Klassische Musikaufnahme

Im Schwerpunkt Klassische Musikaufnahme erlernen die Studierenden die künstlerische Klanggestaltung von E-Musik und Sprache auf Tonträgern. Dabei werden die Mikrofonauswahl und ihre Positionierung, Abmischung, Schnitt sowie der selbstverständliche Umgang mit den aktuellen Technologien die Basis der Lehre sein. Die Entwicklung eines geschulten Gehörs und das Gespür für künstlerisch hochwertige Klangbilder stehen im Vordergrund. Darüber hinaus soll Aufnahmepsychologie und eine Urteilsfähigkeit hinsichtlich spieltechnischer und interpretatorischer Aspekte der klassischen Musik vermittelt werden. Im Seminar von Benno Müller vom Hofe werden Kenntnisse in der Hörspielproduktion erlangt.

 

Kammermusikproduktion mit historischer Bassklarinette

Im Laufe der vergangenen zwei Semester entstand an der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf eine Kammermusikproduktion, deren Ziel es war, die kürzlich restaurierte, historische Bassklarinette der Fachwelt und anderen Interessenten vorzustellen.
Prof. Kerstin Grötsch spielte das historische Instrument aus der Werkstatt von Johann Simon Stengel, das nach Ihren Recherchen einst bei der Erstaufführung von Richard Wagners Tristan und Isolde in Bayreuth verwendet wurde. In Zusammenarbeit mit Thorsten Kuhn (Studiengang Ton und Bild), der die Funktion des Tonmeisters übernahm, entstanden zwei Aufnahmen im Partika-Saal und in der Partika-Tonregie.
Zum einen wurde die Komposition Le Rêve d´Orphée von Prof. Manfred Trojahn, die 2013 anlässlich der feierlichen Präsentation dieser besonderen Bassklarinette geschrieben wurde, sowie die Arie des Marke aus Tristan und Isolde in einer Besetzung für Klavier, Gesang und Bassklarinette in A produziert. Prof. Frank Zabel übernahm hierbei den Klavierpart, Thorsten Grümbel, Sänger an der Oper Düsseldorf, sang die Partie des König Marke.
Es entstand ein Tondokument, das die Klangfarbe der Bassklarinette in A, wie sie Wagner vorschwebte, erlebbar macht. Interessant ist hierbei auch der Aspekt, dass die Bassklarinette in A nach dem 2. Weltkrieg nicht mehr gebräuchlich war und ihr Klang daher auch nicht mehr im heutigen Orchester präsent ist. Die historische Bassklarinette in A der Robert Schumann Hochschule ist die bis dato weltweit älteste erhaltene, spielbare ihrer Art.
Die Aufnahmen erhielten von der Fachwelt auf einem Klarinetten-Symposium in Leipzig im Februar 2014 ein sehr positives Echo, wo sie von Prof. Kerstin Grötsch vorgestellt wurden.

 

Antonin Dvorak – Streichquartett Es-Dur op. 51

Im Rahmen des Vertiefungsmoduls Klassische Musikaufnahme wurden am 10. Februar 2014 zwei Sätze aus Antonin Dvoraks Streichquartett Es-Dur op. 51 im Partika-Saal der Robert Schumann Hochschule produziert.
Die vier Studierenden der RSH, Sebastian Gäßlein (1. Violine), Tanja Bachmann (2. Violine), Ecehan Tanyolaç (Viola) und Roland Falknitsch (Violoncello), nahmen sich einen Tag Zeit, um mit einem Team des IMM die beiden Sätze bestmöglich aufzunehmen.
Unter der Betreuung von Christian Schmitt, Dozent für Künstlerischen Audio-Schnitt, wirkten Thorsten Kuhn und Robert Schwering (Tontechniker), Simon Kouker (Tape-Operator), Nicolas Neteler (Toningenieur) und Fabian Rosenthal (Tonmeister, Schnitt) mit.
Zu hören ist hier der zweite Satz des Quartetts: Dumka (Elegie). Andante con moto - Vivace.

 

Peter Iljitsch Tschaikowsky – 5. Sinfonie (1. Satz)

Am 17. November 2013 schnitt eine Gruppe des Vertiefungsmoduls Klassische Musikaufnahme mit dem Ü-Wagen des IMM ein Konzert des Jugendsinfonieorchesters der Rheinischen Musikschule Köln in der Musikhochschule Köln mit. Neben Werken von Pjotr Iljitsch Tschaikowsky (Sinfonie Nr. 5 op. 64 in e-Moll, Nocturne op. 19 für Violoncello und Orchester) wurden Werke von Aram Khachaturian und Giuseppe Verdi gespielt.
Das Team, das von Christian Schmitt, Dozent für Künstlerischen Audio-Schnitt, betreut wurde, bestand aus Kai Detlefsen (Tonmeister), Jeff Schiltz (Toningenieur), Thomas Stanger (Tape-Op), Philipp Reimann (Tontechniker), Fabian Haupt (Tontechniker) und Nicolas Neteler (Tontechniker).

 

Jacques Ibert – Trois pièces brèves

Am 4. Oktober 2012 wurden im Rahmen des Studienschwerpunkt Klassische Musikaufnahme im Partika-Saal der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf die Trois pièces brèves von Jacques Ibert aufgezeichnet. Die drei Stücke wurden von Studierenden der Robert Schumann Hochschule und der Folkwang Universität der Künste interpretiert: Clara Geuchen (Oboe), Katharina Mücke (Flöte), Kristina Marzi (Klarinette), Pietro Aimi (Fagott) und Alexander Wening (Horn). Dieses Quintett ist ausserdem Preisträger des Schmolz&Bickenbach Wettbewerbs und tritt unter dem Namen Aimi Quintett auf.
Für die Aufnahme des Konzerts zeichnen die IMM-Studierenden Florian Schmidberger (Tape-Op), Christine Marzi (Toningenieur) und Charel Bourkel (Tonmeister, Schnitt) verantwortlich.

 

Der Ausweg

Musik, Sounddesign und die Mischung der Hörspielumsetzung des Romanauszugs Der Ausweg aus dem Roman Ruhm von Daniel Kehlmann stammen von IMM-Student Hanno Poths. Die Sprachaufnahmen entstanden in den Hörspielstudios des WDR Köln im Rahmen des Seminars von IMM-Dozent Benno Müller vom Hofe, der auch für die Hörspielbearbeitung verantwortlich zeichnet.
Der erfolgreiche Schauspieler Ralf Tanner verliert mehr und mehr den Bezug zu seinem Leben und sehnt sich in eine bürgerliche Existenz. Als ein Imitator vollends dessen Rolle einnimmt, scheint der eigentliche Ralf Tanner einen Ausweg gefunden zu haben.
Dramaturgisches Sounddesign und musikalisch angelegte Klangcollagen verleihen der Produktion eine mysteriöse, spannende Atmosphäre.