumann Hochschule. Zur Zeit sind Nicolas Neteler und Max Sauer, aus dem Studiengang Ton und Bild, sowie Valentin Link und Simon Stimberg, aus dem Studiengang Musik und Medien, in Burkina Faso. Die vier Musiker haben gemeinsam das Projekt Palenteeroo ins Leben gerufen. Sie wollen Workshops für die Schüler im Operndorf anbieten und mit afrikanischen Künstlern musizieren. Sie bringen Geschichten, Töne und Bilder mit. Was haben sie von Afrika gelernt?

 

netwars / out of CTRL gewinnt bei SXSW
Die interaktive Webdoc zu netwars / out of CTRL hat bei den diesjährigen SXSW Interactive Innovation Awards den Preis in der Kategorie Visual Media Experience gewonnen. Das multimediale Weberlebnis zum Thema Cyber-Spionage und digitale Kriegsführung wurde von Miiqo Studios zusammen mit der Produktionsfirma Filmtank entwickelt.
Für die Gestaltung der Tonebene der Webdoc und auch der restlichen crossmedialen Produktion, in Form einer Dokumentation sowie einer Interactive Graphic Novel in bisher drei Episoden für iOS, waren die Absolventen des Diplomstudiengangs Ton- und Bildtechnik, Andrew Mottl (Sound Design) und Christian Barth (Musik), verantwortlich.

 

Donnerhall mit Streichquartett
Am 19. März um 19 Uhr präsentiert Moritz Hils, Studierender im Studiengang Musik und Medien, im museum kunstpalast in Düsseldorf seine audiovisuelle Rauminstallation quartett / fragmente. In Zusammenarbeit mit dem converse string quartet und unterstützt von Leon Müller (Technische Leitung), Charel Bourkel (Tonmeister), Raphael Janzer (Licht) und Lukas Baumgart (Farbkorrektur) entstand die Arbeit (16 Videostreams, 8-Kanal-Audio, 30 Minuten Länge) als Projekt bei Prof. Manfred Waffender im Studienschwerpunkt Musik und AV-Produktion.
Den prestigeträchtigen Rahmen der Uraufführung bietet DIE GROSSE Kunstausstellung NRW Düsseldorf 2015, die insgesamt 130 KünstlerInnen in den Sparten Malerei, Grafik, Plastik, Objekt, Installation, Foto und Video eingeladen hat. In diesem Jahr ist die Robert Schumann Hochschule zu Gast in der Reihe Donnerhall und präsentiert an drei Donnerstagabenden studentische Projekte.

 

39 - WDR HörSpiel nominiert für den Deutschen Computerspielpreis 2015
Die von Dipl.-Ing. Christian Sander, Absolvent des Studiengangs Ton- und Bildtechnik, und Achim Fell gegründete Firma Dear Reality ist zur Preisverleihung des Deutschen Computerspielpreis 2015 in Berlin
eingeladen. Ihre über 78.000 mal geladene HörSpiel-App 39 für iOS und Android ist in der Kategorie Beste Inszenierung nominiert. Die Kategorie prämiert den besten Einsatz inszenatorischer Stilmittel wie Sound, Grafik und/oder Erzählkunst (Storytelling) in einem aus Deutschland stammenden Spiel. Eine Besonderheit von 39 ist die Implementierung der firmeneingenen Audio-VR-Engine DEar API für Kopfhörer, mit der sich Klangquellen virtuell im Raum positionieren und damit völlig neue auditive Erzählformen realisieren lassen.

 

klangmalerei.tv in der Documentary Campus Masterschool 2015
Die junge Musikfilm-Produktionsfirma klangmalerei.tv um die IMM-Alumni Florian Breuer, Maurice Graf und Michael Zöllner ist auf dokumentarische Musikvisualisierung spezialisiert. Nach ihrer Förderung durch ein Gründungsstipendium des Mediengründerzentrums NRW im Jahr 2014 sind die Gründer nun nach erfolgreicher Bewerbung in die Documentary Campus Masterschool 2015 aufgenommen worden. Das Programm begleitet junge Dokumentarfilmer zehn Monate auf dem Weg vom Konzept, über erfolgreiches Pitchen bis zur Realisierung auf dem internationalen Dokumentarfilmmarkt.
Das Projekt von klangmalerei.tv mit dem Arbeitstitel Cosmopolitan - Musical Conversations around the Globe ist ein Konzept für ein TV-Format, das der Frage nachgeht, in wie fern Musik die Sprache der Kosmopoliten sein kann und wie Musiker mit ihr kulturelle und sprachliche Barrieren überwinden können.
Documentary Campus ist eine internationale Fördereinrichtung der europäischen Filmstiftungen sowie eines ausgeprägten Netzwerkes internationaler Produktionsfirmen und TV-Sender.

 

Pianavia - Musik an der Grenze zur Stille
Für die Veröffentlichung seines Projekts Pianavia - Musik an der Grenze zur Stille setzt Heiner Rennebaum, Dozent für Gitarre, auf Crowdfunding. Pianavia ist akustische Instrumentalmusik, zu grossen Teilen von Heiner Rennebaum selbst auf Gitarren und Tasteninstrumenten eingespielt und bereits fertig produziert. Seine Gäste auf diesem Album sind der Saxophonist Hayden Chisholm, diesjährige Improviser in Residence des Moers Festival und Protagonist des Kinofilms Sound of Heimat, sowie der Percussionist Roland Peil, bekannt unter anderem durch seine Zusammenarbeit mit den Fantastischen Vier, Peter Maffay und Till Brönner .

 

Interaktives Exponat für den Auto Salon Genf
IMM-Alumnus Dipl.-Ing. Daniel Höltscher ist seit Mitte 2014 bei XL Video in Düsseldorf als Manager Multimedia Application angestellt und damit hauptsächlich für Medienserver, playout solutions und interaktive Anwendungen von der technischen Konzeption bis zur Produktion zuständig. Dazu gehören unter anderem auch zukunftsweisende Technologie für Virtual und Augmented Reality-Inszenierungen.
Jetzt zeichnet er im Rahmen des Auto Salon Genf für das interaktive Exponat des Automobilkonzerns Opel verantwortlich. Diese besteht aus 8.000 LEDs, die auf 27 Glasscheiben verteilt sind und die Form eines Kleinwagen abbilden.

 

Mischung und Sounddesign für den Dokumentarfilm Süchtig nach Jihad
Der Dokumentarfilm Süchtig nach Jihad von Hubertus Koch feierte im Dezember letzten Jahres in Köln Premiere. Musik und Medien-Student Christoph Niemeier war für die Restauration von O-Tönen, das Sounddesign und die Mischung des Films verantwortlich. Dafür nutzte er das Düsseldorfer Tonstudio Raum 7, das er zusammen mit den beiden IMM-Alumni Markus Zimmermann und Lukas Wiesemüller betreibt. Ausschnitte der Produktion waren bereits bei Stern TV und im WDR zu sehen.
Der Regisseur begleitet im Film den Münchner Mahmuod Dahi auf einer Hilfslieferung nach Syrien. Dort angekommen, erschlagen den jungen Deutschen die Zustände im Flüchtlingslager Bab Al Salameh. Ohne Gefechtsszenen und blutige Frontberichte, entreisst Süchtig nach Jihad die ISIS-Debatte dem Diktat der westlichen Angst und sensibilisiert für die Ohnmacht und die Not der Menschen vor Ort.

 

Animiertes Musikvideo für Excessive Visage
Der Musik und Medien-Student Torsten Lang veröffentlicht heute sein Bachelorprojekt – ein Animationsvideo für die Band Excessive Visage, deren Komponist und Gitarrist er ist. Das Video entstand in Zusammenarbeit mit Sängerin Larissa Blau.
Das Puppentrickvideo erzählt die Geschichte eines Mädchens, das wegen seiner drogenabhängigen Mutter von zu Hause wegläuft. Sie versucht bei einer Gruppe seltsamer Gestalten auf die sie im Wald trifft neuen Anschluss zu finden. Unerfahren in familiären Gepflogenheiten und sozialem Umgang wendet sie einen hinterhältigen Trick an um die Gruppe an sich zu binden. Das Video spielt mit einer Vielzahl an analogen Materialien und digitalen Tricks, die in dreimonatiger Arbeit in aufwändigen Szenenbildern belebt und Teil einer grotesken Geschichte wurden. Die zuweilen diffusen und skurrilen Inhalte spiegeln die Musik der Band auf abstrakte Weise wieder und geben ihr ein filmisches Gesicht, wie man es sich auch assoziativ beim Hören vorstellen könnte.
Das Video wurde jetzt für die Berlin Music Video Awards nominiert.

 

Schlingensiefs Operndorf im Jahrbuch der Robert Schumann Hochschule
Anfang April erscheint das neue Jahrbuch der Robert Schumann Hochschule. In der aktuellen Ausgabe schreibt Matthias Schwarz, Leiter der Öffentlichkeitsarbeit der renommierten Musikhochschule, über das Operndorf Afrika:
Der Künstler und Regisseur Christoph Schlingesief legte am 8. Februar 2010, ein halbes Jahr vor seinem Tod, den Grundstein für das Operndorf im bitterarmen Burkina Faso. Das westafrikanische Land zählt mit seinen 17 Millionen Einwohnern zu den am wenigsten entwickelten Staaten der Erde. Die politische Lage ist derzeit wenig stabil. In Burkina Faso hatte es Ende 2014 einen Umsturz gegeben.
Zur Zeit sind vier Studierende im Operndorf zu Besuch. Nicolas Neteler aus dem Studiengang Ton und Bild ist bereits das zweite Mal dort. Zusammen mit seine Kommilitonen, Valentin Link, Maximilian Sauer und Simon Stimberg, hat er das Projekt Palenteeroo ins Leben gerufen. Die vier Musiker wollen Workshops für die Schüler im Operndorf anbieten und mit afrikanischen Künstlern musizieren. Die Ergebnisse sollen dann im neuen Tonstudio dokumentiert werden. Auch diesmal bekommen die jungen Musiker Unterstützung von Prof. Dr. Heike Sperling. Sie konnte den Förderverein der Robert Schumann Hochschule überzeugen, die Initiative mit rund 7.000 Euro  zu unterstützen. Die Professorin möchte den Austausch weiter fördern, auch afrikanische Künstler sollen nach Deutschland kommen. „Es geht hier nicht um Entwicklungshilfe“, betont sie. „Ich denke, wir können viel von Afrika lernen.“

 

Auf Tour in den USA und Mexiko
Der IMM-Dozent, Designer und DJ Christian Schäfer geht im März für zwei Wochen mit dem erfolgreichen Label für elektronische Tanzusik Cómeme auf Tour in die USA und Mexiko. Zusammen mit Matias Aguayo und Lena Willikens spielt er in New York, Philadelphia, Austin, San Francisco, Los Angeles und Tijuana. Eine wichtige Station ist dabei das renommierte Musik-, Film- und Interactive- Festival SXSW in Austin/Texas bei dem direkt drei Gigs anstehen.
Für einen kleinen Vorgeschmack gibt es hier die aktuellen Mixes von Christian Schäfer.

 

Selbstmarketing-Workshop für Musiker und Bands
Am 25. April stellt Dipl.-Ing. Julian David, Absolvent im Studiengang Ton- und Bildtechnik, in einem Workshop an der neuen Musiker Akademie Düsseldorf moderne Marketing-Konzepte für Musiker und Bands vor. Neben Social Media geht es in dem Seminar auch um so wichtige Themen wie Marketing- und Budgetplanung, Schwarmfinanzierung (Crowdfunding) und Künstlerförderung.
Neben seiner Tätigkeit als Toningenieur und Musikproduzent mit eigenem Studio in Köln arbeitet Julian David als freier Marketingberater für Bands und Pro Audio Firmen wie AEA Ribbon Mics, Plugin Alliance, Roger Schult und MUTEC.

 

Ivory Clay live im Savoy
Nachdem Ivory Clay letztes Jahr die Bandprofessionalisierung der Stadt Düsseldorf gewonnen hat, nutzten sie den Gewinn für ein aufwendiges Musikvideo mit einer Spiellänge von 25 Minuten. Am 27. März spielen sie im Atelier Kino des Savoy in Düsseldorf live und synchron den Soundtrack zu ihrem Film und feiern gleichzeitig die Veröffentlichung ihrer EP Maiden Countries.
Die ganze Veranstaltung ist mit grossem technischen Aufwand verbunden. Für die Beschallung kommt neben einer extra installierten PA auch die Surroundanlage des Kinos zum Einsatz. Der Ton wird live in Surround gemischt. Um den Song synchron zum Video präsentieren zu können, kommt zudem ein über das DCP ausgespielter Clicktrack zum Einsatz.
Aus dem IMM sind auch die Ton und Bild-Studenten Simon Schwär am Saxophon und Fabian Torka für die Live-Mischung beteiligt.

 

DOP für Pulheim Jam Session
Am 12. März feiert der Film Pulheim Jam Session, der schwedischen Künstlerin Johanna Billing, Premiere in der Gallerie Hollybush Gardens in London. Die Produktion entstand in Kooperation der Kulturabteilung der Stadt Pulheim und der Kunsthochschule für Medien Köln im Rahmen des Projektes Stadtbild.Intervention.
Johanna Billings Videoarbeiten thematisieren die Wechselwirkung zwischen individuellen Erfahrungen und gesellschaftlichen Veränderungen und bedienen sich insbesondere der Performance als Mittel zur Erforschung von Fragen des Öffentlichen wie des Privaten. Zentrale Elemente ihrer performativ-filmischen Werke sind Musik, Bewegung und Rhythmus.
Jan Höhe, Dozent für Creative Editing, zeichnet als erster Kameramann für Bild- und Lichtgestaltung verantwortlich.

 

Musical Der fliegende Holländer
IMM-Alumnus Phillipp Polzin ist mit seinem Musical Der fliegende Holländer, das er zusammen mit Christian D. Dellacher komponierte, für den Creators Wettbewerb, der erste Wettbewerb für die besten neuen deutschsprachigen Musicals, initiiert von Corny Littmann und Prof. Norbert Aust vom Schmidt Theater und Schmidts TIVOLI in Hamburg, nominiert. Aus über 150 Einsendungen wurden durch eine Fachjury, unter anderem mit Helmut Baumann, Corny Littmann, Gayle Tufts, Jane Camerford und Johannes Mock-O'Hara, 15 Teilnehmer ausgewählt, die sich in insgesamt drei Vorentscheidungen dem Publikum und der Jury im Schmidt-Theater Hamburg präsentieren.
Am 4. Mai ist Der fliegende Holländer zu sehen.

 

 

 

Aus den Studienschwerpunkten am IMM

 

Schwerpunkt Klassische Musikaufnahme:
Zwei Aufnahmen der Johannes Passion
Am 22. Februar wurde die Johannes-Passion von Johann Sebastian Bach unter Leitung von Prof. Timo Nuoranne von der Robert Schumann Hochschule in der Friedenskirche Düsseldorf zum Semesterabschluss aufgeführt. Die Studierende aus den Gesangsklassen, sowie der Oratorienchor der Hochschule wurden auf historischen Instrumenten von Musikern des Barockorchesters Düsseldorf unterstützt. Die Verwendung historischer Instrumente machte die Aufnahme zu einer Herausforderung für das Aufnahmeteam, da unter anderem die tiefere Stimmung des Orchesters und der Klang der historischen Instrumente nicht mehr den Hörgewohnheiten eines zeitgenössischen Orchesterklanges entspricht. Die IMM-Studenten Julian Meyer und Jonas Geyersberger führten diese Produktion im Rahmen der Abschlussprüfung im Vertiefungsmodul Klassische Musikaufnahme mit dem Ü-Wagen der Hochschule durch.
Eine weitere Aufnahme der Johannes-Passion findet im März in der Hochschule für Musik und Theater München statt. Studierende des Studiengangs Ton und Bild um Bernhard Eurich und Nicolas Sünn nehmen das Werk auf. Es musizieren Studierende, Dozenten, sowie der Madrigalchor der Musikhochschule München unter der Leitung von Prof. Martin Steidler. Ein Zusammenschnitt der Konzerte soll später auf CD erscheinen. Die Kooperation mit der Hochschule für Musik und Theater findet auf Initiative des IMM-Alumnus Dipl. Ing. Michael Zöllner, der an der Hochschule als Toningenieur angestellt ist, statt. Die Betreuung der Aufnahme übernehmen Prof. Christian Böhm, Dipl.Ing. Michael Zöllner und Prof. Dagmar Birwe.

 

Schwerpunkt Medienkomposition:
Arbeiten für den Modulabschluss
Die medienbezogenen Studiengänge der Robert Schumann Hochschule sind interdisziplinär angelegt - fundierte Vielseitigkeit ist ein hohes Gut im Arbeitsfeld von Musik und Medien.
Konsequenterweise zeigen auch die Abschlussprojekte im Vertiefungsmodul des Studienschwerpunkts Medienkomposition eine große formale und inhaltliche Bandbreite. In diesem Jahr reicht sie vom Kurzfilmscore über Bühnenmusik, Sounddesign für Trickfilm und Musik für Imagefilme bis zum Audio Branding für einen Radiosender. Herausragende Prüfungsarbeiten werden in Kürze im Projektarchiv des IMM erscheinen.

 

Schwerpunkt Musikinformatik:
SuperCollider 3.7 Alpha
Quelloffen seit nun genau elf Jahren, ist die auf Klang spezialisierte Programmiersprache SuperCollider eines der größten Projekte dieser Art. Diese Sprache bringt interessante formale und musikalische Konzepte mit durchdachter Signalverarbeitung zusammen und ist für die Arbeit im Studienschwerpunkt Musikinformatik kaum wegzudenken. Nachdem der aktuelle Stand der Entwicklung über längere Zeit nur Insidern zugänglich war, bereiten die Entwickler/innen, darunter auch Prof. Julian Rohrhuber, gerade einen neuen Release von SuperCollider 3.7 vor, der als Vorabversion bereits getestet werden kann. Eine umfangreiches Treibgut an Programmen sammelt sich kontinuierlich auf scccode.org.

 

Schwerpunkt Musikproduktion:
Popularmusik-Produktion im Auro 3D Format
Das Thema des Bachelorprojekts von Musik und Medien-Student Felix Dobrowohl im Studienschwerpunkt Musikproduktion ist eine Popularmusik-Produktion im Auro 3D Format (9.1). Felix Dobrowohl produzierte seine eigene Komposition, die von den Genres Post-Rock, Shoegaze, Stoner-Doom und Black-Metal beeinflusst wurde. Er experimentierte bei der Aufnahme mit dreidimensionalen Mikrophonaufstellungen an Drumkit, Gitarrenamp, Orgel und Orchesterpercussion. Bereits bei der Komposition begann die Planung entsprechender Signale aufgrund ihrer spezifischen Eigenschaften, auch in Bezug auf ihre Position im dreidimensionalen akustischen Raum. Betreut wurde die Arbeit von Prof. Werner Roth.

 

Schwerpunkt Musik und AV-Produktion:
Qual der Wahl
Alexander Kühn (Regie) und David Füsgen (Kamera und Schnitt), beide studieren im Studiengang Musik und Medien, sitzen seit einigen Wochen im Schneideraum und montieren aus vielen Stunden aufgezeichnetem Bild- und Tonmaterial einen 52-minütigen Dokumentarfilm. Gemeinsam mit Moritz Hils (Ton) und Prof. Manfred Waffender (Projektleitung) haben Sie im Herbst 2014 eine Gruppe junger Künstlerinnen und Künstler der unterschiedlichsten Disziplinen aus den sieben Kunst- und Musikhochschulen Nordrhein-Westfalens in die Toskana begleitet. Die Teilnehmer des Jahresprojekts Übersetzen. Die zeitgenössischen Künste als fremde Sprache(n)? des Kollegs für Musik und Kunst Montepulciano arbeiteten gemeinsam zwei Wochen im Palazzo Ricci, dem Sitz der Europäischen Akademie für Musik und Darstellende Kunst.
Die Herstellung des Dokumentarfilms ist ein Projekt im Studienschwerpunkt Musik und AV-Produktion.

 

Schwerpunkt Musik- und Medienmanagement:
Prüfungsthema Vertriebsvertrag
Neben Fragen zu Autoren-, Bandübernahme- und Künstlerverträgen stand in den Abschlussarbeiten der Lehrveranstaltung Urheber- und Vertragsrecht die Analyse eines Vertriebsvertrags im Mittelpunkt. Diese Vertragsart wird für sich selbst vermarktende Künstler im Wandel der Musikindustrie und des stetig wachsenden Independentmarkts von immer größerer Bedeutung. In erfreulicher Art und Weise haben sich die Studierenden neben den klassischen Vertragsmodellen mit zeitgemäßen Vertragsgestaltungen und einem angemessenen Umfang an Rechteübertragungen auseinandergesetzt.

 

Schwerpunkt Musik und Text:
Abschlussprojekte
Momentan arbeiten die Studierenden des Vertiefungsmoduls Musik und Text an Projekten, bei denen gefundenes, gesampletes oder wiederverwertetes akustisches Sprachmaterial verarbeitet wird:
Lisa Spielmann beschäftigt sich in ihrer Studie Eine Rede reden mit aufgenommenem Audiomaterial zum Thema Rede. Sie analysiert die Struktur von vorliegenden Reden und greift in diese, mittels ihrer eigenen Systeme, ein. Dabei entsteht eine Reihe von 1-5 minütigen Klang-Kollagen.
Tim Abramovic arbeitet zur Zeit an Je sui autocomplete. Dabei handelt es sich um ein experimentelles Kurzhörspiel in Form einer Talkshow. Teilnehmer sind unter anderem der Klon Michael Schumachers, sowie die Handschrift von P.D.Q. Beethoven. Für die Dialoge des Kurzhörspiels wird gegebenes Textmaterial rekontextualisiert.
Am 11. und 12. April findet zum Thema Sprach-Sampling, O-Ton Collagen und der Verwendung von Fremdmaterial eine Konferenz am IMM sowie Aufführungen in der Betonbox statt, an dem die Studierenden ihre Abschlussprojekte vorstellen werden.

 

Schwerpunkt Visual Music:
Percussion und Live Visuals für DIE GROSSE 2015
Am 26. März um 19 Uhr gestalteten das Schlagwerk-Ensemble Repercussion und das Bewegtbildquartett WARPED TYPE die Abschlussveranstaltung der Reihe Donnerhall im Rahmen der renommierten Düsseldorfer Kunstausstellung DIE GROSSE im Museum Kunstpalast.
Die Mitglieder des Ensembles Repercussion um die Veith Kloeters, Stephan Müller, Johannes Wippermann und Achim Buschmann – alle Alumni der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf – überzeugen mit einer breit gefächerten Klangpalette von klassischem Schlagzeug über Vibra- und Marimbaphon bis zu Clapping Music und teilen sich Bühnen mit Klassikstars wie Martin Grubinger.
Das Bewegtbildkollektiv WARPED TYPE widmet sich der Kunstform Visual Music, der künstlerischen Beziehung zwischen Ton und Bild. Andreas Huck und Roland Nebe, beide Studierende im Studiengang Musik und Medien, sowie der Absolvent des Studiengangs Ton und Bild Florian Breuer und Stefan Hings inszenieren dabei den Abend mit Live Visuals in Projektion, Licht und Installation.
Der Abend wird kuratiert von Prof. Dr. Heike Sperling, Professorin für Visual Music / Digitale Bildmedien am IMM.