Visual Music

Im Schwerpunkt Visual Music werden die Kompetenzen für audiovisuellen Gestaltungsprinzipien und -techniken bei der Visualisierung von Ton/ Musik im Hinblick auf die praktische Umsetzung (z.B. als Musikvideo, VJ Set, Installation, Computerspiel/ -applikation oder Internetanwendung) vermittelt.

Die Studierenden nutzen in ihren Projekten Konzeption und Gestaltung der Ton- und Bildebene als Ausdruck einer eigenständigen künstlerischen Haltung.

Visualisierungen von Musik stehen im Spannungsfeld zwischen Medienkunst und Clubkultur, in dem sich die Frage nach Kunst, Dienstleistung, Club- oder Hochkultur nicht mehr stellt. Die scharfe Abgrenzung zwischen Audio und Video verschiebt sich. Und seitdem die neuen Medien Realtime-Abstimmungsprozesse zwischen Bild und Ton erlauben, formieren sich immer mehr audiovisuell arbeitende Teams oder arbeiten Einzelpersonen selbst audiovisuell.

Weitere Informationen zu diesem Genre bietet das Visual Music Archive.

 

Projection Mapping auf bewegte Objekte

Projection Mapping, also die passgenaue Videoprojektion auf 3-dimensionale Objekte, hat sich in den letzten Jahren zu einer populären Technik in Kunst, Architektur und Design entwickelt. Den nächsten Schritt dieser Technologie erforschte Dipl.-Ing. Gerrit Kress in seiner Diplomarbeit Projection Mapping auf bewegte Objekte. Hierzu entwickelte er bei der Kölner Designagentur GROSSE 8 einen Prototypen, der es ermöglicht, auf ein sich drehendes Objekt zu mappen. Zum Einsatz kamen dabei die Software vvvv und die Entwicklungsplattform Arduino. Gerrit Kress wurde eingeladen, einen Workshop über diesen Prototypen beim Node-Forum 2013, dem wichtigsten Kongress zur Software vvvv, zu halten.

Betreut wurde die Diplomarbeit im Rahmen des Studiengangs Ton- und Bildtechnik von FH D Professorin Dr. Karin Welkert-Schmitt und IMM Professorin Dr. Heike Sperling.

 

Mit, Über, Durch, Aus - Mir

Am 14. Februar 2013 fand die Premiere von Mit, Über, Durch, Aus - Mir statt. Das Kooperationsprojekt von Kathrin Bingel, Studentin im Bachelor-Studiengang Ton und Bild, und Kokomini Nemesi, Tanzstudentin an der Hochschule für Musik und Tanz Köln, beschäftigt sich mir dem Verhältnis von Mensch und Schatten und mir den Fragen, wer dabei wen beherrscht und ob die beiden unzertrennbar sind. Was passiert, wenn der Schatten sich aus seiner Welt löst? Entsteht ein Miteinander oder ein Gegeneinander? Was passiert im Dialog dieser beiden Welten? Entstanden ist ein Duett der Kontraste, zwischen 2-Dimensionalität und 3-Dimensionalität, zwischen weiß und schwarz, zwischen Schwerkraft und Schwerelosigkeit.

Diese Arbeit entstand im Rahmen der Abschlussprüfung Visual Music 2 bei Andreas Kolinski und Prof. Dr. Heike Sperling.

 

Paul Klee: Der Klang der Bilder

In seiner audiovisuellen Live-Performance mit angeschlossenem Workshop-Angebot für Kinder und Jugendliche hat Felix Herzog, Student im Diplomstudiengang Ton- und Bildtechnik, Werke des stark musikalisch geprägten Künstlers Paul Klee sowohl um eine zeitliche als auch eine klangliche Dimension erweitert. Die Bilder wurden in ihre Bestandteile zerlegt, um so interaktiv und musikalisch interpretiert spielbar gemacht zu werden. Auf diese Weise kann der Betrachter in die Gemälde eintauchen und sich auf seine ganz eigene Erkundungsreise begeben. Die gezeigten Videos sind Live-Mitschnitte solcher improvisierten Erkundungen. Das Projekt entstand in Zusammenarbeit mit der Bildungsabteilung der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen zum Paul Klee Thementag, der im Rahmen der Ausstellung "100 x Paul Klee - Geschichte der Bilder" (29.09.2012 - 21.04.2013, K21 Ständehaus) am 18.11.2012 im K21 Ständehaus stattfand. Betreut wurde die Arbeit von Prof. Dr. Heike Sperling und Andreas Kolinski als Fachprüfung Bild 2.

 

LIBILE

Inspiriert von den Konzepten der New York School befassen sich die Studenten Simon Stimberg und Florian Zeeh mit dem Bau eines 2 x 2 x 0.4 m grossen Licht-Mobiles - eines Libiles - aus Holz, Nebel, Hohlspiegel und Elektronik. Dabei ist die Auseinandersetzung mit den Kompositionen Earl Browns und den Werken Alexander Calders ein wichtiger Bestandteil für die Studenten. In ihrer Arbeit reflektieren sie den Schaffensprozess selbst und lösen sich vom klassischen Werkbegriff der Kunst. Im Vordergrund steht statt dem Ergebnis eine Veränderung und die resultierenden Interferenzen sind unberechenbar. Die Arbeit entstand im Rahmen der Abschlussprüfung im Vertiefungsmodul Visual Music 2 bei Andreas Kolinski und Prof. Dr. Heike Sperling.

 

LC-0

Inspiriert von den Gesetzen der Gestaltpsychologie und den Phänomenen der optischen Täuschung entwickelte Stefan Wolf den Visual Music Clip LC-0. Die Gestaltung orientiert sich an den Prinzipien des Minimalismus und der Reduktion. Ausgehend von einem quadratischen Grundraster entstehen durch die räumliche Verschiebung der Rechtecke unterschiedliche Formen und Figuren. Dabei ergeben spannungsvolle und ruhige Phasen ein Wechselspiel aus Illusion und Auflösung. Stefan Wolf zeichnet für Ton- und Bildkomposition verantwortlich.
LC-0
entstand im Rahmen der Fachprüfung Bild 2 bei Prof. Dr. Heike Sperling und Andreas Kolinski.