Musik- und Medienmanagement

Im Schwerpunkt Musik- und Medienmanagement erlernen die Studenten strategische Möglichkeiten um sich in einem intensiven Wettbewerb in den Medien behaupten zu können und Unternehmen betriebswirtschaftlich analysieren und führen zu können. Die Planung, Kalkulation und Organisation von Medienprojekten gehört ebenso zum Lehrplan wie die Erstellung eines Businessplans zur Vorbereitung von Existenzgründungsvorhaben.

 

The Efficiency Rumor

Mounir Mahmalat, Absolvent des Bachelor-Studiengang Musik und Medien, veröffentlicht am 10. April seine im Schwerpunkt Musik- und Medienmanagement und an der Northeastern University in Boston, USA, in 2010 erstellte Studie über einen Effizienzvergleich deutscher und amerikanischer Opernhäuser im Arts Management Newsletter des Arts Management Networks. Der Titel dieser Arbeit lautet, The Efficiency Rumor - Do US-American Opera Houses Operate More Efficiently Than German Ones? - Economic Analysis and Comparison of Twelve German and American Opera Houses. Die Studie versucht eine Antwort auf die Frage zu geben, ob und in welchem Bereich sich deutsche Opernhäuser im Bezug auf ein effizientere Ressourcenverwertung ein Beispiel an amerikanischen nehmen können.

 

Businessplan: Kurzfilmvermarktung

Die IMM Studenten Julian Martinz, Sebastian Heuckmann und Stefan Haupt (alle Musik und Medien) haben für das Vertiefungsmodul Musik- und Medienmanagement einen Businessplan für ein Unternehmen erstellt. Dieses verbindet Kurzfilmvermarktung auf kostenlosen Onlineportalen mit einem Finanzierungsmodell, bei dem hohe Beträge durch viele kleinere Einzelbeträge mehrerer Investoren erzielt werden (sog. Crowdfunding). Die Entstehung und Auswertung von Kurzfilmen werden dadurch enger mit dem Zielpublikum verbunden. Inhalte des Businessplans waren hierbei unter Anderem Analysen des Marktes der Video- und Crowdfundingportale, die Überprüfung von Urheberrechtsfragen im Internet und Kalkulationen über mehrere Jahre für ein solches Unternehmen. Während der Ausarbeitung des Konzeptes wurden sie von Prof. Dr. Ulrich Klinkenberg und RA Stephan Benn beraten.

 

Businessplan: Lokaljournalistische Nachrichtenplattform

Der Wandel der Medienlandschaft hat auch die Nachrichtenbranche erreicht. In seinem Businessplan beschreibt Sebastian Bickert, Student im Bachelorstudiengang Ton und Bild, eine Geschäftsidee, die dort ansetzt, wo heutzutage der Onlinejournalismus lokaler Tageszeitungen endet. Es werden Informationen und Unterhaltung in multimedialer Form für definierte Zielgruppen, z.B. Bewohner einer Stadt, angeboten, für die Kunden bereit sind, eine monatliche Gebühr in Form eines Abonnements zu bezahlen. Bei dem Produkt steht der Inhalt im Vordergrund und nicht das Verbreitungsmedium. Das heißt, der Nutzer kann die ihm exklusiv über das Internet bereitgestellten Inhalte auf allen ihm zugänglichen Endgeräten konsumieren. Durch technische Innovationen sowie durch Änderung des Medienkonsums und Nutzungsverhaltens tun sich in dieser Zeit ungeheure Potenziale auf, die in dieser Arbeit aufgezeigt werden. Über die ständige Verfügbarkeit, Multimedialität und Ausrichtung auf die Bedürfnisse des Nutzers differenziert sich das Produkt von bestehenden Angeboten lokaler Zeitungshäuser. Trotz hoher journalistischer Qualität kann das Produkt zu einem im Vergleich zur Tageszeitung günstigen Preis angeboten werden, da Druck- und Vertriebskosten entfallen. Das Geschäftsmodell kann auf andere Bereiche des Journalismus ausgeweitet werden und durch überschaubaren Aufwand vielerorts etabliert werden.
Der Businessplan entstand in der Lehrveranstaltung Existenzgründung und wurde von Prof. Dr. Ulrich Klinkenberg betreut.