IMM Eingang

CHRONIK

Willkommen auf der Chronik des Institut Fuer Musik Und Medien (IMM) der Robert Schumann Hochschule (RSH) in Düsseldorf.


Wenn Sie über die Aktivitäten am IMM und die Neuigkeiten aus den acht Studienschwerpunkten auf dem Laufenden gehalten werden möchten, können Sie sich hier anmelden und erhalten dann den monatlichen Newsletter.

 

IMM Chronik September 2015


Debutalbum von Kaos Vortex
Nikolai Voigt, Student im Studiengang Musik und Medien, hat mit seiner Metalband Kaos Vortex zwei Jahre nach der Veröffentlichung der Dehumanized EP (2013) das Debutalbum Seeds of decay herausgebracht. Am 12. Juni wurde das Album via Bret Hard Records veröffentlicht und ist seit Juli im Handel erhältlich. Das Magazin Bloodchamber schreibt über das Album: „Hier stimmt einfach alles; die Balance von Morbidität, Brutalität und Eingängigkeit die man von klassischen Death Metal erwartet, passt genau.“
Gemischt wurde das Album von Ronnie Björnström in den Garageland Studios, der unter anderen mit Bands wie Meshuggah, Aeon und Bodyfarm gearbeitet hat.
Zu dem Track Tomb of the undying erschien im Mai 2015 in Kooperation mit Lensflare Clips ein Musikvideo, dessen Produktion durch ersten Platz beim Cologne Metal Contest realisiert werden konnte.

 

Electro Combo Workshop
In einem zweitägigen Workshop entwickelte die Electro Combo 128bpm unter der Leitung von Mathias Höderath, Dozent für Pop Keyboard und Jazz Piano, einen Bandsound, der dem Klang aus vorproduzierten oder gecoverten Club- oder Electronic-Tracks nahe kommt, ohne auf die Hilfe von Backingtracks zurückzugreifen. Auch die dynamischen Möglichkeiten einer Liveband wurden ausnutzt. Mit Hilfe von live getriggerten Samples, LFO- und Arpeggiator-Effekten sowie einem Looper wurde nur zu einem Click geprobt.
Das Ergebnis des Workshops ist unter anderem ein Livemitschnitt vom zweiten Probentag mit einem Remix/Mashup von Musik und Medien-Student Josh Lee, der auch die musikalische Leitung für diesen Track übernahm.

 

Uraufführung mi casa es mi casa
Die Performance mi casa es mi casa [Mein Haus ist mein Haus], abgeleitet von mi casa es tu casa [Mein Haus ist dein Haus], von Mavi Garcia und Forian Zeeh, Student im Studiengang Musik und Medien, thematisiert das Zerschellen von Hoffnung und Sehnsüchten der Fremden an den Grenzen von behüteten Heimstätten. Die beiden Künstler kritisieren den Umgang mit Verantwortung im Kontext des Schlagwortes Festung Europa und thematisieren die Möglichkeit des Um- oder Auszuschaltens als Machtinstrumente von Priviligierten.
Die Performance wurde im Rahmen der Ausstellung bombensicher am 21. August in der betonbox in Düsseldorf uraufgeführt.

 

 

 

News aus den Studienschwerpunkten am IMM

 

Schwerpunkt Musik und AV-Produktion:
Dokumentarfilm mit dem Landesjugendorchester NRW
Neben konventionellen Konzerten erarbeitet das Landesjugendorchesetr NRW auch neue, alternative Aufführungsformate für klassische Werke. Vor diesem Hintergrund initiierte die Generalmanagerin Agnes Rottland auch das diesjährige Projekt Klangfarbe Bruckner: Eine inszenierte Aufführung von
Anton Bruckners 9. Sinfonie, für die die Bühne des Theaters Duisburg in einen white cube verwandelt wird.
Moritz Hils, Student im Studiengang Musik und Medien, begleitet das Projekt mit dokumentarischen Mitteln und fragt anhand dieses Beispiels nach der Zukunft klassischer Konzerte. Der Film entsteht als Projekt im Schwerpunkt Musik und AV-Produktion und wird von Prof. Manfred Waffender betreut.

 

Schwerpunkt Visual Music:
Gebäudeklang-Portrait der Robert Schumann Hochschule
Katharina Blanken, Studiengang Musik und Medien, wirft in ihrem Projekt Kammermusik einen Blick auf die ohrenabgewandte Rückseite der Robert Schumann Hochschule. Dort, wo die Fenster geschlossen sind und die Vorhänge zugezogen werden, um anonym mit dem Streben nach Konzertreife zu musizieren. Wer nachts von außen das Gebäude betrachtet, sieht die Studierenden in den einzelnen, erleuchteten Proberäumen musizieren. Daraus ergibt sich jede Nacht ein visuelles Zusammenspiel paralleler Welten – eine Art Mosaik, das jedoch als auditives Zusammenspiel kaum hörbar ist.
In dem audiovisuellen Klangportrait von Katharina Blanken spielen 14 Musiker und ein Dirigent ein für dieses Projekt komponiertes Stück. Der Film Kammermusik ist das Ergebnis eines bewussten Eingriffs in das parallele Geschehen und porträtiert so auf neue Weise das Leben des Gebäudes.
Der Film entstand als Projekt im Schwerpunkt Visual Music und wurde von Prof. Dr. Heike Sperling, Prof. Andreas Grimm und Andreas Kolinski betreut.

 



IMM Chronik August 2015

 

Lorenz Rhode mit Detroit Swindle auf Tour
Detroit Swindle aus Amsterdam sind einer der erfolgreichsten House-Acts der letzten Jahre. Für ihr neues Live-Setup ist IMM-Absolvent Lorenz Rhode mit Synthesizern, Rhodes und Talkbox dazugestoßen. Das Debüt spielten sie auf dem belgischen Dour-Festival, inklusive Talkbox-Version ihres Hits 64 Ways (im Original featuring Mayer Hawthorne) und einem Gastauftritt von Seven Davis Jr, der gerade auf Ninja Tune sein Album Universes veröffentlicht hat. Die nächsten Auftritte werden auf dem Weather Summer Festival Paris am 12. September und dem Amsterdam Dance Event stattfinden.

 

Moderne Innenarchitekturkonzepte
Musik und Medien-Student Christoph Beck übernimmt im September die Assisstenz der Geschäftsleitung bei der Interior Design Firma kplus konzept, die moderne Innenarchitektur auf allen Wahrnehmungsebenen, wie Geruch, Klang, Haptik und Oberflächeneffekten, entwickelt. Das Team aus Innenarchitekten, Produktdesignern, Grafikern und Kommunikationsspezialisten übersetzt die Werte und Visionen ihrer Kunden in Raumgestaltung und arbeitet dafür mit einer Vielzahl von unterschiedlichen Medien.

 

Tonpostproduktion für WDR-Sitcom
Dipl.Ing. Andrew Mottl ist Absolvent des Studiengangs Ton- und Bildtechnik und war jetzt für die Tonpostproduktion der WDR-Sitcom Die Mockridges - Eine Knallerfamilie verantwortlich.
Die erste Staffel der Serie um die Schauspieler-Familie wurde von Warner Bros. produziert und erzählt den ganz alltäglichen Wahnsinn von Bill Mockridge, Margie Kinsky und deren sechs Söhne. Folge 1 der wöchentlichen Sendung wird am 28. August um 21:45 Uhr im WDR ausgestrahlt. Die Serie ist  für Andrew Mottl nach Halbe Portionen, Grimmsberg sowie zwei Staffeln Sturmfrei eine erneute Zusammenarbeit mit Regisseur Martin Busker.

 

Premiere des 24Hz Festival
Jan Schneider, Dozent für Ensemble (Jazz/Pop/Experimentell), ist im August als Musikcoach zur ersten Ausgabe des 24hz Festivals eingeladen.
Das 24Hz Festival hat sich zum Ziel gesetzt, urbane Kultur und Medienkunst zu fördern, sichtbar zu machen und dabei den Fokus auf die Zwischenräume zu legen: urbane Kultur zwischen Jugendkultur und künstlerischer Avantgarde; interdisziplinäre Räume zwischen Installation, Projektion und Performance; Interkultur als urbane Normalität; internationale Begegnung junger KünstlerInnen miteinander und mit dem Kölner Publikum; intensive Kurzzeit-Experimentierstätte von NachwuchskünstlerInnen mit bereits etablierten Medien- und KunstmacherIinnen.
Im Rahmen des Festivals wird es die Uraufführung der Performance Routes to Employment geben, für die Jan Schneider als Bandcoach und musikalischer Leiter tätig ist.

 

„Die Studenten sollen hören lernen, nicht Knöpfe drücken“
Die Westdeutsche Zeitung berichtet über das Studium am IMM. Dieter Sieckmeyer schreibt in seinem Artikel:
"Die zunehmende Digitalisierung stellt immer neue Anforderungen an Künstler, die den beschwerlichen Weg ins Musik-Business gehen wollen. Darum beschränkt sich der Studiengang Musik und Medien nicht mehr auf die klassischen Inhalte. Die Fächer reichen von Musik und Text über Medienmanagement oder Medienkomposition bis zur Musikinformatik. Visual Music öffnet die Grenzen zwischen Hören und Sehen. Die Studierenden können selbst entscheiden, wo sie ihre Schwerpunkte setzen, bevor sie nach vier Jahren ihren Bachelor machen. An dem Master-Studiengang wird zurzeit noch gearbeitet."
Auch die beiden IMM-Professoren Dieter Falk und Werner Roth kommen in diesem Artikel zu Wort:
"Die Perspektiven nach dem Studium sind vielfältig. Werner Roth: 'Eine ganze Reihe unserer Absolventen ist in der Autoindustrie als Sound Designer beschäftigt.' Dabei geht es nicht nur um den optimalen Klang der Musikanlage. Motorengeräusche oder zufallende Pkw-Türen haben heute ihren ganz speziellen Sound. Aber auch bei Theatern oder Tonstudios sind die Multimedia-Experten gefragt. Roth: 'Die können nicht nur Technik, sondern auch eine Partitur mitlesen.' Bestens vorbereitet auf ein Leben für die und von der Musik."

 

Stipendien an der Cité Internationale des Arts in Paris
Ton und Bild-Student Aaron Jablonski und Musik und Medien-Student Gregor Keienburg haben beide ein Stipendium an der Cité Internationale des Arts zugesprochen bekommen. Im Rahmen der je dreimonatigen Künstlerresidenz bekommen sie ab Oktober 2015 die Möglichkeit in einem Atelier der Cité in Paris zu arbeiten und zu wohnen.
Die Cité Internationale des Arts beherbergt ca. 300 Bildende KünstlerInnen, MusikerInnen, KomponistenInnen, TänzerInnen, SchriftstellerInnen und Filmschaffende aus 50 verschiedenen Nationen und stellt ihnen Raum für die kreative Arbeit und die künstlerische Weiterbildung zur Verfügung.

 

Optimierung und Anpassung der Raumakustik einer Kirche
Ton und Bild
-Student Marcus Reineboth arbeitet im Rahmen seiner Bachelorarbeit an dem Thema Optimierung und Anpassung der Raumakustik einer Kirche am Beispiel der Basilika St. Margareta in Düsseldorf Gerresheim. Betreut wurde diese Arbeit von Prof. Dr.-Ing. Jörg Becker-Schweitzer und Dipl.-Ing. Christian Zimmerli.
Die Nachhallzeit von fast acht Sekunden soll dabei durch ein möglichst unauffälliges Akustikdesign und unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes signifikant reduziert werden. Für die Simulation der Raumakustik wurde das Simulationsprogramm RAVEN genutzt, das an der RWTH Aachen entwickelt wird. Somit war es auch möglich, binaurale Impulsantworten zu generieren, um dadurch den simulierten Raum per Kopfhörer wirklichkeitsgetreu hörbar zu machen.

 

Konzert mit den Hollywood-Komponisten Jeff Rona und Peter Gregson
Am 20. August sind die beiden Filmkomponisten Jeff Rona und Peter Gregson im Rahmen der Soundtrack Cologne sowie des c/o pop Festivals im kleinen Sendesaal des WDR zu hören. Visualisiert wird dieses Konzert durch die beiden Musik und Medien-Studenten Andreas Huck und Patrick Arnold sowie Andreas Kolinski, Dozent für Computergestützte Medienkomposition.
Andreas Kolinski spielt zudem am 21. August mit seinem Projekt Scheibenreiter/Kolinski (Jazzsick-Remixed) ein Doppelkonzert in der Reihe Live at Elektro Müller in Düsseldorf.

 

Music Production Workshop in Ruanda
Dipl-Ing. Andreas Stickel, Absolvent des Studiengangs Ton-und Bildtechnik, war drei Wochen in Ruanda, Afrika. Er unterrichtet dort Studierende im Media Designer Studiengang des Rwanda Media Project, das von der DW Akademie, der GIZ und dem Europäischen Filmzentrum Babelsberg unterstützt wird, im Fach Music Production. Neben den grundlegenden Lehrinhalten zu den Themen Schall, Akustik, Mikrofonierung, Tonnachbearbeitung, haben die Studierenden mit der Unterstützung von Andreas Stickel einen eigenen Song geschrieben, aufgenommen, editiert, gemischt und gemastert.
Im August erscheint auch das Album Evropi der Band Sea and Air, das Andreas Stickel aufgenommen und auf dem er Bass eingespielt hat, bei dem deutschen Label Glitterhouse Records.

 

Neues Album von Manteca
Jürgen Peiffer, Dozent für Drumset am IMM, veröffentlicht neue CD mit seiner Latin und Jazzband Manteca bei timezone records.
Jenseits vom Bossa-Nova-Cliché erwecken Manteca Brasil-Klassiker mit eigenen Interpretationen zu neuem Leben. Es entstehen poppig angehauchte, lässige brasilianische Musik, jazzig-funkige Sounds oder sphärisch anmutende Balladen, die nicht nur geschmackvolles Klangerlebnis schaffen, sondern eine Atmosphäre, der man sich nicht mehr entziehen möchte. Die Instrumental-Titel first cut und session tune, sowie der Gesangstitel ode to samba wurden komponiert von Bandleader, Arrangeur und Schlagzeuger Jürgen Peiffer und überzeugen durch die Liebe zu Klang und Detail und reihen sich organisch in die brasilianischen Originals ein. Die unverwechselbare, samtige Stimme von Sängerin Felicia Touré verleiht jedem Titel eine silberne Note und lässt das Album strahlen.

 

Martin Sasse in New York City
Im Rahmen des Filmprojekts Blue des Dokumentarfilmers Christoph Felder reist Martin Sasse, Dozent für Pop Keyboard / Jazz Piano am IMM, jetzt nach New York, USA. Dort trifft er viele bekannte Jazzmusiker zum Austausch und zu Interviews: Dennis Mackrel (Leiter der Count Basie Big Band), Vincent Herring (ehemaliger Saxophonist der Art Blakey Messengers Band), Steve Grossman (ehemaliger Miles Davis Saxophonist) und Dick Oatts (künstlerischer Leiter und Leadaltist der Village Vanguard Big Band).
Am 17. August spielt Martin Sasse ausserdem sein erstes Konzert in der Hauptstadt des Jazz im Kultclub Smalls in Manhattan. Das Ganze in einer Traumbesetzung: Peter Bernstein an der Gitarre und John Webber am Bass, beide spielen auch in Jimmy Cobbs Band Cobbs Mob, sowie Joe Farnsworth, der lange Zeit Drummer in Wynton Marsalis Band war.

 

Grandbrothers live auf der c/o pop
Die Ankündigung des Konzerts der grandbrothers am 22. August im Kleinen Sendesaal des WDR im Funkhaus Wallrafplatz im Rahmen der diesjährigen c/o pop in Köln:
"Erol Sarp und Lukas Vogel gründen die Grandbrothers 2011 während ihres Studiums am IMM in Düsseldorf. Inspiriert von Künstlern wie John Cage oder Alvin Lucier ist schnell klar, dass der Konzertflügel den Ausgangspukt für ihre Musik bildet. Während sich Erol Sarp vornehmlich auf das Klavier konzentriert, entwickelt sich Lukas Vogel musikalisches Interesse eher in eine elektronische und technische Richtung. Zusammen kreieren sie einen Sound, der klassische Klavierkompositionen mit elektronischer Klangästhetik und modernen Produktionsmitteln verbindet.
Nun erscheint das Debütalbum der beiden Düsseldorfer mit dem Titel Dilation. Es ist das Resultat von zwei Jahren Arbeit, in denen Erol und Lukas ihre Klangforschungen weiter in Richtung Minimal, Ambient, IDM und Techno trieben. Klassisch und innovativ, expressiv und emotional, dabei immer mit einem Bein auf den Tanzflächen der Clubs."

 

Karl-Sczuka-Förderpreis geht an Marc Matter
Letztes Jahr wurde nach einer langen Zusammenarbeit zwischen der Dichterin Dagmara Kraus und Marc Matter, Leiter des Studienschwerpunkts Musik und Text am IMM, der lyrische Geräuschtext Entstehung dunkel fertig gestellt, und vom Studio Akustische Kunst des WDR gesendet. Dafür bekamen die beiden nun den Karl-Sczuka-Förderpreis zugesprochen, der am 18. Oktober bei den Donaueschinger Musiktagen verliehen wird.
Der Hauptpreis geht an einen der wichtigsten Veteranen der akustischen Kunst, Gerhard Rühm, der im Dezember 2013 auch im BASISLAGER des IMM einen Vortrag hielt.

 

 

 

News aus den Studienschwerpunkten am IMM

 

Schwerpunkt Klassische Musikaufnahme:
IMM-Studierende bei dem diesjährigen Festival Junger Künstler Bayreuth
Das Festival Junger Künstler Bayreuth richtet sich an junge Musikerinnen und Musiker verschiedener Nationen und hat das Schaffen internationaler Begegnung sowie die künstlerische Bildung in Meisterkursen, Kammermusik-, Chor- und Orchesterprojekten zum Ziel. 
Auch in diesem August  nehmen Studierende der Studiengänge Ton und Bild und Musik und Medien an dem Toningenieur-Workshop im Rahmen des Festivals teil, das unter dem Motto Kultur: Krisenzeit. Frieden? steht. Dabei steht neben der Begegnung mit Musikern unterschiedlicher Nationen auch der Erfahrungsgewinn in allen Bereichen der E-Musik-Produktion im Mittelpunkt des Interesses. Die Koordination des diesjährigen Workshops wird von den IMM-Studierenden Nadine Minderjahn und Jonas Geyersberger übernommen. Insgesamt 21 Studierende des IMM nehmen in diesem Jahr teil.
Einen guten Eindruck über die Arbeit der Studierenden in Bayreuth vermittelt der im letzten Jahr von Matthias Kulow gedrehte Imagefilm über den Toningenieursworkshop in Bayreuth.

 

Schwerpunkt Medienkomposition:

Preis für das beste Sounddesign auf dem European Talent Award
Armin Badde und Raffael Seyfried, Studierende des Studiengangs Musik und Medien, haben mit ihrer gemeinsamen Arbeit nachhaltigen Eindruck beim European Talent Award, einem zentralen Event der Soundtrack_Cologne hinterlassen. Ihre Vertonung des Films Oma von Karoline Raeymaekers wurde von der international besetzten Jury für preiswürdig erachtet.
Die Komponisten Bruno Coulais (Die Kinder des Monsieur Mathieu), Aleksandr Pantykin (Musulmanin), Music Supervisorin Pia Hoffmann (Schoßgebete),  Musikjournalist Kai Löffler und Sounddesigner Oliver Achatz (3 Türken & ein Baby) sprachen Armin Badde den Preis für das beste Sounddesign zu, das "die Figuren und Schauplätze der Geschichte wirklich zum Leben erweckt. Sein Weg, Soundeffekte und Ambience zu kombinieren, lässt die Bilder atmen. Das Sound Design ist sehr organisch, gut ausgewogen, und erzählt die Geschichte auf überzeugende Art.“.
Raffael Seyfried erhielt eine Lobende Erwähnung für „eine fragile, effektvolle und ökonomische Komposition, die in perfekter Synchronität mit dem Sounddesign interagiert. Seine Musik unterstützt die Geschichte angenehm schlicht und sehr empfindsam."

 

Schwerpunkt Musikinformatik:
Rückblick
Im Lauf des Sommersemesters widmeten sich die Seminare einigen zentralen Themen der Musikinformatik. Mit der Zuschreibung von Bedeutung in formalen Systemen experimentierte eine interaktive Achtkanal-Klanginstallation, die zum 150. Todestag von George Boole die gesammelten Ergebnisse des vorausgegangenen Semesters mithilfe von vier Bit ansteuerte. Die Beschäftigung mit bitweiser Klangsynthese setzte diese Überlegungen auf der zeitlichen Ebene fort. Die gemeinsame Arbeit an der Sonifikation von archäologischen Artefakten war aufschlussreich und führte zu interessanten klanglichen Ergebnissen. Eine Fortsetzung der Lektüre von Ausschnitten aus Hegels Wissenschaft der Logik gab dann Einblick in den wichtigen Begriff des Mechanischen. Weiterhin zeigte ein Workshop zu den Möglichkeiten von neuen Instrumenten und Interfaces in der elektronischen Musik, wie der Umbau des Instruments selbst Teil der alltäglichen musikalischen Praxis werden kann. Das Semester schloss mit einem Konzert der Experimental-Combo, in der akustische und elektronische Instrumente in neuen Improvisationsformaten gemeinsam zur Geltung kommen.

 

Schwerpunkt Musik und AV-Produktion:
Audiovisuelle Langzeitbeobachtung
Im Mai 2016 findet das zweite Orchestertreffen der Liebhaberorchester NRW statt. Durch verschiedene Workshops können die teilnehmenden Musiker jeweils einen Teil des Abschlusskonzerts in Essen einstudieren. Die bereits jetzt beginnenden Vorbereitungen und die Veranstaltung selbst werden unter Leitung von Ton und Bild-Student Sören Klitzing filmisch begleitet. Am Ende des AV-Projektes werden ein beobachtender Dokumentarfilm und ein Konzertmitschnitt stehen.

 

Schwerpunkt Musik- und Medienmanagement:
Organisation einer Konzertaufzeichnung
Die Organisation einer Konzertaufzeichnung ist als Projekt mittlerer Komplexität zu kennzeichnen, das mit Methoden des Projektmanagements erfolgreich bewältigt werden kann. Die Studierenden im Vertiefungsmodul Musik- und Medienmanagement sollen lernen, die allgemeinen Projektmanagementtools auf die unterschiedlichsten Projektformen anzuwenden. Für die Vorbereitung einer professionellen Konzertaufzeichnung fallen diverse Sachaufgaben (u.a. Rechteklärung, Erstellung eines Regie- und Tonplans, Probenpläne, Erstellung eines technischen Konzepts, Gerätedisposition) an, welche zeitlich und organisatorisch in Form von Arbeitspaketen zu strukturieren sind. Eindeutige Kompetenzen und Kommunikationswege sowie realistische zeitliche Vorgaben sind wesentliche Faktoren für den Projekterfolg. Darüber hinaus gilt es im Vorfeld, die Projektziele zu definieren und die Risiken, welche den Projekterfolg potenziell gefährden können, zu analysieren. Eine gemeinsame Definition von Projektzielen und Risikoanalyse sind in der frühen Projektplanungsphase Möglichkeiten, um das aus rund einem Dutzend Personen unterschiedlicher Qualifikationen bestehende Projektteam zu motivieren. Die Projektleitung benötigt hierfür Kenntnisse der Gruppenmoderation, welche ebenfalls im Vertiefungsmodul vermittelt werden.

 

Schwerpunkt Musik und Text:
CD-Veröffentlichung von Armin Mieth
Motiviert von der ästhetischen Qualität von Foley-Samples und speziell solchen, die eine (para-) linguistische Ebene aufweisen, ist eine knapp einstündige Geräuschkomposition entstanden, die durch zusätzliche Melodiefragmente vom Synthesizer begleitet wird.
Der ehemalige Musik und Medien-Student Armin Mieth nutzte für das Stück konsequent den kompletten Inhalt einer Sample-Datenbank für Film-Sound (Foleys). Über den Verlauf der Komposition scheinen sich die Geräusche mehr und mehr Stimme und Sprache anzunähern, ohne aber konkret etwas zu erzählen – ein offenes Kunstwerk im besten Sinne. Mittlerweile ist dieses Stück akustischer Kunst bei dem Label Chocolate Monk auf CD erschienen, und Noise-Musik Legende Matt Krefting äussert sich auf der Labelwebsite folgendermassen: “Weirdly hypnotic, the kind of thing that lets your ears perk up to eagerly pick up detail while the rest of your body melts into the couch.”
Die Arbeit entstand im Projektmodul des Studienschwerpunkts Musik und Text.

 

Schwerpunkt Visual Music:
Visual Music Clips für die Grandbrothers
Wie lassen sich künstlerisch gestaltete Bildwelten mit der live performance einer Band zu einem Musikvideo kombinieren? Dieser Frage widmen sich die auf Visual Music spezialisierten Bewegtbildgestalter WARPED TYPE. Das Kollektiv, um die beiden Absolventen des Studiengangs Musik und Medien, Andreas Huck und Roland Nebe, sowie dem Ton und Bild-Absolventen Florian Breuer, realisierte eine Serie von Clips für das Duo Grandbrothers, die beide ebenfalls am IMM studiert haben.
Der Track Naive Rider feierte seine Videopremiere als Vorabveröffentlichung zum Debut-Album Dilation auf der Seite des britischen Musikmagazins FACT TV. Das Video zum Stück Arctica wurde vom US-amerikanischen Musikmagazin XLR8R präsentiert und unter anderem im renommierten Musikblog Stereogum rezensiert. Das für die Clips entstandene Bildmaterial kam wiederum als Visuals beim Releasekonzert im Düsseldorfer Salon des Amateurs und auf dem Contre-temps Festival in Strasbourg zum Einsatz.
Die Serie von insgesamt sechs Visual Music Clips entstand als Bachelorprojekt von Roland Nebe im Studienschwerpunkt Visual Music bei Prof. Dr. Heike Sperling.

 

Schwerpunkt Musikproduktion:
Silver Award bei der Student Recording Competition bei der 138. AES Convention
Bei dem weltweit wichtigsten Wettbewerb für Studierende der Audiobranche hat Ton und Bild-Student Johannes von Barsewisch mit seiner Produktion des Jazz / Hip Hop-Titels Do it all (Arbeitstitel Rise and shine) der Kölner Band Salomea-Project den 2. Platz belegt. Salomea-Project sind Rebekka Salomea-Ziegler (Gesang), Leif Berger (Drums), Jannis Angst (Keyboards), Olli Spielberger (Bass) und Nick Reinhartz (Perkussion), allesamt Studierende der Kölner Hochschule für Musik und Tanz.
Eine EP mit insgesamt sechs Songs wurde in der Tonregie 1 und im Studio 2 des IMM produziert und diente außerdem als Abschlussarbeit im Vertiefungsmodul Musikproduktion. Johannes von Barsewisch übernahm dabei Produktion, Aufnahme und Mischung. Als Tonassistenten arbeiteten die Studenten Lukas Lohner, Kai Schlegel und Daniel Langemann. Die Arbeit wurde von Prof. Werner Roth betreut.