Visual Music

Im Schwerpunkt Visual Music werden die Kompetenzen für audiovisuellen Gestaltungsprinzipien und -techniken bei der Visualisierung von Ton/ Musik im Hinblick auf die praktische Umsetzung (z.B. als Musikvideo, VJ Set, Installation, Computerspiel/ -applikation oder Internetanwendung) vermittelt.

Die Studierenden nutzen in ihren Projekten Konzeption und Gestaltung der Ton- und Bildebene als Ausdruck einer eigenständigen künstlerischen Haltung.

Visualisierungen von Musik stehen im Spannungsfeld zwischen Medienkunst und Clubkultur, in dem sich die Frage nach Kunst, Dienstleistung, Club- oder Hochkultur nicht mehr stellt. Die scharfe Abgrenzung zwischen Audio und Video verschiebt sich. Und seitdem die neuen Medien Realtime-Abstimmungsprozesse zwischen Bild und Ton erlauben, formieren sich immer mehr audiovisuell arbeitende Teams oder arbeiten Einzelpersonen selbst audiovisuell.

Weitere Informationen zu diesem Genre bietet das Visual Music Archive.

 

Musik visualisieren

In der Lehrveranstaltung Musik visualisieren im Rahmen des Basismoduls Sinnesbildung gestalten die Studierenden des zweiten Semesters zur Musik von Komponisten aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts visuelle Umsetzungen auf Papier.
Verana Hentschel (Studiengang Musik und Medien) hat neben ihren visuellen Umsetzungen zu Kompositionen von Mauricio Kagel und Morton Feldman auch kurze Texte über ihre Erfahrung während des Hörens geschrieben.

 

Lust

Lust von Fabian Scharpf beschreibt auf drei Ebenen den gedanklichen Werdegang des Wollens. Die Lust steht dabei als Symbol der Dringlichkeit etwas zu erschaffen, was im Innersten geboren wird und zum Ausdruck gebracht werden muss.
Der Text stellt damit das zentrale Element der Aussage dar. Durch audiovisuelle Impressionen wird diesem eine Fläche geschaffen die das nicht Ausdrückbare zum Vorschein bringen soll. Der Kontrast zwischen den organischen Bewegungen und den mechanischen Klängen, spielt dabei eine wichtige Rolle da diese den Bezug zwischen menschlichen Emotionen und unserer technisierten Welt verkörpern.
Die Arbeit entstand im Vertiefungsmodul Visual Music 2 und wurde von Prof. Dr. Heike Sperling und Andreas Kolinski betreut.
Lust von Fabian Scharpf gewann beim Visual Music Award 2014 den 2. Platz.

 

2052

2052 ist die audiovisuelle Auseinandersetzung von Stephan Telaar mit dem Buch 2052 - A Global Forecast for the Next Forty Years von Jörgen Randes in Form einer metaphorischen Titelsequenz.
Der Film entstand als Bachelorprojekt im Studienschwerpunkt Visual Music unter der Betreuung von Prof. Dr. Heike Sperling und Jan Höhe, Dozent für Creative Editing.

 

OBJECTS

Im Mittelpunkt des Stop-Motion Clips OBJECTS von Sabrina Groß stehen die geometrischen Formen Kreis und Rechteck und ihr abstrakter Kampf gegeneinander. Die elektro-akustische Musik verleiht den Formen einen eigenen Charakter; akustische Klavierklänge verbinden sich mit dem Kreis, während der synthetische, digital generierte Sound für die Rechtecke diese kontrastiert. Ein Drama voll Sehnsucht, Macht, Kampf und Veränderung entsteht. Kreis gegen Rechteck. Akustisch gegen synthetisch.
Die Arbeit entstand im Vertiefungsmodul Visual Music 2 und wurde von Prof. Dr. Heike Sperling und Andreas Kolinski betreut.

 

STAHL GLAS STROM

Im Rahmen der Klangkunstausstellung im Künstlerhaus Dortmund zeigte Florian Zeeh seine Installation STAHL GLAS STROM, die im (fast) Dunklen nicht müde wird, Klänge, Schatten und Rhythmen zu produzieren. Drei, ununterbrochen um sich selbst kreisende Glaszylinder, angetrieben von kuriosen Maschinen, werfen Stahlkugeln umher. Manchmal interveniert ein Magnet. Das in der Zukunft liegende Bersten des Glases, das Rosten des Stahls und die Urgewalten, die in ferner Vergangenheit die Materialien zum Vorschein brachten, existieren in diesem Raum gleichzeitig. Klack, Kullerkuller, Kliack.

STAHL GLAS STROM entstand im Rahmen des Projektmoduls im Bachelorstudiengang Musik und Medien unter der Leitung von Prof. Dr. Heike Sperling.