Informationen zu den Arbeitsproben

Die Bewerbung für die Studiengänge Ton und Bild und Musik und Medien beinhaltet die Einreichung von Arbeitsproben. Die Beurteilung dieser Arbeiten kann dazu führen, dass die Eignungskommission von einer Einladung der Bewerberin bzw. des Bewerbers zu den weiteren Teilen des Eignungsprüfungsverfahrens absieht.

Eingereicht werden müssen mindestens zwei Arbeiten aus zwei verschiedenen der acht Schwerpunkte des Studiengangs Musik und Medien: Klassische Musikaufnahme, Medienkomposition, Musikinformatik, Musikproduktion, Musik und AV Produktion, Musik- und Medienmanagement, Musik und Text oder Visual Music.
Eine eindeutige schriftliche Zuordnung zu den Schwerpunkten ist erforderlich. Den eingereichten Arbeiten ist jeweils eine DIN A4 Seite mit Erläuterungen zu deren Entstehung hinzuzufügen.


Als einzureichende Arbeiten gelten:

a) Klassische Musikaufnahme: Max. 10-minütiger Ausschnitt aus einer Tonaufnahme aus dem Bereich E-Musik (also Ernste Musik wie z.B. Kammermusik-, Orchester- oder Chorwerke, keine Popularmusikproduktion) oder ein max. 10-minütiger Ausschnitt eines selbst produzierten Hörspiels oder einer Toncollage. Um die persönliche Vielfalt zu dokumentieren, können auch verschiedene kleinere Arbeiten im jeweiligen Bereich in der Länge von insgesamt max. 10 Minuten eingereicht werden.

b) Medienkomposition: Arbeitsmappe mit eigenen Kompositionen bzw. Arrangements von Musik mit funktionalem Charakter (zu Film/Bild/Text) als Produktion (auf CD oder DVD) und/oder in Noten/Leadsheets.

c) Musikinformatik: Eine Arbeit aus dem Bereich der Computermusik* oder der algorithmischen Klangkunst: z.B. eine maximal 10-minütige Komposition als Tonträger (CD oder DVD) und Begleittext, eine interaktive Arbeit als lauffähige Stand-alone-Software (mit einfacher Anleitung sowie technischer und inhaltlicher Dokumentation und Quelltext auf CD-ROM), oder (bei installativen, ortsgebundenen Arbeiten) eine Dokumentation, aus der sich das Werk erschließt (z.B. einfache Filmaufnahme als Quicktime Movie).
* Wird bei der Komposition / Produktion eines Stückes aus dem Bereich Jazz /  Popularmusikproduktion ein Computer bzw. eine DAW wie z.B. Logic, Nuendo etc. verwendet, ist diese Tatsache allein im Sinne der Musikinformatik noch keine Programmierung und auch nicht dem Genre Computermusik zuzuordnen. Solche Stücke gehören dann ggf. in den Schwerpunkt Musikproduktion.

d) Musikproduktion: Eigenständige Produktion von ein bis maximal zwei Titel/n aus dem Bereich Jazz-/ Popularmusik wie z.B. Aufnahme akustischer Instrumente, eine Midi-/ Computergestützte Musikproduktion oder eine Live-Aufnahme. Die Gesamtzeit der Einreichungen sollte mindestens zwei Minuten, maximal fünf Minuten sein. Bei längeren Einreichungen muss mindestens einer oder ggf. beide Titel genau so früh ausgeblendet werden, dass die Gesamtzeit von fünf Minuten nicht überschritten wird. Das bedruckte Medium enthält folgende Informationen: Name, Vorname, EP, MP, Jahr und muss im Format CD Audio (also 44.1 kHz / 16 Bit) auf jedem handelsüblichen CD-Player abspielbar sein. Außerdem muss zusätzlich die Dokumentation (eine DIN A4 Seite über die technische Vorgehensweise und die Gestaltung des Sounds, keine musikalische Werkanalyse) als PDF-Datei zusammen mit der Musikproduktion als mp3-file (Bitrate von 160 kBit / sec) per E-Mail an folgende Adresse gesendet werden: eignungspruefung-musikproduktion@rsh-duesseldorf.de
Das mp3-file kann z.B. mit Hilfe eines kostenlosen mp3-Konverters aus dem Internet erzeugt werden. Die Dateien müssen wie folgt benannt werden: Name-Vorname-EP-MP-Jahr.mp3 sowie Name-Vorname-EP-MPJahr.pdf
Erläuterung der Abkürzungen:
EP = Eignungsprüfung
MP = Musikproduktion
DAW = Digital Audio Workstations

e) Musik und AV Produktion: Max. 10-minütiges Werk gestaltet mit audiovisuellen Mitteln (Kurzfilm, Mehrkameraaufzeichnung, Animation, Dokumentation o.ä.). Format: Quicktime Movie auf CD oder DVD. Der Clip muss in Quicktime auf Mac und PC abspielbar sein.

f) Musik- und Medienmanagement: Konzept für ein Unternehmen im Bereich Musik und Medien.

g) Musik und Text: Eine selbst erstellte, freie künstlerische Arbeit; z.b. Kurzhörspiel, Akustische Kunst, selbst verfasste Songtexte oder Lyrik, Sprachspiele, Text-Sound- Experimente etc. – mindestens in hörbarer Skizzenform. Möglich ist auch ein Essay oder Feature in akustischer Form (Audiofile) über ein bestimmtes Thema, am besten mit Bezug zu Sound, Sprache oder Musik. Bevorzugt werden kurze, aussagekräftige Arbeitsproben, die auf eigenen Ideen basieren. Originelle und mutige Ansätze sind hier wichtiger als technische Perfektion.


h) Visual Music: Max. 3-minütige Visualisierung von Musik bzw. Ton in bewegten Bilder (Video) oder Animationen (Motion Graphics), dabei müssen Ton und Bild einen klar zu erkennenden Bezug zueinander haben. Format: MPEG-Datei auf CD oder DVD. Der Clip muss in VLC auf Mac und PC abspielbar sein.

Im Falle einer Einladung zur weiteren Durchführung des Eignungsprüfungsverfahrens erfolgt die Feststellung der künstlerischen Eignung zum medienbezogenen Arbeiten durch ein Gespräch mit der Eignungsprüfungskommission.
 

Informationen zur Feststellung der künstlerisch-musikalischen Eignung
Die Feststellung der künstlerisch-musikalischen Eignung für das angestrebte künstlerische Instrumentalfach bzw. Gesang erfolgt durch musikalischen Vortrag. Der Schwierigkeitsgrad der Stücke fließt in die Bewertung mit ein.
Zur Prüfung zugelassene Instrumente: Klavier, Orgel, Keyboard/Jazzpiano, Jazz-/ E-Gitarre, E-Bass, Jazz-Kontrabass, Schlagzeug (klassisch), Drumset, Perkussion, Jazz-Trompete, Jazz- Posaune, Jazz-Saxophon, Jazz-Flöte, Jazz-Klarinette, alle Orchesterinstrumente, Gitarre (klassisch), Blockflöte, Gesang und Jazz/Pop-Gesang.


Soll das künstlerische Instrumentalfach dem Studiengang Musik (Klavier, Orgel, Schlagzeug (klassisch), Orchesterinstrumente, Gitarre (klassisch), Blockflöte, Gesang) entstammen, ist nach Maßgabe der Auswahlkommission aus einer Liste von drei vorbereiteten, stilistisch unterschiedlichen Stücken vorzutragen.


Im Bereich eines angestrebten künstlerischen Instrumentalstudiums von Keyboard/Jazzpiano, Jazz-/E-Gitarre, E-Bass, Jazz-Kontrabass, Drumset, Perkussion, Jazz-Trompete, Jazz-Posaune, Jazz-Saxophon, Jazz-Flöte, Jazz-Klarinette und Jazz/Pop-Gesang sind folgende Eignungsanforderungen zu erfüllen:

1. Keyboard/ Jazzpiano
a) Solovortrag einer Improvisation oder eines vorbereiteten Klavierstückes nach notierter Vorlage, idealerweise eine (selbstverfasste) Solotranskription. Alternativ: Chick Corea Children‘s Songs, Oscar Peterson Jazz Exercises & Pieces for the Young Pianist o.ä.
b 1) Vortrag eines Jazzstandards, einer Eigenkomposition oder eines Stücks aus der Popularmusik mit hohem improvisatorischem Anteil (Solo über Akkordfolge oder modalem Part) in Time mit Begleiter (Rhythmusgruppe, Band, Duopartner) oder Playalong
Alternativ:
b 2) Vortrag eines Werkes oder einer Improvisation mit Hilfe von elektronischen Instrumenten wie Keyboards, Synthesizern, DAWs (z.B. Ableton live) mit deutlich erkennbarem spielerisch -handwerklichem Anteil sowie erkennbar eigener Soundgestaltung.
c) Vom Blatt-Spiel eines einfachen Klaviersatzes nach vorgelegter notierter Vorlage (fünfstimmiger Satz, Left-Hand-Voicings, Titel aus dem „Real Book“ o.ä.)

2. Jazz-Gitarre/ E-Gitarre
1. Solovortrag eines vorbereiteten, anspruchsvollen Stückes, sei es Transkription (z.B. eines Themas in Chord-Melody-Spielweise), die Adaption eines klassischen Werkes für E-Gitarre oder eine Eigenbearbeitung aus dem Bereich Jazz oder Pop,
2. Improvisation über ein vorbereitetes Stück (Stilistik wahlweise Jazzstandard/Latin oder Blues) mit Begleiter oder zu Playalong,
3. Vom-Blatt-Spiel einer vorgelegten Melodie.

3. E-Bass
a) Solovortrag eines vorbereiteten, anspruchsvollen Stückes, sei es Transkription, die Adaption eines klassischen Werkes für E-Bass oder eine Eigenbearbeitung aus dem Bereich Jazz oder Pop.
b) Begleitung und Improvisation über ein vorbereitetes Stück (Stilistik wahlweise Jazzstandard/Latin oder Blues) mit Begleiter oder zu Playalong.
c) Vom-Blatt-Spiel einer vorgelegten Basslinie.

4. Jazz-Kontrabass
a) Solovortrag eines vorbereiteten, anspruchsvollen Stückes, sei es Transkription, Adaption eines klassischen Werkes für Kontrabass oder eine Eigenbearbeitung aus dem Bereich Jazz oder Pop; der Vortrag kann wahlweise mit dem Bogen oder pizzicato dargeboten werden.
b) Begleitung und Improvisation über einen vorbereiteten Jazzstandard mit funktionaler Harmonik (z.B.: Autumn Leaves, Blue Bossa, Doxy, Blues-Schema etc.) mit Begleiter oder zu Playalong.
c) Vom-Blatt-Spiel einer vorgelegten Basslinie.

5. Drumset
a) Solovortrag eines vorbereiteten, ausnotierten Stückes für das komplette Set.
b) Ein Titel (binär oder ternär) nach eigener Wahl (z.B. Mercy Mercy oder ein ähnlicher Standard), mit Begleiter oder zu Playalong. Im Stück wird ein Improvisationsteil gespielt z. B. Groove/ 4 Takte Drumsolo (Fours).
c) Vom Blatt-Spiel eines vorgelegten Stückes auf der Snare Drum. Tempo nach eigener Wahl.

6. Perkussion
a) Solovortrag eines vorbereiteten Rudimental Stückes auf der Snare Drum oder Timbales. Literaturbeispiel: Charley Wilcoxon - All-American Drummer.
b) Demonstration grundlegender Spieltechniken auf der Conga: Open Stroke, Closed/Open Slap, Basston, Muff, Floating Hand. Basic Grooves auf Bongos (martillo) und Conga (tumbao). Kenntnis grundlegender Rumba- und Son-Claves.
c) Vom-Blatt-Spiel: Klatschen eines notierten, synkopierten Rhythmus.

7. Jazz-Trompete
a) Solovortrag einer einfachen Klassischen Etüde bzw. eines Klassischen Stückes (z.B. Arban, Clarke, Allen Vizzutti) oder Vortrag einer Jazz-Transkription eines Trompetensolos (z.B. Chet Baker, Miles Davis).
b) Improvisation über einen vorbereiteten Jazz- (z.B. Take The A Train, Satin Doll, Autumn Leaves) oder Pop-Standard mit Begleiter oder zu Playalong.
c) Vom-Blatt-Spiel einer vorgelegten Melodie.

8. Jazz-Posaune
a) Solovortrag einer einfachen Klassischen Etüde bzw. eines Klassischen Stückes oder Vortrag einer Jazz-Transkription eines Posaunensolos (z.B. Kai Winding, J.J. Johnson).
b) Improvisation über einen vorbereiteten Jazz- (z.B. Take The A Train, Satin Doll, Autumn Leaves) oder Pop-Standard mit Begleiter oder zu Playalong.
c) Vom-Blatt-Spiel einer vorgelegten Melodie.

9. Jazz-Saxophon/Jazz-Flöte/Jazz-Klarinette
a) Solovortrag eines transkribierten Jazzsolos. Die Transkription kann selbst erstellt sein oder aus einem veröffentlichten Werk ( z.B. Charlie Parker Omnibook) gewählt werden.
b) Improvisation über einen vorbereiteten Jazz- (z.B. Autumn Leaves, Blue Bossa, All the things you are) oder Pop-Standard mit Begleiter oder zu Playalong.
c) Vom-Blatt-Spiel einer vorgelegten Melodie.

10. Jazz-/Pop-Gesang
a) Vortrag eines vorbereiteten Jazz-Pop Stücks (z.B. Standards des American Songbook, Blues, Beatles, Stevie Wonder, Sting, Bossa Nova etc.), selbst begleitet, mit Begleiter oder zu Playalong. Auch Eigenkompositionen sind willkommen. Der Vortrag sollte einen Improvisationsteil enthalten, entweder Jazz-Scat-Improvisation oder freie Melodiegestaltung.
b) A capella Singen (ohne Verstärkung oder Begleitung!) eines vorbereiteten Jazz-Pop Stücks.
c) Vom-Blatt-Singen einer Solo- und einer einfachen Chorstimme.

Für alle Jazz/Pop-Instrumente
- Bei vorbereiteten Stücken müssen jeweils sechs Kopien der Noten oder Leadsheets zur Prüfung vorgelegt werden.
- Mit der Studienbewerbung wird die Nennung der vorbereiteten Stücke erwartet.
- Wird ein Begleiter bzw. eine Begleiterin gewünscht, soll dies in der Studienbewerbung mitgeteilt werden. Begleiterin bzw. Begleiter ist eine Lehrende bzw. ein Lehrender der Hochschule.