Visual Music

Im Schwerpunkt Visual Music werden die Kompetenzen für audiovisuellen Gestaltungsprinzipien und -techniken bei der Visualisierung von Ton/ Musik im Hinblick auf die praktische Umsetzung (z.B. als Musikvideo, VJ Set, Installation, Computerspiel/ -applikation oder Internetanwendung) vermittelt.

Die Studierenden nutzen in ihren Projekten Konzeption und Gestaltung der Ton- und Bildebene als Ausdruck einer eigenständigen künstlerischen Haltung.

Visualisierungen von Musik stehen im Spannungsfeld zwischen Medienkunst und Clubkultur, in dem sich die Frage nach Kunst, Dienstleistung, Club- oder Hochkultur nicht mehr stellt. Die scharfe Abgrenzung zwischen Audio und Video verschiebt sich. Und seitdem die neuen Medien Realtime-Abstimmungsprozesse zwischen Bild und Ton erlauben, formieren sich immer mehr audiovisuell arbeitende Teams oder arbeiten Einzelpersonen selbst audiovisuell.

Weitere Informationen zu diesem Genre bietet das Visual Music Archive.

 

Grandbrothers "Naive Rider"

Wie lassen sich künstlerisch gestaltete Bildwelten mit der live performance einer Band zu einem Musikvideo kombinieren? Dieser Frage widmen sich die auf Visual Music spezialisierten Bewegtbildgestalter WARPED TYPE. Das Kollektiv, um die beiden Absolventen des Studiengangs Musik und Medien, Andreas Huck und Roland Nebe, sowie dem Ton und Bild-Absolventen Florian Breuer, realisierte eine Serie von Clips für das Duo Grandbrothers, die beide ebenfalls am IMM studiert haben.
Der Track Naive Rider feierte seine Videopremiere als Vorabveröffentlichung zum Debut-Album Dilation auf der Seite des britischen Musikmagazins FACT TV. Das Video zum Stück Arctica wurde vom US-amerikanischen Musikmagazin XLR8R präsentiert und unter anderem im renommierten Musikblog Stereogum rezensiert. Das für die Clips entstandene Bildmaterial kam wiederum als Visuals beim Releasekonzert im Düsseldorfer Salon des Amateurs und auf dem Contre-temps Festival in Strasbourg zum Einsatz.
Die Serie von insgesamt sechs Visual Music Clips entstand als Bachelorprojekt von Roland Nebe im Studienschwerpunkt Visual Music bei Prof. Dr. Heike Sperling.

 

Faces

Faces ist eine audiovisuelle Rauminstallation auf Basis einer App für Android Smartphones und Tablets. Auf einem lackierten Holzkubus, der an einer Kette im Raum aufgehängt ist erscheinen beim Blick durch das Tablet vier virtuelle Gesichter, die langsam ihre Mimik verändern und dabei verschiedene Klänge von sich geben, die live im Gerät durch Granulierung von Audio-Samples generiert werden.
Faces
entstand im Wintersemester 2014/15 als Abschlussarbeit von Aaron Jablonski, Student im Bachelor-Studiengang Ton und Bild, im Vertiefungsmodul Visual Music und wurde von Prof. Dr. Heike Sperling und Andreas Kolinski betreut.

 

WRESTLING!

Die Installation und Komposition WRESTLING! von Milan Schell ist eine räumlich inszenierte audiovisuelle Musik und Kampfsimulation. Die Medienträger Lampe (Bild) und Lautsprecher (Ton) verkörpern zwei Gegner, die mit dem Ziel der Machtübernahme sichtbar, bzw. hörbar aufeinander einwirken. Hierbei handelt es sich um den Versuch einer anti-synästhetischen Komposition: Die beiden audiovisuellen Verknüpfungsmethoden Synchronität und Analogie werden nicht zur Reizkopplung und -intensivierung, sondern im Sinne einer Interaktion zweier vergleichbarer Kommunikationssysteme eingesetzt. Durch die Individualität und Verknüpfung der beiden Medienkanäle, bzw. Einzelstimmen Ton und Bild soll eine audiovisuelle Polyphonie erreicht werden.
Für die Komposition sind fünf Teile geplant. Das Video zeigt den Entwicklungsstand zum Zeitpunkt des Bachelorprojekts, das im Studienschwerpunkt Visual Music von Prof. Dr. Heike Sperling und Andreas Kolinski betreut wurde.

 

Hikiko sucht die Einsamkeit

Hikiko sucht die Einsamkeit wurde auf dem Athener Animationsfestival im Studentenfilmwettbewerb gezeigt. Der Stop-Motion Film von Markus Zimmermann ist als Bachelorprojekt im Schwerpunkt Visual Music bei Prof. Dr. Heike Sperling und Andreas Kolinski entstanden. Es ist die Geschichte von Hikiko, der sich selbst von der Gesellschaft abkapselt und sich seine eigene Welt erschafft. Eine Welt in der er keine Ängste mehr hat.
Unterstützt wurde er unter anderem von den IMM Studenten Gregor Keienburg (Musikkomposition), Philipp Swoboda (Sounddesign), Gabriel Denhoff (Klavier) und Julian Martinz (Farbkorrektur).

 

Gestalt

Gestalt ist der Versuch von Gregor Keinenburg, musikalische Reihentechnik auf die Komposition von Bewegungsfolgen zu übertragen. Die Herausforderung besteht unter anderem darin, Bewegungen zu erfinden, die sowohl vorwärts, rückwärts als auch auf den Kopf gestellt ausführbar sind und dabei eine bestimmte, ästhetische Qualität bewahren. Die Spiegel reflektieren das Verhältnis der vier Gestalten einer Reihe, die jeweils Spiegelungen voneinander sind.
Der besonderer Dank von Gregor Keinenburg gilt Eva Be für die tänzerische Unterstützung sowie Prof. Ulla Barthold für die großartige Hilfe in der Lichtgestaltung.