Die Robert Schumann Hochschule Düsseldorf bietet an ihrem Institut Fuer Musik Und Medien (IMM) einen viersemestrigen Master-Studiengang an: Form und Forschung, Master of Music (M.Mus.)

Die Robert Schumann Hochschule Düsseldorf bietet an ihrem Institut Fuer Musik Und Medien (IMM) einen viersemestrigen Master-Studiengang an:

 

Klang und Realität, Master of Music (M.Mus.)
Dem Prinzip der Einheit von Forschung und Lehre folgend, verschränkt der Master-Studiengang Klang und Realität ästhetische, technische und theoretische Ansätze. Er greift dabei auf die einzigartige Konstellation zurück, die das Institut Fuer Musik Und Medien auszeichnet: performative, kompositorische und algorithmische Kunstformen sind hier seit vielen Jahren als vielfältige Facetten der Zeitkunst etabliert.

Im Studium entwickeln die Studierenden eigenständig ihre Position und lernen diese Haltung in verschiedenen künstlerischen, medialen, wirtschaftlichen, wissenschaftlichen und kulturellen Kontexten zu reflektieren und anschlussfähig zu machen und die Entwicklungen im 21. Jahrhundert zu entwerfen, mitzugestalten, voranzutreiben, und diese sogar vorwegzunehmen.
Musikalität ist nicht an Musikinstrumente gebunden – sie schließt viele Aspekte der künstlerischen und forschenden Arbeit ein. Nicht zuletzt deshalb steht der Studiengang grundsätzlich Absolventinnen und Absolventen aus allen Disziplinen offen. Er richtet sich daher besonders an diejenigen, deren Ambitionen sich an der Vielfalt medialer Formen, Denkweisen und Themen orientieren. Die Musikhochschule ist hervorragend dazu geeignet, Interessen und Fähigkeiten aus unterschiedlichen Bereichen in Austausch zu bringen.
Hierbei stehen die Projekte der Studierenden im Mittelpunkt. Sie lernen im Studienverlauf, ihr selbstgewähltes Projekt vor dem Horizont kritischer und differenzierter Aufmerksamkeit neu zu konzipieren und in Zusammenarbeit mit anderen Studierenden auf hohem Niveau zu verwirklichen. Dabei ordnen sie ihr Projekt einem der beiden Schwerpunkte – Epistemische Medien oder Transmediale Formen – zu, die beide unter dem Dach einer Musikhochschule völlig neue Perspektiven eröffnen.

Schwerpunkt Epistemische Medien
Der Schwerpunkt Epistemische Medien verankert eine unabhängig von den disziplinären Formationen gepflegte forschend-epistemische Haltung in der Vielfalt medialer Formen. Mögliche Ausrichtungen von Forschungsprojekten sind beispielsweise:
a) Experimentelle künstlerische Arbeitsweisen oder die Entwicklung von Methoden
b) Austausch mit anderen Disziplinen und Arbeit am Übergang zwischen Künsten und Wissenschaften
c) Kunst mit dem Ziel des Erkenntnisgewinns.

Schwerpunkt Transmediale Formen
Der Schwerpunkt Transmediale Formen richtet sich vor allem an diejenigen, die gestalterisch-kompositorische Ansätze verfolgen. Bewegung, Veränderung und Oszillation bilden die Grundlage zeitbasierter Kunstformen, wobei technische Verfahren und neue künstlerische Ausdrucksformen eng zusammenhängen. Mögliche Arbeitsgebiete von Projekten sind beispielsweise:
a) Die Nahtstellen zwischen Medien (z. B. Ton und Bild)
b) Das Verhältnis zwischen Bewegung und ihren Bedingungen (z. B. Komposition und Improvisation)
c) Die Zusammensetzung zeitlicher Abläufe (z. B. Narration und Dramaturgie).

Die beiden Schwerpunkte sind nicht zuletzt über zahlreiche, größtenteils frei wählbare Lehrveranstaltungen verbunden, die den interdisziplinären Austausch und die Verzahnung von Forschung und Lehre fördern. Sie vermitteln den nötigen theoretischen, ästhetischen und technischen Hintergrund, der sowohl für eine künstlerische als auch eine forschende Praxis auf hohem Niveau unabdingbar ist.
Das Projektvorhaben, ein ausführliches Exposé, dient einerseits als Bestandteil der Eignungsprüfung, indem es Interessen, Motivation und Kompetenzen spiegelt. Andererseits dient es als Grundlage für die experimentelle Projektentwicklung im ersten Jahr. In dieser offenen Findungsphase wird zunächst ein schlüssiger Projektentwurf entwickelt. Das zweite Jahr ist der Umsetzung dieses Entwurfs gewidmet. Am gesamten Prozess, der durch ein regelmäßiges Kolloquium begleitet ist, arbeiten Studierende gemeinsam.

 

> Modulbeschreibungen Klang und Realität
> Prüfungsordnungen

 

 

(Bild: CC BY-SA 3.0 Dave Griffiths)