Visual Music

Im Schwerpunkt Visual Music werden die Kompetenzen für audiovisuellen Gestaltungsprinzipien und -techniken bei der Visualisierung von Ton/ Musik im Hinblick auf die praktische Umsetzung (z.B. als Musikvideo, VJ Set, Installation, Computerspiel/ -applikation oder Internetanwendung) vermittelt.

Die Studierenden nutzen in ihren Projekten Konzeption und Gestaltung der Ton- und Bildebene als Ausdruck einer eigenständigen künstlerischen Haltung.

Visualisierungen von Musik stehen im Spannungsfeld zwischen Medienkunst und Clubkultur, in dem sich die Frage nach Kunst, Dienstleistung, Club- oder Hochkultur nicht mehr stellt. Die scharfe Abgrenzung zwischen Audio und Video verschiebt sich. Und seitdem die neuen Medien Realtime-Abstimmungsprozesse zwischen Bild und Ton erlauben, formieren sich immer mehr audiovisuell arbeitende Teams oder arbeiten Einzelpersonen selbst audiovisuell.

Weitere Informationen zu diesem Genre bietet das Visual Music Archive.

 

Videoflyer für 5. Visual Music Nacht

Für die 5. Visual Music Nacht des IMM im Salon des Amateurs in Düsseldorf am 20. Februar 2015 gestalteten die Studierenden des Basismoduls Visual Music, Lucas Grey, Juliane Blum, Rebecca Himmerich, Sebastian Heidelberg, Valentin Link und Ekaterina Panteeleva, jeweils ein Plakat mit passendem Videoflyer. Der Track Howlin Lupus der Producerin und DJ Lena Willikens (Coméme), Stargast des Abends, bildete den Ausgangspunkt und die Grundlage für die Animationen der Studierenden.
Die Videoflyer wurden in der Lehrveranstaltung Musikvisualisierung im Bewegten Bild bei Tim Fehske und die Plakate für die Visual Music Nacht in der Lehrveranstaltung Musikvisualisierung im Stillen Bild bei Christian Schäfer entworfen.
Elemente der Plakate bzw. der Videoflyer sind ebenfalls die Grundlage für die Live Visuals der Studierenden während der Party. 

 

Prinzip 'Stille Post'

Im Rahmen der Lehrveranstaltung Bildkomposition und -rhythmus bei IMM Dozent Christian Schäfer wurde Musikvisualisierung in Form von Notationssystemen abseits unseres klassischen europäischen Notensystems behandelt. Untersucht wurden alternative Musiknotationen von bildenden Künstlern und Musikern, wie zum Beispiel die Musikvisualisierungen und Notation des Musikers Anthony Braxton oder die von John Cage zusammengestellte Sammlung Notations. In der praktischen Übung Stille Post zogen die Studenten per Losverfahren jeder ein Musikstück. Dieses sollte grafisch visualisiert werden - ohne unser konventionelles Noten- oder Schriftsystem zu benutzen. Die so entstandenen 'Noten' wurden an einen anderen Teilnehmer ohne Musik, Titel oder sonstige Hinweise auf das Stück weitergegeben, der nun seine Interpretation der Notation einspielte. Der so neu entstandene Track bekam einen Titel und wurde wiederum weitergegeben und von einem anderem Teilnehmer visualisiert, diesmal in Form eines Covers.

 

We Float Around

Im Oktober 2014 erschien auf dem Kölner Elektroniklabel Traum Schallplatten das neue Album Transition von Egokind & Ozean. Zusammen mit der Veröffentlichung wurden die Tracks des Albums auch von verschiedenen Künstlern visualisiert. Einer dieser Künstler ist Patrick Arnold, der den Track We Float Around (And Hang Out On Clouds) in seinem Visual Music Clip sichtbar macht. Konzeptionell orientiert sich die Visualisierung eng am Track, vor allem an seiner Tektonik. Während sich dieser aus dem charakteristischen Beat, der eingängigen Melodie und der Hintergrundebene aus diversen Sounds zusammenfügt, zeigt sich diese Dreiteilung im Bild vor allem durch die Verwendung von animierten Dreiecken.
Die Arbeit von Patrick Arnold entstand im Rahmen des Projektmoduls im Studiengang Musik und Medien bei Prof. Dr. Heike Sperling und Tim Fehske.

 

Musik visualisieren

In der Lehrveranstaltung Musik visualisieren im Rahmen des Basismoduls Sinnesbildung gestalten die Studierenden des zweiten Semesters zur Musik von Komponisten aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts visuelle Umsetzungen auf Papier.
Verena Hentschel (Studiengang Musik und Medien) hat neben ihren visuellen Umsetzungen zu Kompositionen von Mauricio Kagel und Morton Feldman auch kurze Texte über ihre Erfahrung während des Hörens geschrieben.

 

Lust

Lust von Fabian Scharpf beschreibt auf drei Ebenen den gedanklichen Werdegang des Wollens. Die Lust steht dabei als Symbol der Dringlichkeit etwas zu erschaffen, was im Innersten geboren wird und zum Ausdruck gebracht werden muss.
Der Text stellt damit das zentrale Element der Aussage dar. Durch audiovisuelle Impressionen wird diesem eine Fläche geschaffen die das nicht Ausdrückbare zum Vorschein bringen soll. Der Kontrast zwischen den organischen Bewegungen und den mechanischen Klängen, spielt dabei eine wichtige Rolle da diese den Bezug zwischen menschlichen Emotionen und unserer technisierten Welt verkörpern.
Die Arbeit entstand im Vertiefungsmodul Visual Music 2 und wurde von Prof. Dr. Heike Sperling und Andreas Kolinski betreut.
Lust von Fabian Scharpf gewann beim Visual Music Award 2014 den 2. Platz.