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26. April 2012 17 Uhr

IMM Studio A 2.24

Kai Blankenberg über Mastering

In seinem Vortrag legt Kai Blankenberg die Möglichkeiten, die Notwendigkeiten aber auch die Grenzen des Masterings dar:

  • - Was sind die Anforderungen ans Mastering?
  • - Was kann und muß der Masteringprozeß leisten?
  • - Wie kämpfe ich den Lautstärkenkrieg richtig?
  • - Wo fängt das Mastern an und wo hört das Mischen auf?
  • - Für wen und was wird gemastered? MP3 vs. Vinyl oder Handylautsprecher vs. Club.

Kai Blankenberg arbeitet seit 20 Jahren in Tonstudios und konzentriert sich seit 12 auf das Mastering. Dabei masterte er unter anderem Alben für Silbermond, Sportfreunde Stiller, Beatsteaks, Guano Apes, Juli, BAP, Kim Wilde, Konstantin Wecker und Revolverheld.
Seit 2004 ist er Besitzer der renommierten Skyline Tonfabrik.

 

24. Mai 2012 17 Uhr

IMM Studio A 2.24

Felix Ensslin über Lacan als Erbe Kants: Freiheit und Ästhetik

Der Bezug zwischen Lacan und Kant ist oft und zurecht am Gegenstand der Moralphilosophie analysiert worden: Kant avec Sade. Hier soll ein anderer Versuch unternommen werden, nämlich diesen Bezug anhand der Ästhetik zu denken. Das reflektierende Urteil Kants, als das Urteil, das sein Gesetz erst sucht und nicht die Phänomene, die uns begegnen unter schon gedachte Gesetze subsumiert, ist oft als Ausgangspunkt für moderne Reflektionen über den Zusammenhang von Ästhetik und dem Politischen genommen worden. In ihm artikuliert sich unsere Begegnung mit einem Anderen, denn ein reflektierendes (oder enger: ein ästhetisches) Urteil kann nur am Gegenstande seinen Ausgang nehmen. In ihm artikuliert sich aber auch unsere Freiheit, denn die dem Ästhetischen eigentümliche Lust bezeugt eine Unbestimmtheit und damit Freiheit. Trotz der Kritik am Transzendentalen seit Schiller und Hegel hat es immer wieder Versuche gegeben, dieses Erbe der ästhetischen Freiheit dennoch für die Ortsbestimmung der Gegenwart handhabbar zu halten. Das ist auch notwendig, soll der Gegenstand der Ästhetik – die Konstruktion der Wahrnehmung und damit die Bestimmung der Kunst – nicht ihren Bezug zum Allgemeinen verlieren. Der Vortrag wird untersuchen, ob nicht gerade die Psychoanalyse Lacans dieses Paradox der Gleichzeitigkeit der Kritik am Transzendentalismus und der Aufrechterhaltung des Bezugs zum Allgemeinen im ästhetischen Urteil produktiv denken kann.

Prof. Dr. Felix Ensslin ist Inhaber des Lehrstuhls für Ästhetik und Kunstvermittlung an der Akademie für Bildende Künste, Stuttgart. Er hat zahlreiche Austellungen und Theaterprojekte verwirklicht und ist Mitherausgeber der Reihe Subjektile im Diaphanes-Verlag und Gründungsmitglied der Gruppe pli-Psychoanalyse nach Lacan in München, Hamburg, Paris, Stuttgart. Er veröffentlichte zahlreiche Beiträge zur Subjekttheorie und -philosophie, zur Ästhetik und zur zeitgenössischen Kunst.

 

28. Juni 2012 17 Uhr

IMM Studio A 2.24

Matias Aguayo über sein Label Cómeme und dessen Entstehung

Das Plattenlabel Cómeme entstand vor einigen Jahren aus dem Zusammenhang mehrerer in Südamerika ansässiger Musiker und DJs, die gemeinsam Straßenparties in Städten wie Buenos Aires oder Santiago de Chile veranstalteten und die dabei entstehende Musik einem breiteren Publikum über das Netz zugänglich machen wollten. Mittlerweile veröffentlicht das Label auf Vinyl, geht mit seinen Künstlern auf Tour, hat ein enges Band zur Musikszene in Köln und anderen Orten in Europa geschaffen, und sich als Plattform für zeitgenössische Dancemusic, die vornehmlich von der Südhalbkugel kommt, etabliert.
Über Entstehung, Erfahrungen, Schwierigkeiten und deren Lösung wird Labelmitbegründer Matias Aguayo erzählen.
Matias Aguayo, in Santiago de Chile geboren und in Deutschland aufgewachsen, ist Sänger, Musikproduzent und DJ. Als Kind der Kölner Elektronikszene begann er Ende der 90er Jahre seine eigene Musik zu veröffentlichen, mehrere Alben und zahlreiche EPs auf den Labels Kompakt (Köln) und Souljazz (London). Sein Leben führte ihn quer durch Lateinamerika und seine Touren über den ganzen Globus. Zur Zeit hält er sich vorübergehend in Berlin auf.

 

Archiv

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