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CHRONIK

Wenn Sie über Aktivitäten am IMM und die Neuigkeiten aus den acht Studienschwerpunkten auf dem Laufenden gehalten werden möchten, können Sie sich hier anmelden.

 

IMM Chronik November 2014

 

Nachwuchspreis des Verbands Deutscher Tonmeister
Dipl.-Ing. Michael Zöllner ist für die 5.1. Surroundmischung der 40-minütigen Visual Music Dokukmentation toktek mit einem Nachwuchspreis des Verbands Deutscher Tonmeister ausgezeichnet worden. Die Produktion entstand mit klangmalerei.tv, einer jungen Musikfilm-Produktionsfirma, die er mit Florian Breuer und Maurice Graf, beide Absolventen des IMM, gegründet hat.
Der VDT-Nachwuchspreis in der Kategorie Ton zum Bild ist bereits die zweite Auszeichnung für toktek. 2011 wurde sie schon bei der 130th Student Recording Competition der Audio Engineering Society in London prämiert.

 

CucumisInfernalis im Wallraf-Richartz Museum
Die achtminütige, interaktive Mehrkanal-Videoinstallation CucumisInfernalis, die sich an klassischen Triptychen orientiert, wird erneut von den Schauspielern Frank Baumstark und Max Heller sowie Tim Fehske, Dozent für Visual Music:Technik/Produktion am IMM, aufgeführt.
Während der XI. Kunstnacht der Jungen Kunstfreunde am 22. November im Wallraf Richartz Museum in Köln wird zwischen 21 und 23 Uhr insgesamt acht mal die Frage, ob man in den Himmel oder in die Hölle kommt, mit allen Sinnen erfahrbar sein.

 

Christians S im Boilerroom
Christian Schäfer ist nicht nur Art Director und Dozent für Bildgestaltung/ Grafik am IMM, sondern auch seit 20 Jahren im In- und Ausland als DJ im Bereich House und Techno aktiv. Im Oktober war er live mit dem Labelkollektiv Cómeme in London zu Gast im renommierten Web-TV Format Boilerroom. Sein Auftritt ist jetzt nochmals online auf allen Kanälen zu hören und zu sehen.

 

Theatraler Erlebnisraum im Kunsthaus Rhenania
Gemeinsam mit den Schauspielern Frank Baumstark und Max Heller realisiert Tim Fehske, Dozent für Visual Music:Technik/Produktion am IMM, vom 13. bis 16. November in der Halle des Kunsthaus Rhenania in Köln eine Videoinstallation mit dem Titel Wischer oder Wascher - Die Dosis macht das Gift. Mittels Projektionsanpassung (projection mapping) wurden die Säulen des Saals erweitert und der Schauspielraum beleuchtet. Die Interaktion mit den Gästen wurde mittels elektronischer Musik untermalt und von Tim Fehske live gespielt. Der theatrale Erlebnisraum fand im Kontext von Gregor Weber's Roomservice XV statt, der dieses Jahr sein zehnjähriges Jubiläum feiert.

 

Projektionen für Mein ziemlich seltsamer Freund Walter
Am 9. November findet die Premiere des Theaterstücks Mein ziemlich seltsamer Freund Walter im Consol Theater Gelsenkirchen Premiere. Die Uraufführung des Textes der deutsch-schweizerischen Autorin Sybille Berg handelt von der achtjährigen Lisa, die, gemobbt von ihren Mitschülern und ignoriert von ihren Eltern, ein ziemlich einsames Leben führt. Als sie eines Nachts im Wald auf einen Außerirdischen stößt, den sie kurzerhand Walter tauft, ändert sich ihr Leben schlagartig.
Aaron Jablonski, Student im Bachelorstudiengang Ton und Bild, erstellte Videos und Animationen für das Theaterstück, die dem Zuschauer einen visuellen Zugang zu Lisas Fantasie, ihren Ängsten und Sehnsüchten bieten. Die Videos entstanden ab Oktober 2014 in enger Zusammenarbeit mit Regisseurin Andrea Kramer und Bühnenbildner Tilo Steffens.

 

Performances zum Ersten Weltkrieg
Am 19. November 2014 finden im Düsseldorfer Institut Francais die Performances Thanatos. WK 1. zum Thema Erster Weltkrieg statt. Dabei ist auch Marc Matter, Dozent für Musik und Text, der zusammen mit Enno Stahl das experimentelle Hörstück Die toten Dichter / Les poètes mortes vorstellt. Ein Hörstück mit Live-Elementen, das – unter Einbindung klangkünstlerischer Effekte – Texte von 15 deutschen und 15 französischen Autoren, die im Ersten Weltkrieg fielen, wieder zu Gehör bringt.
Thanatos. WK 1. Performances zum Ersten Weltkrieg ist eine Veranstaltung des Heinrich-Heine-Instituts.

 

3 Tage Rennen im ZAKK 
Das alljährig stattfindende Musikfestival 3 Tage Rennen findet auch dieses Jahr wieder im Düsseldorfer ZAKK statt. Teil des Festivals ist ein Newcomerabend am 20. November, unter anderem spielt die Band des Musik und Medien-Studenten und Saxophonisten Jonas Geyersberger Collektivo.
Der Höhepunkt und Abschluss des Festivals ist traditioneller Weise die Electronic Night. Am Samstag wird die Halle des ZAKK mit tiefen Bässen, funkigen Synthesizern und Samplefeuerwerken geflutet. Mit dabei ist die Band Moglebaum des Musik und Medien-Studenten Simon Ebener-Holscher, die elektronische Beats und akustische Instrumente wie Geige und Saxophon auf der Bühne verbindet. Headliner des Abends ist Lorenz Rohde, Absolvent des Studiengangs Ton- und Bildtechnik, der unlängst einen Remix zu Jan Delays aktueller Single produzierte.

 

Thomas Ankersmit und Phill Niblock zu Gast am IMM
Am 18. November von 14.30 bis 18 Uhr sind mit Thomas Ankersmit und Phill Niblock zwei Künstler des diesjährigen Approximation Festivals zu Gast im Experimentallabor um ihre Arbeit vorzustellen. Thomas Ankersmit ist ein Virtuose analoger Elektronik und wird seine Arbeitsweise am Hordijk Modularsytem des Experimentallabors demonstrieren. Phill Niblock ist gleichermaßen als Komponist und Filmemacher bekannt. Sein monumentales Opus The movement of people working kombiniert seine extrem dichten mikrotonalen Dronekompositionen mit Fimaufnahmen aus allen Teilen der Erde, die in langen Kameraeinstellungen Menschen bei ihren alltäglichen Verrichtungen begleiten. Er wird am IMM über seine Arbeit sprechen und Beispiele vorstellen.

 

klangmalerei.tv auf der Tonmeistertagung
Die junge Musikfilm-Produktionsfirma klangmalerei.tv um die IMM-Alumni Florian Breuer, Maurice Graf und Michael Zöllner ist auf dokumentarische Musikvisualisierung spezialisiert. Nach Ihrer Förderung durch ein Gründungsstipendium des Mediengründerzentrums NRW bekommen die Gründer nun Unterstützung durch den Verband Deutscher Tonmeister – klangmalerei.tv präsentiert sich auf der 28. Tonmeistertagung mit einem eigenen Info-Stand und am 22. November mit einem Vortrag, in dem sie ihre Geschäftsidee vorstellen.

 

IMM BASISLAGER: Hauschka über die Verwendung der Zufallsoperation
Am 13. November um 17 Uhr (IMM Studio A 2.24) erörtet und hinterfragt Volker Bertelmann in einem biographischen Vortrag exemplarisch Richtungswechsel im Leben, die Zufälle und das Unerwartete in der Musik und die Vielfältigkeit von Möglichkeiten. Ausgehend von seiner eigenen Lebensgeschichte wird er der Frage, warum gerade der Erfolg mit dem wohl unpopulärsten Schritt in seiner Biographie zusammenhängt und wie Einschnitte und Veränderungen in der Wahrnehmung der Umgebung dabei helfen, nachgehen.
Volker Bertelmann begann unter dem Namen Hauschka mit einem präparierten Piano zu arbeiten, ohne von John Cage gehört zu haben. Der Düsseldorfer Pianist erforscht seit 2005 die Klangräume. Das Spiel auf dem präparierten Piano wird bei ihm zu einem über viele Alben fortgesetzten Adventure in sound. Unter Volker Bertelmanns zahlreichen Arbeiten haben die Hauschka-Alben die größte Resonanz bei Publikum und Kritik erfahren.

 

Vorträge von Julian David auf Tonmeistertagung
Im Rahmen der kommenden 28. Tonmeistertagung in Köln wird Dipl.-Ing. Julian David, Absolvent im Studiengang Ton- und Bildtechnik, gleich drei Workshops und Vorträge präsentieren.
Los geht es am 21. November mit einem Talkback-Vortrag zur Albumproduktion mit der Kölner Sängerin Frau Karo und der Fragestellung, wie man mit stark begrenztem Budget und über einen Ozean hinweg ein Album produzieren und aufnehmen kann.
Unter dem Titel It's not about the gear! Artist-centric recording strategies that put the performance first geht es dann am 22. November um künstlerbezogene Aufnahmestrategien und -techniken fernab von den berühmten 19-Zoll Gesprächen – ein möglicherweise kontroverser Ansatz, der jedoch oft zur bestmöglichen Darbietung der Musiker führt.
Am 23. November wird Julian David außerdem in einem produktbezogenen Workshop für den amerikanischen Mikrofonhersteller AEA Ribbon Mics die Vorzüge der NUVO Serie für Projektstudios und Beschallungsanwendungen demonstrieren.
Julian David ist freischaffender Musikproduzent und Toningenieur, und ist nach mehreren Jahren in den USA im Mai 2014 nach Deutschland zurückgekehrt, um im eigenen Studio in Köln in den Bereichen Songwriting, Producing, Aufnahme und Mischung zu agieren.

 

Aesthesis and Perceptronium: Erfahrung als Materiezustand
Am 11. November ab 16 Uhr findet im Experimentallabor des IMM ein Seminar mit Alexander Wilson, im Rahmen des Vertiefungsmoduls Musikinformatik, statt. Aus einer materialistischen und informationstheoretischen Perspektive werden wir uns mit Ästhetik, Medien, Technologie beschäftigen, um dabei die Rolle der Erfahrung im Anthropozän zu verstehen, des Zeitalter der ökologischen Krise und des sich abzeichnenden Posthumanen. Wie könnte man aisthesis unabhängig von der menschlichen Urteilskraft verstehen? Woraus bestünde Erfahrung in der Wildnis, unabhängig vom Menschlichen? Gibt es minimale Kriterien dafür? Im zeitgenössischen, zu wenig beachteten Revival des Panpsychismus innerhalb von Bewusstseinstheorien gibt es hierzu zahlreiche Behauptungen, die wir mit den üblichen Strömungen über Subjektivität und Ästhetik mithilfe von Beispielen aus Kunst und Medien vergleichen wollen.

 

Music in two dimensions
Minimalismus ist ein System, das darauf hinausläuft, Grundannahmen zur Geltung zu bringen und dabei zu verschieben. Im Seminar mit Oliver Wittchow sprechen wir über seine Arbeit am Klangbild elektronischer Musik, an den Grenzen der visuellen Darstellbarkeit musikalischer Parameter und der Programmierung unter erschwerten Bedingungen. Die ästhetischen Entscheidungen bei dem längst klassischen Synthesizer nanoloop dürften dabei ebenso zur Sprache kommen wie die Frage, wie man Lücken findet, die kurz vor dem absoluten Nullpunkt noch Bewegungsfreiheit geben. Das Gespräch findet im Basismodul Musikinformatik am 5. November ab 14.30 Uhr im IMM statt.

 

Marc Matter bei WDR Studio Akustische Kunst
Am 14. November sendet das Studio Akustische Kunst des WDR das Stück Entstehung dunkel, welches Marc Matter, Dozent für Musik und Text, zusammen mit der Dichterin Dagmara Kraus entwickelt hat. Die beiden haben aus mehrstimmigem Vortrag, lyrischen Strukturen und rhythmischen Klangtexturen ein akustisches Vexierbild aus Stimmgeräuschen und Textmaterial komponiert.

 

Gast-Engagement an der Deutschen Oper Berlin
Im Rahmen des Stückes In Transit arbeitet Richard Eisenach, Studierender des Studiengangs Musik und Medien, zur Zeit an der Deutschen Oper in Berlin. Unter Leitung der Regisseurin Eva-Maria Abelein und zusammen mit den Musikern, Sängerinnen und Sängern des Opernensembles spielen Richard Eisennach (Kontra-, E-Bass), IMM-Alumnus Lukas Truniger (Elektronik) sowie RSH-Alumnus Mischa Tangian (Komposition, Arrangement, Violine).
Das stilistische Spektrum der Stücke ist so vielfältig wie die Herkunft der Sängerinnen und Sänger. Es reicht vom Wienerlied bis zur Broadwaynummer, von Volksliedern des Kosovo und romantischen Kunstliedern hin zu Rock und Hip Hop. Hiervon ausgehend entfaltet sich das poetische Potenzial der Transiträume zu einem Kaleidoskop kurzer Momentaufnahmen.

 

 

 

Aus den Studienschwerpunkten am IMM

 

Schwerpunkt Klassische Musikaufnahme:
Tutorin für Konzertmitschnitte und Kammermusikproduktionen
Seit November 2014 ist Sarah Zabel als Tutorin für die Koordination von Konzertmitschnitten und Kammermusikproduktionen der Robert Schumann Hochschule verantwortlich. Es gehört zu ihren Aufgaben, Anfragen für Aufnahmen der Studierenden entgegen zu nehmen und dafür eine/n passenden Tonmeister-Studierende/n des IMM zu vermitteln. Umgekehrt unterstützt sie auch die Studierenden des Schwerpunkts Klassische Musikaufnahme dabei, geeignete Musiker und Ensembles für ihre Produktionen zu finden. Sarah Zabel organisiert zudem die Mitschnitte möglichst vieler Konzerte der Robert Schumann Hochschule. So haben die Aufführenden einen festen Ansprechpartner, wenn sie eine Aufnahme ihres Konzertes planen.
Das Ziel der neu eingerichteten Tutorenstelle ist, möglichst viele RSH- und IMM-Studierende zusammen zu führen und somit auf lange Sicht einen regelmäßigeren und intensiveren Austausch zwischen Musikern und Toningenieuren sowie Tonmeistern zu erlangen.

 

Schwerpunkt Medienkomposition:
Nominierung für den European Talent Award
Moritz Laux, Studierender des Studiengangs Ton und Bild und Absolvent des Vertiefungsmoduls Medienkomposition, gehört zu den 12 Nominierten des diesjährigen European Talent Awards.
im Rahmen der SoundTrack_Cologne wird seine Musik zum animierten Experimentalfilm Contrast (2013) von Carmen Büchner am 22. November im Kölner Rautenstrauch-Jost-Museum vorgestellt und von einer prominent besetzten Jury bewertet.
Der Film gleicht einem abstrakten Gemälde und ist zudem ein minutiöser Blick in die Schönheit einer wild bewachsenen Blumenwiese. Unter der Oberfläche des Dickichts offenbaren sich jedoch ein beklemmender Mikrokosmos und ein rasanter Kampf um Leben und Tod. Mit Contrast haben sich die Veranstalter erstmals für einen eher abstrakten Film als Wettbewerbsfilm entschieden. Aus der großen Freiheit der gestalterischen Möglichkeiten ergibt sich eine besondere künstlerische Herausforderung, die die Teilnehmer zu bewältigen haben.

 

Schwerpunkt Musikinformatik:
Methoden der Musikinformatik
Der Gegenstand der Musikinformatik sind Algorithmen im weitesten Sinne – Systeme von Regeln, die sich in der Zeit entfalten und dabei hörbar werden. In den ersten Sitzungen gab das Basismodul einen Einblick in ihre Methoden: gemeinsam mit den Studierenden legte Hans W. Koch, Dozent für Hybrid Sound Composition, die Grundlagen für den Bau eines relaisbasierten Automaten, entwarf Prof. Julian Rohrhuber eine einfache Programmiersprache mit freier Wortwahl. Auch Gäste wirkten mit: Willi Sauter erarbeitete ein chaotisches System am Analogcomputer und Oliver Wittchow sprach über künstlerische Softwareentwicklung und die Grenze zwischen freiem Ausprobieren und Performance, zwischen Computerspiel und Computermusik.

 

Schwerpunkt Musikproduktion:
Music@Studio1
In Zusammenarbeit mit Studierenden und Lehrenden des Vertiefungsmoduls Musik und AV-Produktion fand dieses Jahr erneut eine Produktion der Musiksendung Music@Studio1 statt. Über drei Tage hinweg wurden verschiedene Bands im IMM aufgenommen. Die Rolle des Tonmeisters übernahm dabei Musik und Medien-Student Kai Detlefsen. Die Tonproduktion fand in der am Bildstudio 1 anliegenden Tonregie 1 statt. Diese Arbeit fand im Rahmen des Projektmoduls im Studiengang Musik und Medien statt.

 

Schwerpunkt Musik und AV-Produktion:
Mehrkameraproduktion Berlioz und Beethoven
Motivbesichtigung in der Tonhalle, Kamerapositionen festlegen, Treffen mit dem Dirigenten, Aufzeichnungen anschauen und analysieren, Auflösen der Partituren, Schnittlisten schreiben, Aufnahmegeräte disponieren... Die Studierenden im Vertiefungsmodul Musik und AV-Produktion bereiten die Mehrkameraaufzeichnung eines Sinfoniekonzertes vor: Big Bang 02 am 30. November ab 18 Uhr in der Tonhalle Düsseldorf. Das Sinfonieorchester der Robert Schumann Hochschule spielt unter der Leitung von Rüdiger Bohn. Das Programm: Les nuits d'été op.7 von Hector Berlioz, Symphonie Nr.7 A-Dur op.92 von Ludwig van Beethoven und Kammersinfonie op.9. von Arnold Schönberg.
Unter der Leitung von Prof. Manfred Waffender (Produktion und Regie) und Prof. Ulla Barthold (Kamera) und Florian Boddin (Bildtechnik) besetzen die Studierenden die Gewerke. Produktionsleitung: Armin Badde,  technische Leitung Christoph Niemeier, Regie: Daniel Langemann, Nadine Minderjahn, Sören Klitzing. Für die Tonaufnahme sind Studierende des Schwerpunktes Klassische Musikaufnahme verantwortlich. Die Rolle der Tonmeisterin übernimmt Kathrin Lachenmaier.

 

Schwerpunkt Musik- und Medienmanagement:
Grundlagen wichtiger Einkommensquellen
Im zweiten Semester der Lehrveranstaltung Musik- und Medienrecht analysiert Frank Kühl, Dozent für Musikmanagement, mit den Studierenden spezielle Vertragsarten der Musik- und Medienbranche auf Grundlage des Zivilrechts und mit Kenntnissen des Urhebergesetzes. Frank Kühl diskutiert im Seminar Fälle von Urheberrechts- und Vertragsverletzungen und erläutert Grundlagen wichtiger Einkommensquellen von Urhebern und ausübenden Künstlern wie Verwertungsgesellschaften, ihre Gesetzesgrundlagen und Verteilungspläne. Auch aktuelle Entwicklungen wie zunehmende Nutzungen von Creative Commons-Lizenzen oder die Gründung einer neuen Verwertungsgesellschaft sind Thema.

 

Schwerpunkt Musik und Text:
Johanna Dombois zu Gast im IMM
Am 7. November um 15.30 Uhr wird die Opernregisseurin und Autorin Johanna Dombois im Seminar Künstlerischer Text zu Gast sein. Sie wird über die Wechselbeziehung zwischen klassischem Musiktheater und neuen Medientechnologien und die verschiedenen Textformen sprechen, die sich aus dem Expermientellen im Repertoire der Oper ergeben. Ausserdem geht sie der Frage nach, welche Mißverhältnisse zwischen Text, Stimme, Gestus, Musik und Sound in dieser Gattung bestehen und wie eine Entkopplung dieser Elemente denkbar wäre? Als Motto ihrer Reflektionen dient ein Zitat von Heiner Müller: Zusammenhang - das ist die Lüge.

 

Schwerpunkt Visual Music:
Visual Music Porträt der Robert Schumann Hochschule
Ein Blick auf die ohrenabgewandte Rückseite der Hochschule. Dort, wo die Fenster geschlossen sein sollen oder die Vorhänge zugezogen werden, um anonym mit dem Streben nach Konzertreife zu musizieren. Aus diesem Blickwinkel entstand im Schwerpunkt Visual Music vor einem Jahr die Studie Kammermusik von Katharina Blanken, Studentin im Studiengang Musik und Medien. Die Idee, ein visuelles Klangporträt der Robert Schumann Hochschule bei dem das voneinander unabhängige Proben der Musiker miteinander in Verbindung gebracht wird, prüft und beleuchtet das Innenleben einer Musikhochschule.
Jetzt entsteht für die Ausarbeitung dieses Porträts eine neue Klang- wie Bildebene. Die IMM-Studierenden Katharina Blanken (Bild und Ton) und Gabriel Denhoff (Ton) sowie der RSH-Student Gianluca Castelli (Ton) komponieren, der Projektidee entsprechend, eine im wahrsten Sinne des Wortes hintergründige Perspektive auf die renommierte Musikhochschule. Für den Betrachter entsteht so ein neuer Einblick und ein fragwürdiges Zusammenspiel.
Dieses Projekt wird im Rahmen des Projektmoduls im Studiengang Musik und Medien unter der Leitung von Prof. Dr. Heike Sperling produziert.

 



IMM Chronik Oktober 2014

 

Am Bremer Theater am Goetheplatz
IMM-Abslovent Henrik Plünneke schloss letztes Jahr sein Studium mit einer algorithmischen Klanginstallation und einer Musikproduktion des Wuppertaler Mallet Ensembles ab. Nach einem abgeschlossenen Studium Musik und Medien in den Schwerpunkten Musikinformatik und Klassische Musikaufnahme ist er jetzt am Bremer Theater am Goetheplatz als Tontechniker fest angestellt. In der Zwischenzeit hatte er bei Idee und Klang in Basel und an verschiedenen Museums- und Ausstellungsprojekten mitgearbeitet.

 

Neue EP von David Pfeffer & Band
Am 1. November findet der Tourabschluss von David Pfeffer im Zentrum Altenberg in Oberhausen statt. Mit dem Absolventen des Diplomstudiengangs Ton- und Bildtechnik Martin Schucker als ständiges Live-Mitglied an der Gitarre spielt David Pfeffer & Band auch neues Material. Die EP-Produktion wurde sehr erfolgreich via Startnext von Fans finanziert. Die Produktion entstand in den Düsseldorfer MusicMakingPeople-Studios, in denen Martin Schucker als Auftragskomponist regelmäßig arbeitet und als Co-Autor auch an neuen Pfeffer-Songs beteiligt ist, Produzent ist Adam Piastowski. Die EP erscheint Anfang 2015 und wird in Kürze vom Jens Dreesen, ebenfalls Alumnus des Studiengangs Ton- und Bildtechnik, in der Skyline Tonfabrik gemastert. Für die Vermarktung der Produktion ist das Management des Frank Kühl, Dozent für Musikmanagement, zuständig.

 

Trailer für Irish Folk Punk Party
Am 22. November findet in Gevelsberg die von Musik und Medien-Student Franz Wüstenberg organisierte Irish Folk Punk Party statt. Über 1.200 Gäste werden erwartet, wenn die Bands Fiddler's Green und The O'Reillys and the Paddyhats aufspielen.
Die Studierenden Moritz Hils (Kamera), Alexander Kühn (Kamera), Daniel Langemann (Kamera) und Franz Wüstenberg (Produktion, Schnitt) zeigen die einzige Atmohsphäre des irischen Konzerts in ihrer Trailerproduktion, entstanden im Rahmen des Projektmoduls im Studiengang Musik und Medien bei Prof. Manfred Waffender.

 

À-capella-Aufnahme für Basta
Musik und Medien-Student David Ropertz hat mit der Kölner à capella Band Basta den Song Der Neue für ihr neues Album Domino aufgenommen und co-produziert. Neben den Wise Guys, sind Basta eine der etabliertesten à-capella Formationen in Deutschland. Pop und Comedy prägen den Stil des Quintetts. Die Aufnahmen fanden im Solingener Studio Energiekreis Zuckerhut statt. Veröffentlicht wird das Album am 30. Oktober bei Eat The Beat Music.

 

On the Edge of Perceptibility
Im Rahmen der Klangkunst Ausstellung On the Edge of Perceptibility in der Kunsthalle Budapest zeigt Hans W. Koch, Dozent für Hybrid Sound Composition, seine Arbeit circle_of_fifths [realtime clock version]. Die Ausstellung, eine der grössten ihrer Art in Ungarn, präsentiert jüngere ungarische Klangkünstler neben ausgewählten internationalen Positionen.

 

Mit Spannung rechnen: Analogcomputer in der Musikelektronik
Der Kölner Elektronik Experte Willi Sauter gibt im Rahmen des Basismoduls Musikinformatik am 22. Oktober um 14.30 Uhr im Experimentallabor des IMM einen Einblick in die Welt der Analogcomputer. Im Unterschied zu digitalen Computern wird dabei mit Spannungen und Strömen gerechnet, ein Gebiet, das nach längerem Dornröschenschlaf in der Musikelektronik (Analogsynthesizer) wieder verstärkt Beachtung findet.
Ausgehend von den Grundbausteinen und Grundrechenarten führt der Streifzug bis zur Implementation der logistischen Gleichung in einem Modul, das chaotische Steuerspannungen für Analogsysteme erzeugt.

 

Best Original Score für den Kurzfilm In a Mirror
Orson Hentschel, Student im Studiengang Musik und Medien, gewinnt mit seinem Kurzfilm In a Mirror für die beste Filmmusik das Kerry Film Festival in Irland. In der Begründung heisst es, "...an original piece of work that was very effective in enhancing the film which it accompanied, and which achieved a high degree of emotional intensity with a remarkable economy of means."
Die nächste Filmvorführung findet am 18. November auf dem Camerimage Festival in Polen statt, das Alexander Kühn, Kameramann des Film und ebenfalls Musik und Medien-Student, und Orson Hentschel besuchen werden.
Der Film entstand als Abschlussarbeit im Studienschwerpunkt Musik und AV-Produktion unter der Leitung von Prof. Manfred Waffender und Volker Anding.

 

Vom WDR zum SWR
Dipl.-Ing. Stephanie von Fragstein, Absolventin des Studienganges Ton- und Bildtechnik, arbeitet seit Ihrem Diplom als Kamerafrau und Tontechnikerin für den Westdeutschen Rundfunk in Festanstellung. Von dort wechselt sie nun ab November zum Südwest Rundfunk, um eine Stelle als Bildingenieurin in der Sendezentrale in Baden-Baden zu beginnen.
Die Sendezentrale verwaltet alle für den SWR produzierten Sendungen, sowie ein Großteil der Sendungen der ARD und weiteren Rundfunkanstalten, wie arte und 3sat. Mit vollständig auf full-HD gerüsteter Technik sorgen die Mitarbeiter für die Verwaltung und Distribution der inzwischen file-basierten Produktionen, durch Überspielungen, technische Abnahmen, Reinschnitt von Liveaufzeichnungen und Audiomixdowns. Bei Außenproduktionen, wie z. B. der Fußball-WM in Brasilien, sind sie für die Aufzeichnung und Archivierung des produzierten Materials zuständig.

 

Live-Mittschnitt KUF
Im Juni 2014 haben die IMM-Studenten Lukas Baumgart, Simon Stimberg, Julian Prießen, Daniel Langemann, Christoph Behrmann, Patrick Stäudle, Jakob Gengenbach, Max Sauer, Jannis Lehnert und Valentin Link eine Mehrkameraproduktion und Tonaufnahme des Konzerts des Trios KUF in der Filmwerkstatt Düsseldorf durchgeführt.
KUF steht für analog erzeugten Live-Techno. Mit Piano, Kontrabass, Schlagzeug und Synthesizer verbinden Tom Schneider, Valentin Link und Hendrik Havekost tiefschürfende Beats mit akustischen Samples und bündeln diese zu einem elektrisierenden Mix aus Techno und Deep House. Ziel war es die Energie und Stimmung des Abends in einem Live-Mittschnitt festzuhalten. Felix Seeger war für die Live Visuals verantwortlich.

 

Schnupperstudium 2014

In der Woche vom 6. bis 10. Oktober findet das diesjährige Schnupperstudium an der Fachhochschule Düsseldorf statt. Auch das Institut Fuer Musik Und Medien, das mit dem Fachbereich Medien der FH D eng kooperiert und im gleichen Gebäude untergebracht ist, beteiligt sich an der Aktion. In einer Informationsveranstaltung am 9. Oktober um 9 Uhr erhalten Interessenten einen kurzen Einblick in den gemeinsam mit der FH Düsseldorf angebotenen Bachelorstudiengang Ton und Bild. Im Anschluss findet ein Rundgang durch die Studios und die Lehrräume des IMM statt.

 

Imagefilm für das New Fall Festival
Musik und Medien-Studentin Lilian Czolbe dreht auf dem New Fall Festival, das vom 9. bis 12 Oktober an fünf verschiedenen Orten in Düsseldorf mit Acts wie José González, London Grammar, Mogwai und SOHN stattfindet. Während Lilian Czolbe in den letzten Jahren das Festival dokumentierte, soll nun ein Imagefilm entstehen. Dieser beschäftigt sich nicht nur mit den Musikern, Zuschauern und Konzerthallen, sondern geht einen Schritt weiter. Der Clip erzählt eine Geschichte über das zentrale Thema New Fall, bei dem diese beiden Worte und ihre Bedeutungen getrennt voneinander betrachtet, gegenübergestellt und dann auf unerwartete Weise in Verbindung gebracht werden: Ein neuer Herbst.

 

Imagefilm für den Giant Evo
Dipl.-Ing. Michael Wirtz, Absolvent des Studiengangs Ton- und Bildtechnik, arbeitet als Product Leader Brake Test Systems bei der Horiba Europe GmbH. In dieser Position ist er mit seinem Team verantwortlich für die Zukunftsentwicklung des Produktportfolios Bremsenprüfstände.
Aktuell stellt das Unternehmen Horiba die neueste Evolutionsstufe dieser Produktlinie vor, den Giant Evo. Zur offiziellen Markteinführung im September 2014 hat Horiba auf der Automotive Testing Expo in Shanghai ein Video präsentiert, das auch in der folgenden Zeit als technisches Produktvideo für die neue Prüfstandfamilie weltweit in Verkaufsgesprächen verwendet wird. Michael Wirtz hat als Produktverantwortlicher für die neue Prüfstandsfamilie das gesamte Video konzeptionell entwickelt und in Zusammenarbeit mit barracuda film produziert.

 

 

 

Aus den Studienschwerpunkten am IMM

 

Schwerpunkt Klassische Musikaufnahme:
Filmmusikaufnahme
Am 29. Oktober findet im Partikasaal eine Produktion mit dem Orchester der Robert Schumann Hochschule statt. Das Orchester spielt die Filmmusik für den neuen Imagefilm der Hochschule ein. Die Komposition schrieb Musik und Medien-Student Sebastian Heuckmann und das Orchester leitet Gregor Mayrhofer, Student der Dirigierklasse von Prof. Rüdiger Bohn.
Die produktionstechnisch aufwendige Aufnahme führte ein Team von Studierenden des Vertiefungsmoduls Klassische Musikaufnahme unter der Leitung von Prof. Dagmar Birwe durch. David Ropertz, ebenfalls aus dem Studiengang Musik und Medien, wird die Postproduktion übernehmen.

 

Schwerpunkt Medienkomposition:
Assoziative Komposition
Im Seminar Assoziative Komposition nimmt Prof. Andreas Grimm gemeinsam mit neuen Studierenden des Studienschwerpunkts Medienkomposition eine Annäherung an den medienbezogenen Kompositionsprozess als Kombination aus fremden Vorgaben und eigenen Entscheidungen vor. Dabei werden in verschiedenen kleinen Übungen sowohl konkrete musikalische Aufgabenstellungen bearbeitet als auch medienspezifische Perspektivwechsel erprobt. Das Augenmerk liegt dabei auf der Überführung von außermusikalischen Assoziationen - seien sie lokal, emotional oder zeitgeschichtlich - in musikalische Form.

 

Schwerpunkt Musikinformatik:
Totale Komposition
Klangalgorithmen stellen die Trennung von Partitur und Instrument in Frage – ein Computerprogramm kann gleichermaßen Beschreibung und Realisation einer Komposition sein. In der Musikinformatik geht man inzwischen mehr oder weniger fließend zwischen Mikro- und Makrostruktur hin und her, so wie es bereits der integralen Komposition im totalen Serialismus vorschwebte. Der australische Informatiker und Künstler Andrew Sörensen stellt seine Programmiersprache Extempore vor, die nicht nur als live coding Sprache allgemein anerkannt ist, sondern auch den weiten Weg zwischen der Signalverarbeitung und der algorithmischen Partitur verkürzt wie vielleicht nie zuvor. Der Workshop gemeinsam mit Prof. Julian Rohrhuber findet am 6. und 7. Oktober im Experimentallabor statt.

 

Schwerpunkt Musikproduktion:
Vortrag von George Whitty
Für den Studienschwerpunkt Musikproduktion hat Prof. Werner Roth einen Workshop mit dem renommierten amerikanischen Produzenten George Whitty organisiert, der bereits 3 Grammy Award CDs produziert hat und damit zu den derzeit erfolgreichsten amerikanischen Produzenten zählt. Whitty ist mit seinem Solo-Programm zur Zeit auf Deutschland-Tournee und verbringt einen Tag am IMM. Er hat bereits für Celine Dion, Chaka Khan, Carlos Santana und Herbie Hancock produziert und arrangiert und als Pianist u.a. mit den Brecker Brothers, Richard Bona und David Sanborn getourt. In seinem Workshop Producing beschäftigt er sich mit verschiedenen Produktionsweisen, Mischtechniken und der Frage Analog oder Digital?

 

Schwerpunkt Musik und AV-Produktion:
music@studio1_2014
Für die Studierenden im Vertiefungsmodul Musik und AV-Produktion beginnt das Wintersemester mit der Studioproduktion music@studio1.
Nach der redaktionellen Vorbereitung und der Einrichtung von Bühne und Licht, werden an vier aufeinander folgenden Tagen insgesamt drei Bands aufgezeichnet: NTSC, Moglebaum und Kong King. Die Tonaufnahme und -bearbeitung wird als Projekt im Schwerpunkt Musikproduktion realisiert.

 

Schwerpunkt Musik- und Medienmanagement:
Zivilrechtliche Grundlagen
Im Oktober beginnen die Vorlesungen Musik- und Medienrecht. In den elf Lehrveranstaltungen werden zivilrechtliche Grundlagen auf Basis des Bürgerlichen Gesetzbuches erläutert. Willenserklärungen, Vertragsabschluss, Schuldverhältnisse wie Kauf-, Dienst- und Werkvertrag sowie Gesellschaftsformen sind die Themen. Praxisnahe Fälle, vorzugsweise aus der Kreativwirtschaft werden bewertet und Entscheidungshilfen bei Auftragsabwicklung oder Unternehmensgründungen skizziert. Dozent dieser Lehrveranstaltung des Studienschwerpunkt Musik- und Medienmanagement ist Frank Kühl.

 

Schwerpunkt Musik und Text:
ROTH ELECTRIC - Sprechperformance - Sounds
Direkt zum Semesterstart findet eine erste Exkursion zum Graf-Adolf Platz statt, wo die Studierenden des Seminars Künstlerischer Text in Musik, Klangkunst, Film und Hörspiel eine öffentliche Sprech-Performance ROTH ELECTRIC - Sprechperformance - Sounds des Düsseldorfer Künstlers Jörg Steinmann beiwohnen. Jörg Steinmann benutzt dabei Texte des Künstlers Dieter Roth, der ab den späten 50er Jahren als äusserst origineller Produzent experimenteller Dichtung aktiv war, heute aber vor allem als bildender Künstler bekannt ist.

 

Schwerpunkt Visual Music:
Traumhafte Visualisierungen
Am 6. Oktober erscheint auf dem Kölner Elektroniklabel Traum Schallplatten das neue Album Transition von Egokind & Ozean. Zusätzlich zum Release werden die Tracks des Albums von verschiedenen Künstlern visualisiert, darunter auch von zwei Angehörigen des Studienschwerpunkts Visual Music. Tim Fehske (Dozent für Visual Music Technik/ Produktion) übernahm die Visualisierung von Eclipse und Patrick Arnold die zu We Float Around (And Hang Out On Clouds). Der Clip von Patrick Arnold entstand im Rahmen des Projektmoduls im Studiengang Musik und Medien.