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CHRONIK

Willkommen auf der Chronik des Institut Fuer Musik Und Medien (IMM) der Robert Schumann Hochschule (RSH) in Düsseldorf.


Wenn Sie über die Aktivitäten am IMM und die Neuigkeiten aus den acht Studienschwerpunkten auf dem Laufenden gehalten werden möchten, können Sie sich hier anmelden und erhalten dann den monatlichen Newsletter.

 

IMM Chronik März 2015

 

Aus den Studienschwerpunkten am IMM

 

Schwerpunkt Visual Music:
Percussion und Live Visuals für DIE GROSSE 2015
Am 26. März um 19 Uhr gestalteten das Schlagwerk-Ensemble Repercussion und das Bewegtbildquartett WARPED TYPE die Abschlussveranstaltung der Reihe Donnerhall im Rahmen der renommierten Düsseldorfer Kunstausstellung DIE GROSSE im Museum Kunstpalast.
Die Mitglieder des Ensembles Repercussion um die Veith Kloeters, Stephan Müller, Johannes Wippermann und Achim Buschmann – alle Alumni der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf – überzeugen mit einer breit gefächerten Klangpalette von klassischem Schlagzeug über Vibra- und Marimbaphon bis zu Clapping Music und teilen sich Bühnen mit Klassikstars wie Martin Grubinger.
Das Bewegtbildkollektiv WARPED TYPE widmet sich der Kunstform Visual Music, der künstlerischen Beziehung zwischen Ton und Bild. Andreas Huck und Roland Nebe, beide Studierende im Studiengang Musik und Medien, sowie der Absolvent des Studiengangs Ton und Bild Florian Breuer und Stefan Hings inszenieren dabei den Abend mit Live Visuals in Projektion, Licht und Installation.
Der Abend wird kuratiert von Prof. Dr. Heike Sperling, Professorin für Visual Music / Digitale Bildmedien am IMM.

 



IMM Chronik Februar 2015

 

Heterochrone Töne
Die 14. Ausgabe des elektronischen Magazins Nach dem Film hat das Thema Audio History. Unter Anderem erschien darin ein Aufsatz von Volko Kamensky und Professor Julian Rohrhuber, die ihre Arbeit am Dokumentarfilmton und den dabei zugrundeliegenden konzeptuellen Hintergrund erörtern. In Bezug auf die Dichotomie zwischen anachroner und synchroner Geschichtsdarstellung ergibt sich dabei die Möglichkeit einer Alternative: Heterochrone Töne. Zur Frage der Historiographie im Dokumentarfilm Alles was wir haben.

 

Lea – meine kleine Schwester im WDR Fernsehen
Lea Schaufelberger ist viel zu früh geboren und hat verschiedene geistige und körperliche Behinderungen. Sie hat starke Epilepsie und ist auf dem geistigen Entwicklungsstand einer Zweijährigen. Ihre Lebenserwartung lag bei ca. zwölf Jahren. Das ist Leas Krankheitsdiagnose. Man könnte aber auch sagen: Lea ist 19 Jahre alt, unheimlich charmant, musikalisch und fröhlich. Sie ist humorvoll, glücklich und liebt das Leben.
Wie es ist mit Lea in der Familie zu leben, wie man den Alltag gestalten kann und welche Herausforderungen dieser mit sich bringt, zeigt Rebekka Schaufelberger, Absolventin des Studiengangs Ton- und Bildtechnik, mit dem besonderen Blick einer großen Schwester in ihrem Film Lea – meine kleine Schwester. Er läuft im Rahmen der Sendereihe hier und heute im WDR Fernsehen am 21. Februar um 18:20 Uhr. Der Film bietet aus der Perspektive der Schwester einen Einblick in den Familienalltag, der nicht selten anstrengend, eintönig und herausfordernd aber mindestens genauso lustig und glücklich ist.

 

Musik, Sounddesign und Dialogschnitt für den Film Cabaret Crusades - The Secrets of Karbalaa
Für den Film Cabaret Crusades III - The sectrets of Karbalaa des ägyptischen Künstlers Wael Shawky haben die IMM-Studenten Moritz Laux und Raffael Seyfried Sounddesign und Musik gemacht, Matthias Krämer war für den Dialogschnitt verantwortlich.
Der zweistündige Film erzählt, mit aufwendig aus Glas geblasenen Marionetten, die Geschichte der Kreuzzüge aus arabischer Sicht nach. Diese besondere Ästhetik, insbesondere das Material der Marionetten, floß in die Machart von Sounddesign und Musik mit ein. So wurden beispielsweise alle Foleys mit Glas hergestellt und mittels verschiedenen selbst programmierten Techniken diese Glassounds in der Musik eingesetzt.
Der Film hat am 1. Februar Premiere im Museum of Modern Art in New York und wird im Laufe des Jahres in Doha (Quatar) und im April im K21 in Düsseldorf gezeigt.

 

Embodied neurocontrol and autonomous sound robots
Die Sinne verorten Lebewesen nicht nur in ihrer Umwelt, sie versetzen sie auch in die Zeit: schon sehr einfache Modelle von Nervensystemen sind oft überraschend unvorhersehbar und zeigen ein komplexes dynamisches Verhalten, insbesondere wenn sie Körper und Umgebung einbeziehen. Im Schwerpunkt Musikinformatik führt Prof. Frank Pasemann am 3. April von 11 bis 17 Uhr in dieses Themengebiet ein und arbeitet gemeinsam mit Studierenden und Lehrenden an Methoden, das Zeitverhalten kleiner neuronaler Module hörbar zu machen. Solche Sonifikationen könnten im Weiteren dann als Schnittstellen zwischen kognitionswissenschaftlichen und kompositorischen Fragestellungen fungieren.

 

39 – WDR HörSpiel App in 3D-Sound
Die Firma Dear Reality ​entwickelt und ​veröffentlicht für den WDR die interaktive HörSpiel-App 39 ​für iOS und Android. Dear Reality produziert interaktives Sounddesign und Audio-Software für virtuelle Realität​ und wurde von Dipl.-Ing. Christian Sander, Absolvent des Studiengangs Ton- und Bildtecnik, und Achim Fell gegründet. 39 ist ein interaktive​r​ HörSpiel​-Thriller​ in 3D-Sound und verbindet die Kunstform Hörspiel mit den Möglichkeiten interaktiver, mobiler Technologie. E​in Mystery-Thriller in zwei Fassungen, als Radiohörspiel ​zum traditionellen Hören ​und als Audiogame für mobile Geräte.
Die App wurde von Apple in Die besten neuen Apps aufgenommen und ist im Appstore unter den Top 5 in zwei Spielekategorien zu finden. Andrew Mottl und Kai Holzkämper, beide ebenfalls Absolventen des Studiengangs Ton- und Bildtechnik, wurden als zusätzliche Sounddesigner engangiert.
Die linearen Versionen des Hörspiels, die WDR3 und 1LIVE am 2. und 3. Februar senden, läuten mit ihrer Ausstrahlung offiziell die Veröffentlichung der gleichnamigen App ein. Sie sind ebenfalls im 3D-Sound produziert und zum Hören mittels Kopfhörern empfohlen.

 

IMM-Ensembleabend
Am 3. Februar findet der zweite IMM-Ensembleabend statt. Ab 19 Uhr spielen auf der Bühne des Café Freiraum in der Fachhochschule Düsseldorf zehn Bands zum Semesterabschluss noch einmal gross auf. Präsentiert werden die Semesterergebnisse der aktuellen Combos unter der Leitung der Jazz- und Popdozenten des IMM. Eine Premiere feiert dabei das im laufenden Wintersemester neu gegründete Improvisations- und Experimentalensemble.

 

IMM-Alumni drehen Musikvideo für Warner
Nils Wülker veröffentlicht sein neues Video Season feat. Max Mutzke aus seinem neuen Album Up feat. Max Mutzke, Sasha, Xavier Naidoo, Jill Scott und Craig Armstrong. Bei der Produktion des Musikvideos waren unter anderem die IMM-Alumni Stephan Telaar (Regie), Manfred Borsch (Kamera) und Florian Breuer (Licht, Projektion) beteiligt. Das Projekt wurde von Miho Nishimoto von der Warner Music Group betreut, Absolventin des Studiengangs Ton- und Bildtechnik.

 

Pop aus dem Lehrbuch
Die Welt berichtet über den Unterricht in populärer Musik an den Hochschulen in Nordrhein-Westfalen. Neben Prof. Hans Nieswandt, dem Leiter des neuen Institut für populäre Musik der Folkwang-Hochschule der Künste in Bochum, berichtet Prof. Dieter Falk, Professor für Musikproduktion und Pop-Piano am IMM, über seine Arbeit mit Studierenden:
Die Welt schreibt, "Jemand wie Dieter Falk weiß, wie der Markt tickt, kennt so gut wie jeden und kann ein Türöffner für begabte Studierende sein. Aber warum eigentlich muss man Popmusik an Universitäten unterrichten? 'Weil es die Trennung zwischen ernster Musik und Unterhaltungsmusik nur noch in den Köpfen von wenigen Old-School-Kulturbeflissenen gibt', lautet die Antwort."

 

Dokumentation A Day in the Life of Die Orsons
Für die Arbeit an ihrem kommenden Album What's Goes hat sich die Rapband Die Orsons auf die Schwäbische Alb zurückgezogen. Musik und Medien-Student Simon Langemann hat sie dort für einen Tag besucht und das Erlebte für das HipHop-Magazin ALL GOOD festgehalten. Zum Einstieg in die Berichterstattung erscheint nun eine ausführliche Reportage sowie ein dokumentarischer Videoclip.

 

 

 

Aus den Studienschwerpunkten am IMM

 

Schwerpunkt Klassische Musikaufnahme:
Workshop Auro 3D und 2+2+2 Stereophonie
Am 12. und 13. Februar findet für die Studierenden des Studienschwerpunkts Klassische Musikaufnahme ein Workshop zu dem Thema Auro 3D und 2+2+2 Stereophonie mit Dipl. Tonmeister Werner Dabringhaus statt. Werner Dabringhaus führt mit seinem Label Dabringhaus und Grimm schon seit Jahren Aufnahmen in diesem Format durch und berichtet von seinen Ergebnissen im Rahmen einer Vorführung.
Der zweite Teil des Workshops beinhaltet eine Auro3D-Aufnahme im Partikasaal mit der Flötistin Antje Thiele (Klasse Prof. Michael Faust) und der Pianistin Akiko Sigfridsson. Die beiden Musikerinnen interpretieren die Suite op. 34 von Charles-Marie Widor. Die Produktion wird von der angeschlossenen Partikasaal-Regie aus geleitet, die eigens für diesen Workshop mit vier zusätzlichen Geithain-Lautsprechern aufgerüstet ist. Die teilnehmenden Studierenden führen mit Werner Dabringhaus zusammen die Produktion durch und können dabei, wie auch beim anschließenden gemeinsamen Mischen, gute Einblicke in seine Arbeitsweise gewinnen.

 

Schwerpunkt Medienkomposition:
Sounddesign
Wichtiger und beliebter Bestandteil des Studienschwerpunkts Medienkomposition ist das Sounddesign. Seit 2007 lehrt Olaf Mierau am IMM und unterstützt die zahlreichen Projekte der Studierenden, die oft in Zusammenarbeit mit Studierenden von Kooperationspartner des IMM, wie der Kunsthochschule für Medien in Köln oder der Filmakademie Baden-Württemberg, entstehen.
Olaf Mierau arbeitet in Berlin als freier Music- und Audio Postproduction Supervisor sowie auf dem Gebiet Product- und Environment Sound Design. Er gibt seine Erfahrung aus Produktionen wie Die Nachrichten (music supervising), Jenseits (sound supervisng), Black Box – Das Experiment (music production und special audio sfx supersvising), Die Fälscher (sound supervising), Dolphins (sound supervising) und Voodoo-Mounted by the goods (postproduction sound supervising) mit Begeisterung an die Studierenden weiter.

 

Schwerpunkt Musikinformatik:
Reden mit Oliver II: Telefonklingeln - Die Störung gestalten
Klingeltöne gehören zu der Klasse von Signalen, deren Aufgabe es ist zu stören, zu unterbrechen. Das Seminar mit Oliver Wittchow stellt den zeitgeschichtlichen Zusammenhang aus ästhetischer und technischer Perspektive vor. Es geht der Frage nach, inwieweit Klingeltöne Musik sein können und untersucht die spezifischen Möglichkeiten der Störungsgestaltung. Gemeinsam mit den Studierenden und Lehrenden des Schwerpunkts Musikinformatik werden im Anschluss daran Algorithmen zur Synthese von Signaltönen entworfen.

 

Schwerpunkt Musikproduktion:
Pop-Pianoworkshop
Am 14. Januar fand an den beiden Flügeln im Studio 2 des IMM die zweite Session des Pop-Pianoworkshops von Prof. Dieter Falk statt. Mit dabei waren zehn Studierende, darunter auch zwei von der Robert Schumann Hochschule, die sich zum Thema Pop und Jazz-Piano-Improvisation weiterbilden wollten. Der letzte der drei Workshops im Rahmen des Projektmoduls im Schwerpunkt Musikproduktion findet am 11. Februar im Studio von Dieter Falk unter anderem an original Wurlitzer- und Rhodes-Piano sowie Hammond-Orgel statt .

 

Schwerpunkt Musik und AV-Produktion:
quartett/fragmente für Die Große 2015
Moritz Hils, Studierender im Studiengang Musik und Medien, arbeitet derzeit an einer audiovisuellen Installation mit dem Titel quartett/ fragmente, die am 19. März im Rahmen der Ausstellung Die Große 2015 in der Reihe Donnerhall im Düsseldorfer museum kunst palast präsentiert wird. Dafür hat er das converse string quartet der Robert Schumann Hochschule ins Studio 1 des IMM eingeladen. In Zusammenarbeit mit Charel Bourkel und Leon Müller, beide ebenfalls Studierende im Studiengang Musik und Medien, und Raphael Janzer von der UdK Folkwang wurde das Streichquartett Nr. 15, d-moll von Wolfgang Amadeus Mozart in Ton und Bild aufgezeichnet. Die Installation zeigt auf 16 frei im Raum hängenden Monitoren einzelne Einstellungen der vier Musiker. Die Bildinhalte fokussieren dabei auf die Entstehung des Klangs, die Interaktion im Ensemble und die individuelle Spielweise der einzelnen Musiker. Die Anordnung der Bilder einerseits und die separierte Tonwiedergabe über mehrere im Raum verteilte Lautsprecher andererseits orientieren sich an den realen räumlichen Verhältnissen der Sitzordnung beziehungsweise der Abstrahlcharakteristik der einzelnen Instrumente. Der Besucher der Installation kann sich frei um das audiovisuelle Ensemble herum bewegen und entscheidet in jedem Moment der Aufführung, wo er stehen, was er sehen, und wie er hören möchte. So entsteht eine Souveränität und Freiheit, die in einer üblichen Konzertsituation nicht gegeben ist, die dem Zuschauer aber auch zur Verpflichtung wird. Es geht um Aufmerksamkeit und ein mündiges Hören der Musik fernab von den Konventionen des klassischen Konzertbetriebs. Darum, ein persönliches Verhältnis zur Musik zu finden.
Die Arbeit ist ein Projekt im Schwerpunkt Musik und AV-Produktion.

 

Schwerpunkt Musik- und Medienmanagement:
Geschäftsmodelle auf Online-Plattformen
Die Portierung traditioneller Geschäftsmodelle auf Online-Plattformen ist eine gängige, vielfach aber zum Scheitern verurteilte Form der Unternehmensgründung – gerade in der Kreativwirtschaft. Innerhalb des Vertiefungsmoduls Musik und Medienmanagement werden auch in diesem Wintersemester internetbasierte Geschäftsmodelle entwickelt, welche das Potenzial der Digitalisierung nutzen, ohne dabei jedoch erfolgskritische Faktoren zu vernachlässigen. Diese Faktoren beziehen sich im Kern auf die analogen (persönlichen) Beziehungen zwischen dem Leistungsanbieter und seinen potenziellen Kunden. So werden beispielsweise in einem Business Plan zur Online-Musikvermittlung weitere Services definiert, die den Kunden (Musikschülern) auf der Basis persönlicher Kontakte und Events einen echten Mehrwert bieten und seine Lernmotivation steigern.

 

Schwerpunkt Musik und Text:
Radiojournalismus, Feature und Hörspiel
Am 6. Februar ist Raphael Smarzoch aus Köln, der seit Jahren Radio-Features für den WDR produziert, als Autor für zahlreiche Musikzeitschriften tätig ist (Spex, Neue Zeitschrift für Musik) und nebenbei über den Avantgarde-Komponisten Christian Wolff promoviert, im Schwerpunkt Musik und Text zu Besuch.
Im Basismodul Musik und Text erarbeiten derzeit Studierende unter Anleitung von Waltraud Blischke, Dozentin für Sprechen und Schreiben über Musik, ein Radioformat zum Themenkomplex Computerspiele und Musik. Geplant ist eine künstlerische Auseinandersetzung mit den Ausdrucksformen im Radiojournalismus, Feature und Hörspiel. Die Produktion wird nach Fertigstellung auf dem Mixcloud-Kanal des Studienschwerpunkts Musik und Text präsentiert.

 

Schwerpunkt Visual Music:
Mehrdimensionale Installationen
Zum Abschluss des Vertiefungsmoduls im Studienschwerpunkt Visual Music erstellen die Studierenden ihre erstes grosses Projekt in diesem Genre. Dabei komponieren sie sowohl die auditive als auch die visuelle Ebene. In den letzten Jahren entscheiden sich immer mehr Studierende, zusätzlich mit dem Raum als dritte Gestaltunsgelement zu arbeiten. Am 14. und 15. Februar zeigen sechs Studenten ihre Abschlussarbeit in der Filmwerkstatt Düsseldorf.
Eine weitere Installation, das Bachelorprojekt im Schwerpunkt Visual Music von Milan Schell, ist am 11. Februar ab 17 Uhr im Studio 1 des IMM zu sehen.
Betreut werden diese Studierende von Prof. Ulla Bartold (Bildgestaltung/ Kamera und Licht), Tim Fehske (Visual Music Technik/Produktion), Andreas Kolinski (Computergestützte Medienkomposition), Christian Schäfer (Bildgestaltung/ Grafik) und der Leiterin diese Studienschwerpunkts, Prof. Dr. Heike Sperling.