Visual Music

Im Schwerpunkt Visual Music werden die Kompetenzen für audiovisuellen Gestaltungsprinzipien und -techniken bei der Visualisierung von Ton/ Musik im Hinblick auf die praktische Umsetzung (z.B. als Musikvideo, VJ Set, Installation, Computerspiel/ -applikation oder Internetanwendung) vermittelt.

Die Studierenden nutzen in ihren Projekten Konzeption und Gestaltung der Ton- und Bildebene als Ausdruck einer eigenständigen künstlerischen Haltung.

Visualisierungen von Musik stehen im Spannungsfeld zwischen Medienkunst und Clubkultur, in dem sich die Frage nach Kunst, Dienstleistung, Club- oder Hochkultur nicht mehr stellt. Die scharfe Abgrenzung zwischen Audio und Video verschiebt sich. Und seitdem die neuen Medien Realtime-Abstimmungsprozesse zwischen Bild und Ton erlauben, formieren sich immer mehr audiovisuell arbeitende Teams oder arbeiten Einzelpersonen selbst audiovisuell.

Weitere Informationen zu diesem Genre bietet das Visual Music Archive.

 

OBJECTS

Im Mittelpunkt des Stop-Motion Clips OBJECTS von Sabrina Groß stehen die geometrischen Formen Kreis und Rechteck und ihr abstrakter Kampf gegeneinander. Die elektro-akustische Musik verleiht den Formen einen eigenen Charakter; akustische Klavierklänge verbinden sich mit dem Kreis, während der synthetische, digital generierte Sound für die Rechtecke diese kontrastiert. Ein Drama voll Sehnsucht, Macht, Kampf und Veränderung entsteht. Kreis gegen Rechteck. Akustisch gegen synthetisch.
Die Arbeit entstand im Vertiefungsmodul Visual Music 2 und wurde von Prof. Dr. Heike Sperling und Andreas Kolinski betreut.

 

STAHL GLAS STROM

Im Rahmen der Klangkunstausstellung im Künstlerhaus Dortmund zeigte Florian Zeeh seine Installation STAHL GLAS STROM, die im (fast) Dunklen nicht müde wird, Klänge, Schatten und Rhythmen zu produzieren. Drei, ununterbrochen um sich selbst kreisende Glaszylinder, angetrieben von kuriosen Maschinen, werfen Stahlkugeln umher. Manchmal interveniert ein Magnet. Das in der Zukunft liegende Bersten des Glases, das Rosten des Stahls und die Urgewalten, die in ferner Vergangenheit die Materialien zum Vorschein brachten, existieren in diesem Raum gleichzeitig. Klack, Kullerkuller, Kliack.

STAHL GLAS STROM entstand im Rahmen des Projektmoduls im Bachelorstudiengang Musik und Medien unter der Leitung von Prof. Dr. Heike Sperling.

 

Neon

Dieses Video dokumentiert die im Februar 2014 ausgestellte Rauminstallation Neon von Patrick Arnold. Im Fokus der Arbeit stehen vier Leuchtstoffröhren, die gleichzeitig treibende Kraft als auch Rahmengeber der Installation sind. Der Betrachter erfährt die Wirkung dieser Röhren im Verbund mit ihrem analogen, wie auch digital bearbeiteten Surround-Sound im Bezug auf die subjektive Raumwahrnehmung.
Die Arbeit entstand im Vertiefungsmodul Visual Music und wurde von Andreas Kolinski und Prof. Dr. Heike Sperling betreut.

 

Beauty of the darkness

Beauty of the Darkness ist die persönliche Abrechnung von Stephan Telaar mit Versagen und Perfektionismus. Der Clip hat das Akzeptieren der Unvollkommenheit und die Suche nach dem Schönen im Unbekannten zum Thema. Er ist zugleich Versuch und Irrtum. Manche Dinge offenbaren ihre wahre Schönheit eben nur, wenn sie in ungewöhnlichen Art und Weise betrachtet werden.
Die Arbeit ist ein Experiment, das sich mit dem kreativen Prozess aus einer metaphorischen Perspektive beschäftigt.
Beauty of the Darkness
entstand im Rahmen des Projekt
moduls im Bachelorstudiengang Musik und Medien unter der Leitung von Prof. Dr. Heike Sperling.
Musik und Sounddesign von Julian Scherle.

 

av@ar

Die interaktive und audiovisuelle Installation av@ar stellt die Beziehung zwischen der eigenen Person und ihrer medialen Reflexion in den Mittelpunkt des Erlebens. Im geschlossenen Kreislauf können Kontrolle, Abhängigkeiten und ästhetische Bezugsebenen interaktiv und mit dem gesamten Körper erfahren und gesteuert werden. Ein Katalog an Emotionen dient hierbei als audiovisuelles Kommunikationsmaterial und stößt zur Reflexion über den systematischen Einsatz von Gefühlen an. Der Tanz mit dem medialen Spiegel eröffnet somit einen Erfahrungsraum im Spannungsfeld zwischen  dem nichtdigitalen und dem digitalen Ich – dem eigenen Avatar.
av@ar entstand im Rahmen der Diplomarbeit von Manfred Borsch bei Prof. Dr. Heike Sperling und Prof. Dr. Karin Welkert-Schmitt. Musik: Johannes M. Arend. Konzept und Realisation: Manfred Borsch.