22. November 2007

IMM Studio A 2.24

Ronald Steckel über Hörspiele

Das Hörspiel als Kunstform begleitet die Entstehung der Radio-

Technologie von Beginn an: die ersten Radio-Hörspiele stammen aus den 20er Jahren, damals oft noch als "akustische Reproduktion von Theater" konzipiert, aber dann mit Schallgeschwindigkeit, immer Schritt haltend mit der technischen Entwicklung, auf dem Weg der Emanzipa-

tion von allen Vorbildern: die gegenwärtigen internationalen Hörspiel-

produktionen umfassen alle denkbaren akustischen Darstellungs-

formen, von Musique Concrète-Kompositionen bis zum vor Mikrophonen inszenierten Shakespeare. Die Digitalisierung und die damit eröffneten digitalen Klangbearbeitungs-Möglichkeiten haben den Horizont in der Gegenwart noch weiter geöffnet: die Hörspielstudios und Klangwerkstätten sind als Labore zu denken, in denen das Repertoire akustischer Darstellungsformen unaufhörlich erweitert wird. Ronald Steckel, geboren 1945, hat die Entwicklung des Hörspiels in Deutschland seit den 80er Jahren als Hörspielmacher begleitet. Er schreibt/ komponiert/ inszeniert seine Hörstücke selbst und ist für seine Medienarbeit mit dem Förderpreis der Akademie der Künste ausgezeichnet worden. In seinem BASISLAGER-Vortrag wird er anhand eigener Stücke versuchen, die enorme Vielfalt und Spannweite zeitgenössischer Hörspielformen zu erläutern.

 

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