Visual Music

Im Schwerpunkt Visual Music werden die Kompetenzen für audiovisuellen Gestaltungsprinzipien und -techniken bei der Visualisierung von Ton/ Musik im Hinblick auf die praktische Umsetzung (z.B. als Musikvideo, VJ Set, Installation, Computerspiel/ -applikation oder Internetanwendung) vermittelt.

Die Studierenden nutzen in ihren Projekten Konzeption und Gestaltung der Ton- und Bildebene als Ausdruck einer eigenständigen künstlerischen Haltung.

Visualisierungen von Musik stehen im Spannungsfeld zwischen Medienkunst und Clubkultur, in dem sich die Frage nach Kunst, Dienstleistung, Club- oder Hochkultur nicht mehr stellt. Die scharfe Abgrenzung zwischen Audio und Video verschiebt sich. Und seitdem die neuen Medien Realtime-Abstimmungsprozesse zwischen Bild und Ton erlauben, formieren sich immer mehr audiovisuell arbeitende Teams oder arbeiten Einzelpersonen selbst audiovisuell.

Weitere Informationen zu diesem Genre bietet das Visual Music Archive.

 

Gestalt

Gestalt ist der Versuch von Gregor Keinenburg, musikalische Reihentechnik auf die Komposition von Bewegungsfolgen zu übertragen. Die Herausforderung besteht unter anderem darin, Bewegungen zu erfinden, die sowohl vorwärts, rückwärts als auch auf den Kopf gestellt ausführbar sind und dabei eine bestimmte, ästhetische Qualität bewahren. Die Spiegel reflektieren das Verhältnis der vier Gestalten einer Reihe, die jeweils Spiegelungen voneinander sind.
Der besonderer Dank von Gregor Keinenburg gilt Eva Be für die tänzerische Unterstützung sowie Prof. Ulla Barthold für die großartige Hilfe in der Lichtgestaltung.

 

Eigendynamik

Die Klangskulptur Eigendynamik von Lukas Reichert stellt ein ein dynamisches System dar, das durch ein simuliertes Feedback entsteht.
Das Stahlblech wird durch die Rotation eines Motors in Schwingung versetzt, die über ein Mikrofon aufgenommen wird. Dieses Signal wird von einem Computer analysiert und interpretiert. Die Amplitude der Schwingung bestimmt die Bewegung des Blechs, die Visualisierung auf diesem, als auch die Patternstruktur des Motors. Die Visualisierung ist eine reine Wellenformdarstellung in Echtzeit und während der Ruhephasen verschiebt sich die Visualisierung mit einer Intensität, die in direktem Verhältnis zur vorigen Lautstärke steht. Ebenso aus der Amplitude errechnet der Computer die Dauer der nächsten Schwing- und Ruhephase. Auf ein lautes Signal folgt eine eher kürzere Phase, auf ein leises eine längere.

 

Doppelpendelmusik

Doppelpendelmusik, eine audiovisuelle Installation von Johannes Leppkes, beschäftigt sich mit dem Sehen und Hören von Bewegung im Raum. Im Dunkeln macht eine LED das Schwingen eines Doppelpendels als klangerzeugendes Element sichtbar. Klang und Bewegung des Klanges werden über eine Surround-Anlage in den Raum übertragen.
Die Arbeit entstand im Vertiefungsmodul Visual Music 2 und wurde von Prof. Dr. Heike Sperling und Andreas Kolinski betreut.

 

Shifting

Die Studie Shifting von Julian Priessen umfasst mehrere experimentelle Videoclips, deren Inhalt im Wesentlichen aus drei Teilen besteht: Videomaterial, Bildstruktur und Audiomaterial. Diese werdene durch Bewegung, Reorganisation und freie Assoziation in Bezug zueinander gesetzt. Sie sind gleichberechtigt und erst durch Interaktion rückt mal das Videomaterial, mal die Struktur und mal das Audiomaterial in den Fokus. Die Clips erhalten so eine weitere Ebene, die gestaltet werden kann: Die Beziehung der Bestandteile zueinander. Diese konkurrieren jedoch nicht um Aufmerksamkeit, sondern funktionieren miteinander. Kein Element folgt den Anderen. Stattdessen haben sich alle Ebenen parallel zueinander entwickelt und treten als Gesamtwerk auf. Schon vor dem eigentlichen Kompositionsprozess sollten deshalb sowohl Audio- als auch Videomaterial die gleiche Rauheit, den gleichen Grundcharakter mitbringen.
Ziel der Arbeit war es, einen Teil der Möglichkeiten, die dieses Kompositionsprinzip bietet, zu erforschen.
Julian Priessen dankt Peter Thoma.

 

Videoflyer für 5. Visual Music Nacht

Für die 5. Visual Music Nacht des IMM im Salon des Amateurs in Düsseldorf am 20. Februar 2015 gestalteten die Studierenden des Basismoduls Visual Music, Lucas Grey, Juliane Blum, Rebecca Himmerich, Sebastian Heidelberg, Valentin Link und Ekaterina Panteeleva, jeweils ein Plakat mit passendem Videoflyer. Der Track Howlin Lupus der Producerin und DJ Lena Willikens (Coméme), Stargast des Abends, bildete den Ausgangspunkt und die Grundlage für die Animationen der Studierenden.
Die Videoflyer wurden in der Lehrveranstaltung Musikvisualisierung im Bewegten Bild bei Tim Fehske und die Plakate für die Visual Music Nacht in der Lehrveranstaltung Musikvisualisierung im Stillen Bild bei Christian Schäfer entworfen.
Elemente der Plakate bzw. der Videoflyer sind ebenfalls die Grundlage für die Live Visuals der Studierenden während der Party.