Visual Music

Im Schwerpunkt Visual Music werden die Kompetenzen für audiovisuellen Gestaltungsprinzipien und -techniken bei der Visualisierung von Ton bzw. Musik im Hinblick auf die praktische Umsetzung (z.B. als Musikvideo, VJ Set, Installation, Computerspiel/ -applikation oder Internetanwendung) vermittelt.

Die Studentinnen und Studenten nutzen in ihren Projekten Konzeption und Gestaltung der Ton- und Bildebene als Ausdruck einer eigenständigen künstlerischen Haltung.

Visualisierungen von Musik stehen im Spannungsfeld zwischen Medienkunst und Clubkultur, in dem sich die Frage nach Kunst, Dienstleistung, Club- oder Hochkultur nicht mehr stellt. Die scharfe Abgrenzung zwischen den medialen Ebenen verschiebt sich. Und seitdem die neuen Medien Realtime-Abstimmungsprozesse zwischen Bild und Ton erlauben, formieren sich immer mehr audiovisuell arbeitende Teams oder arbeiten Einzelpersonen selbst audiovisuell.

Weitere Informationen zu diesem Genre bietet das Visual Music Archive.

 

Noise of the Light

Das Magazin für Popkultur Spex prämiert im November 2015 das Musikvideo Noise of the Light von Orson Hentschel, Student im Studiengang Musik und Medien.
Das experimentelle Musikvideo zeigt ein Duell zwischen Pferd und Licht. Die Musik von Orson Hentschel wird dabei zum Ausdruck des Kampfes und durch Kontraste visuell widergespiegelt. Das schwarze Pferd, das Figürliche steht dem hellen Licht und dem Abstrakten gegenüber.
Die Arbeit entstand im Projektmodul im Studienschwerpunkt Visual Music bei Prof. Dr. Heike Sperling.

 

Bodymind Control

Die Live-Performance Bodymind Control wurde im Januar 2015 auf dem Festival Temps d’Images im tanzhaus NRW in Düsseldorf uraufgeführt. Hier ist der Trailer für diese Veranstaltung zu sehen.
Orson Hentschel, Student im Studiengang Musik und Medien, verbindet in seiner audiovisuellen Performance Videomaterial athletischer Sportarten mit elektronischer Musik. Durch Filmschnitt, Loops und Zeitversatz (Timeshift) des Videomaterials erscheinen die Bewegungen der Sportlerinnen und Sportler kontrolliert und gleichzeitig wird der Eindruck einer Choreografie erweckt. Die Zeitspanne zwischen absoluter Konzentration und körperlicher Leistung wird durch den Loop-Vorgang ausgedehnt und musikalisch – auf Grundlage des musikalischen Minimalismus (Minimal Music) – zum Äußersten getrieben. Durch laute und niederfrequente musikalische Strukturen wird die Körperlichkeit der Athletinnen und Athleten erlebbar.
Bodymind Control entstand als Abschlussarbeit im Vertiefungsmodul Visual Music 2.

 

para.site

Das Musikvideo para.site von Matthias Kulow verbindet Fotomanipulation mit Animation. Durch Herauslösen einzelner Bildbestandteile und deren Positionierung auf der Z-Achse entsteht mit Hilfe einer virtuellen Kamera der Eindruck eines dreidimensionalen Raums. Diese so entstehenden Räume bilden den Hintergrund für eine weitere Ebene – die Animation. Inspiriert von Videoprojektion bewegen sich die sechseckigen Formen auf verschiedenartige Weise über Böden, Wände, Objekte und wandern im finalen Part in den Raum hinein.
So willkürlich die Bewegungsmuster auch erscheinen mögen, so bewusst sind sie auf die Musik hin programmiert – im Video werden klangliche Ereignisse imitiert, ergo visualisiert. Der eigens für dieses Projekt geschriebene Soundtrack lässt sich dem Genre Dubstep zuordnen und wurde immer mit Blick auf die Bildebene komponiert. Insgesamt wurden über 100 Fotografien verwendet.
Das Projekt para.site entstand als Abschlussarbeit im Vertiefungsmodul Visual Music 2 unter der Betreuung von Andreas Kolinski und Prof. Dr. Heike Sperling.

 

Grandbrothers "Naive Rider"

Wie lassen sich künstlerisch gestaltete Bildwelten mit der live performance einer Band zu einem Musikvideo kombinieren? Dieser Frage widmen sich die auf Visual Music spezialisierten Bewegtbildgestalter WARPED TYPE. Das Kollektiv, um die beiden Absolventen des Studiengangs Musik und Medien, Andreas Huck und Roland Nebe, sowie dem Ton und Bild-Absolventen Florian Breuer, realisierte eine Serie von Clips für das Duo Grandbrothers, die beide ebenfalls am IMM studiert haben.
Der Track Naive Rider feierte seine Videopremiere als Vorabveröffentlichung zum Debut-Album Dilation auf der Seite des britischen Musikmagazins FACT TV. Das Video zum Stück Arctica wurde vom US-amerikanischen Musikmagazin XLR8R präsentiert und unter anderem im renommierten Musikblog Stereogum rezensiert. Das für die Clips entstandene Bildmaterial kam wiederum als Visuals beim Releasekonzert im Düsseldorfer Salon des Amateurs und auf dem Contre-temps Festival in Strasbourg zum Einsatz.
Die Serie von insgesamt sechs Visual Music Clips entstand als Bachelorprojekt von Roland Nebe im Studienschwerpunkt Visual Music bei Prof. Dr. Heike Sperling.

 

Faces

Faces ist eine audiovisuelle Rauminstallation auf Basis einer App für Android Smartphones und Tablets. Auf einem lackierten Holzkubus, der an einer Kette im Raum aufgehängt ist erscheinen beim Blick durch das Tablet vier virtuelle Gesichter, die langsam ihre Mimik verändern und dabei verschiedene Klänge von sich geben, die live im Gerät durch Granulierung von Audio-Samples generiert werden.
Faces
entstand im Wintersemester 2014/15 als Abschlussarbeit von Aaron Jablonski, Student im Bachelor-Studiengang Ton und Bild, im Vertiefungsmodul Visual Music und wurde von Prof. Dr. Heike Sperling und Andreas Kolinski betreut.