19. Mai 2011 17Uhr
IMM Studio A 2.24
Ronni Shendar über Medienkunst und elektronische Musikproduktion in Israel
Die komplexe Struktur der israelischen Gesellschaft und die Geschichte ihrer Gründung ergeben zusammen mit den gegenwärtigen politischen Konflikten ein schwieriges Puzzle aus Herausforderungen und sich entwickelnder Krise. Was bedeutet es für eine Künstlerin mit politischem Bewusstsein, unter diesen Gegebenheiten zu arbeiten? Und wie wirkt sich dieses Umfeld auf die kulturelle Schaffenskraft und die künstlerischen Abläufe aus? Die israelische Künstlerin Ronni Shendar ist Gründungsmitglied des c.sides-Festivals in Israel – ein nicht-kommerzielles internationales Festival für innovative elektronische Musik und kritische Medienkunst, und zugleich Plattform für die kritische Betrachtung sozialpolitischer Zusammenhänge. In ihrem Vortrag wird sie über die Entwicklung dieses und weiterer Projekte in Israel berichten und dabei die Auswirkungen beleuchten, die sich aus Krieg, Besatzung, Wirtschaft, Politik und internationalen Angelegenheiten für die persönlichen, künstlerischen und kulturellen Aussichten ergeben.
Ronni Shendar (geboren 1979) ist eine israelische Fotografin und Medienkünstlerin; ihre Videoarbeiten wurden unter anderem bei den Filmfestspielen in Cannes und im Jüdischen Museum in Frankfurt gezeigt. Derzeit tourt sie mit einer audiovisuellen live Performance gemeinsam mit dem deutschen Künstler und Musiker Glitterbug rund um den Globus. Im Jahr 2004 gründete Shendar zunächst das Daila, ein kulturübergreifendes Zentrum für unabhängige Kunst in Jerusalem, und dann 2005 das c.sides-Festival mit eigenem Label und Plattform. Shendar pendelt zwischen Israel und ihrem Kölner Studio.

