Visual Music
Im Schwerpunkt Visual Music werden die Kompetenzen für audiovisuellen Gestaltungsprinzipien und -techniken bei der Visualisierung von Ton/ Musik im Hinblick auf die praktische Umsetzung (z.B. als Musikvideo, VJ Set, Installation, Computerspiel/ -applikation oder Internetanwendung) vermittelt.
Die Studierenden nutzen in ihren Projekten Konzeption und Gestaltung der Ton- und Bildebene als Ausdruck einer eigenständigen künstlerischen Haltung.
Visualisierungen von Musik stehen im Spannungsfeld zwischen Medienkunst und Clubkultur, in dem sich die Frage nach Kunst, Dienstleistung, Club- oder Hochkultur nicht mehr stellt. Die scharfe Abgrenzung zwischen Audio und Video verschiebt sich. Und seitdem die neuen Medien Realtime-Abstimmungsprozesse zwischen Bild und Ton erlauben, formieren sich immer mehr audiovisuell arbeitende Teams oder arbeiten Einzelpersonen selbst audiovisuell.
Weitere Informationen zu diesem Genre bietet das Visual Music Archive.
Quantum
Am 10. Februar 2012 wurde das Visual Music Projekt Quantum von Florian Breuer im Studio 1 des IMM zum ersten Mal aufgeführt. Quantum inszeniert Beethovens letzte Sonate Nr. 32 C-Moll in einem audiovisuellen Konzert für Klavier und Projektor. Gespielt wurde die Sonate von Frank Märkel. Die Projektionen unterstreichen die Dramaturgie des Stückes und setzen sich mit den Gedanken hinter der Komposition auseinander. Dafür wurde von Florian Breuer mittels Partituranalyse der Projektionsinhalt entwickelt und live auf den Konzertflügel projiziert.
Die Arbeit wurde im Rahmen der Abschlussprüfung Visual Music 2 von Andreas Kolinski und Prof. Dr. Heike Sperling betreut.
Plakate für IMM Visual Music Abend
Zum zweiten Mal fand am 18. Januar 2012 im Rahmen der Cologne Music Week der Visual Music Abend des Instituts Fuer Musik Und Medien statt. Dieses Jahr in Zusammenarbeit mit dem legendären Kölner Plattenladen und Label a-musik.
Aus den vielen unterschiedlichen Plakaten wurde schließlich ein Entwurf von Simon Stimberg gemeinsam ausgewählt und gedruckt. Die visuelle Raumgestaltung am Abend selbst übernahmen Andreas Huck, Florian Zeeh und Lilong Li.
Hurdy Gurdy
Hurdy Gurdy ist eine Visual-Music-Installation. Sie besteht aus einem Raum, in dem drei zu Projektoren und Klangerzeugern umgebaute Plattenspieler jeweils auf einem Sockel stehen. Die drei Einheiten erzeugen im Zusammenspiel eine im weiteren Sinne algorithmische Klang- und Bildkomposition, welche mit Lupen auf die Wand übertragen und mit Lautsprechern verstärkt wird. Durch die Synchronität von Klängen und Bewegungen werden Bild und Ton verknüpft, während die Asynchronität der drei Einheiten untereinander eine ständige Veränderung der Komposition bewirkt. Visuelle Komplexität wird durch die gleichmäßige Überlappung der Projektionen erreicht. Ziel des Projektes war es, einen Automaten zu entwickeln, der mit mechanischen Mitteln Lichtbewegungen und Klänge verursacht und auf diese Weise ein endloses audiovisuelles Konzert spielt. Durch die einfache Nachvollziehbarkeit der Konstruktion und die Sichtbarkeit der Ton- und Bilderzeugung sollte ein Eindruck von Präsenz und Unmittelbarkeit erzielt werden.
Typographie, Bildkomposition, Layout
Anhand von Beispielen aus der Praxis werden in der Lehrveranstaltung Typografie, Bildkomposition, Layout in den beiden Bachelorstudiengängen Musik und Medien und Ton und Bild durch IMM Dozent Christian Schäfer Grundlagen der Gestaltung vermittelt.
Durch praktisches und experimentelles Arbeiten sowie durch Sprechen über Design werden diese Grundlagen verinnerlicht. Ziel ist, die Fähigkeit zur Beurteilung von Gestaltung und zur Darstellung von Ideen und Anforderungen zu verbessern.
Die Studierenden erfahren wie und warum Musik und Gestaltung miteinander kommunizieren und sich bestenfalls ergänzen. Zu selbst gewählten Musikstücken wird der Einsatz von Typografie, Farbe und Bildern in praktischen Arbeiten angewendet. Hier eine kleine Auswahl der entstandenen Entwürfe aus dem Wintersemester 2011/12.
Movie Log
Die Arbeit Movie Log von Armin Mieth entstand in der Lehrveranstaltung Musikvisualisierung im Bewegten Bild bei IMM Dozent Tristan Thönnissen. Armin Mieth wählte einzelne Standbilder aus Spielfilmen, die er im Zeitraum eines Jahres gesehen hat. Die Bild- und Tonfragmente behalten die Chronologie seines Filmschauens bei. Die Idee des Clips folgt einer fast maschinenhaften Strenge, wobei die Auswahl der Schnipsel intuitiv erfolgte. Als Gewinn aus dieser Arbeit sieht Armin Mieth vor allem die Zusammenfassung seiner Lieblingsfilme. In dieser Collage schaft er jedoch auch eine eigenständige Position, eine neue Perspektive auf das Material dieser Filme.
