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CHRONIK

Wenn Sie über Aktivitäten am IMM und die Neuigkeiten aus den acht Studienschwerpunkten auf dem Laufenden gehalten werden möchten, können Sie sich hier anmelden.

 

IMM Chronik August 2014

 

Computerspiel: Shit Ahead
Philip Lammert (Studiengang Typedesign, Kunstakademie Hamburg), Nicolas Neteler (Studiengang Ton und Bild am IMM) und Kristof Niederholtmeyer (Informatik an der RWTH Aachen) nahmen gemeinsam an dem Wettbewerb Ludumdare vom 22. bis 25. August teil. Die Aufgabe: Innerhalb von 72 Stunden ein Computerspiel zu einem erst zum Startzeitpunkt bekannt gegebenen Thema zu programmieren. Zu dem Thema des 30. Wettbewerbs Connected Worlds programmierte die Gruppe mit C++, SDL2 und OpenGL das Spiel Shit Ahead. It's a game about spreading culture as a world-connecting motive. (Zitat Website). Philip Lammert zeichnet für die Illustration, Nicolas Neteler für den Sound und Kristof Niederholtmeyer für den Code verantwortlich.
Die Teilnehmer bewerten sich in den kommenden drei Wochen gegenseitig.

 

Fußball von oben
Matthias Krämer (Studiengang Ton und Bild) und Julian Prießen (Studiengang Musik und Medien) nehmen mit ihrem Hörspiel Fußball von oben am Wettbewerb um den Kulturpreis 2014 der Deutschen Akademie für Fußballkultur teil. Eine Entscheidung, der unter anderem mit Claudia Roth und Arnd Zeigler prominent besetzten Jury, steht kurz bevor.
Während das runde Leder auf der Erde die Leute zusammen bringt, haben andere weiter oben ganz andere Absichten, schreiben die beiden Autoren über ihr Hörspiel. Entstanden ist die Arbeit weitestgehend in der Tonregie 4 des IMM.

 

Kunstpunkte Düsseldorf
An den diesjährigen Kunstpunkte Düsseldorf nimmt Florian Zeeh, Student im Studiengang Musik und Medien, erneut mit seiner Ateliergemeinschaft teil. Seit 2012 organisiert er gemeinsam mit Mavi Garcia und Bernhard Kucken den öffentlich geförderten Off-Raum BETONBOX.
Zur Eröffung der Kunstpunkte zeigt Florian Zeeh gemeinsam mit Mavi Garcia den dritten Teil ihrer Performance-Trilogie Schwarze Kiste. Die Schwarze Kiste funktioniert wie eine umgekehrte Version des von Jeremy Bentham entwickelten Panopticons. Ein Raum, der die gleichzeitige Überwachung des privaten Inneren der Kiste durch viele Überwacher ermöglicht. Die Zuschauer blicken - selbst ungesehen - durch Türspione in die große, ovale, schwarze Kiste.
Im dritten Teil der Performance-Trilogie entfacht im inneren ein banaler Konflikt. Die Beobachter dringen mit ihren Augen in die private Zweisamkeit ein und wohnen dem existenziellen Kampf um Respekt und Freiheit bei. Die Performancereihe, die in diesem Jahr mit dem dritten Teil Schlafstörung ihren Abschluss findet, thematisiert Fragen zur Privatsphäre, Freiheit zur Selbstverwirklichung und Arbeitsmoral.

 

Pratikum in den Bauer Studios
Lukas Prinz , Student im Studiengang Ton und Bild, absolviert derzeit ein halbjähriges Praktikum bei den renommierten Bauer Studios in Ludwigsburg.
Neben IMM-Alumnus Dipl.-Ing. Julian Klapp sind dort noch fünf weitere Tonmeister beschäftigt, bei denen er wertvolle Praxiserfahrung sammeln kann.

 

Jazzmarathon im IMM
Unter dem Titel Jazzmarathon fand am IMM Aufnahmen in Ton und Bild unter der Leitung von Johannes von Barsewisch und Richard Eisenach statt. Vom 31. Juli bis 2. August war jeden Tag eine andere Band mit jeweils unterschiedlicher Besetzung aus dem Umfeld der Hochschule für Musik und Tanz Köln und der Folkwang Universität der Künste Essen am IMM zu Gast. In Studio 2 spielten die Bands jeweils zwei Sets à 45 Minuten live ein, während das Kamerateam unter der Regie von Richard Eisenach das Geschehen filmte und Johannes von Barsewisch für die Tontechnik verantwortlich zeichnete.
Das Kamerateam bestand aus den IMM-Studierenden Lukas Baumgart, Moritz Hils, Jonathan Kastl, Vitaly Kohmann, Sophie Körner, Tine Marzi, Nicki Schulze Frenking, Moritz Schuster und Frederick Weißel.
Bei den Musikern handelte es sich um Yannis Anft, Moritz Barancyk, Leif Berger, Alexander Dawo, Friedeman Dittmar, Bennon Gössel, Justus Heher, Philipp Humburg, Michael Knipschild, Torben Schug, Jonas Vogelsang, Fabien Witte und Sven Ziebarth,

 

Pratikum beim WDR in Köln
Musik und Medien-Studentin Jessica Grzenia absolviert im September ein einmonatiges Praktikum in der Wort- und Musikproduktion der WDR-Studios in Köln. Sie begleitet Live- und Studioproduktionen des WDR Sinfonie- und Rundfunkorchesters sowie der WDR Bigband. Jessica Grzenia wird dabei als Assistentin in der Produktion und Tonbearbeitung von Radioprogrammen und Konzerten tätig sein.

 

Hans W. Koch an der National Chiao Tung University
Das transArt Team der National Chiao Tung University in Hsinchu, Taiwan hat Hans W. Koch, Dozent für Hybrid Sound Composition, zum zweiten Mal zu einem Workshop eingeladen.
Wie bereits im November 2013 geht es auch diesmal um die künstlerische Beratung und Betreuung von Studierendenteams aus den Bereichen Architektur, Angewandte Kunst und Musik bei der Vorbereitung einer Ausstellung im Digital Art Center Taipei im September 2014.

 

 

 

Aus den Studienschwerpunkten am IMM

 

Schwerpunkt Klassische Musikaufnahme:
Produktionen in Bayreuth - Festival junger Künstler
Auch in diesem Jahr hatten 12 Studierende des IMM wieder die Gelegenheit beim Festival junger Künstler Bayreuth vielfältige Aufnahmeerfahrungen in verschiedenen Bereichen der klassischen Musik zu sammeln. Dabei gaben die Chöre aus Armenien, China, Island, Jordanien und Portugal in unterschiedlichen Lokalitäten im Großraum Bayreuth, wie Kirchen oder Konzertsälen, ihr Können zum Besten. Bei den Aufnahmen derer ergab sich die Gelegenheit den Einfluss der Saalakustik auf das klangliche Ergebnis im direkten Vergleich zu erfahren. Ein weiteres Highlight des einmonatigen Festivals war die Zusammenführung aller fünf Chöre zu einem 120-köpfigen Ensemble.
Neben einer Streichquartett-Produktion und Kammerorchester-Aufnahmen erforderten die teils szenischen Aufführungen der Opernklasse Flexibilität und Know-How der Teilnehmenden.
In diesem Jahr wurde das IMM-Team von Jeff Schiltz und Kai Detlefsen, Studierende des Studiengangs Musik und Medien, koordiniert. Für die Kooperation des IMM mit dem Festival junger Künstler Bayreuth ist Prof. Dagmar Birwe zuständig und betreute in diesem Zusammenhang einige ausgewählte Aufnahmen vor Ort.

 

Schwerpunkt Medienkomposition:
Rise of the Titan
Produktionsmusik, also Musik, die für die Nutzung in verschiedensten Medien komponiert und produziert wird, ohne für einen exklusiven Verwendungszweck in Auftrag gegeben worden zu sein, ist der Gegenstand des Bachelorprojekts von Musik und Medien Student Markus Roser.
Er hat Geschichte und Rahmenbedingungen des Produktionsmusikmarkts analysiert und besonders das Segment Trailermusik untersucht, das eine wichtige Funktion in der Vermarktung von Spielfilmen, aber auch in Werbekampagnen für Computerspiele oder Sportevents einnimmt. Nach eingehender Untersuchung aktueller Beispiele des Genres entstand mit Rise of the Titan eine eigene Trailermusik, in der Roser die analysierten Kompositions- und Produktionsrichtlinien anwendet.
Betreut wurde die Arbeit von Prof. Andreas Grimm und Andreas Kolinski, Dozent für Computergestützte Medienkomposition.

 

Schwerpunkt Musikinformatik:
Erkenntnistheorie und Musikinformatik
In einem zweitägigen Seminar der Reihe Grundlagen künstlerischer Forschung führte Jochen Otto (ZKM) in philosophische Argumente ein, die einen Kernbereich der Erkenntnistheorie betreffen. Ausgehend eines Kapitels aus Goodmans Languages of Art diskutierten die Teilnehmer unter anderem die Wirkung des nicht direkt im Kunstwerk Wahrnehmbaren, anhand der Rolle des Objekts für Kant wurden Grundbegriffe wie Identität und Synthesis deutlich. Die intensive Auseinandersetzung mit philosophischen Texten greift, so das erneute Fazit, gut mit der Beschäftigung mit der Programmierung ineinander: in beiden geht es darum, Probeme zu lösen, deren Lösung nicht vorgegeben ist.

 

Schwerpunkt Musikproduktion:
Firlefanz im IMM
Am 6. und 7. August war die Kölner Band Firlefanz zu Gast im Studio 2, sowie der angehörigen Tonregie 2 des IMM. Zusammen mit Musik und Medien-Student Charel Bourkel produzierten sie in diesen zwei Tagen in insgesamt 31 Arbeitsstunden fünf komplette, kölsche Songs, davon zwei Eigenkompositionen und drei Coversongs.
Die Band Firlefanz ist schwerpunktmäßig in der Karnevalsszene angesiedelt. Die Musik ist stark von Bands wie Kasalla, Bläck Fööss etc. beeinflusst.

 

Schwerpunkt Musik und AV-Produktion:
Imagefilm für die Robert Schumann Hochschule Düsseldorf
Stefan Haupt, Studierender im Studiengang Musik und Medien, ist gemeinsam mit dem Kameramann Frank Sidenstein auf Motivsuche in Düsseldorf unterwegs. Das Thema seiner geplanten Bachelorarbeit lautet: Produktion eines Imagefilms für die Robert Schumann Hochschule Düsseldorf. Der Film soll zweieinhalb Minuten lang werden und nicht nur die vielen unterschiedlichen Facetten der Musikhochschule, sondern auch die Landeshauptstadt am Rhein vorteilhaft ins Bild setzen. Unter seinen Kommilitonen sucht der Regisseur noch nach Darstellern: Musiker, die Lust haben vor der Kamera zu stehen. Die Musik wird von Sebastian Heuckmann als Bachelorarbeit im Schwerpunkt Medienkomposition produziert. Matthias Schwarz, der rührige Leiter der Marketingabteilung der Hochschule, hat die Rolle des Kunden bei diesem Projekt übernommen.

 

Schwerpunkt Musik- und Medienmanagement:
Neuer Dozent für Musik- und Medienrecht
Die Vorlesung Musik- und Medienrecht im Studienschwerpunkt Musik- und Medienmanagement übernimmt ab dem kommenden Wintersemester der Musikverleger und Musikberater Frank Kühl. Seine 1997 gegründete Firma Smarten-Up Musikverlag betreut nationale und internationale Autoren. Als Berater für Künstler und Unternehmen kennt er sämtliche Vertragsarten der Musikwirtschaft auch aus der Praxis. Frank Kühl ist ausserdem langjähriger Fachberater Musik bei mediafon, dem Beratungsnetz für Selbstständige bei ver.di und regelmäßig als freier Dozent tätig.

 

Schwerpunkt Musik und Text:
Philosophische Untersuchungen und Sample-Poetry

Während der vorlesungsfreien Zeit beschäftigen sich die Studierenden des Vertiefungsmodul Musik und Text eingehender mit den Texten des späten Ludwig Wittgenstein, den Philosophischen Untersuchungen, in denen die Funktionen von Sprache und Begriffen kritisch und unnachgiebig anaylsiert werden. Ausserdem findet eine Auseinandersetzung mit dem hierzulande leider kaum bekannten Radiomacher, Buchautor und Sample Poet Gregory Whitehead statt, der an der Ostküste der USA lebt. Whitehead entwickelte einen äusserst originellen Stil in seinen Radio-Essays und Features, die sich durch hybride dokumentairsche Formate sowie eigenwillige Themensetzungen und Sounddesigns auszeichnen. Er ist der Autor von zahlreichen Audio-Gedichten, die fast ausschliesslich auf Sprach-Samples aus fremden Quellen basieren. In seiner künstlerischen Forschung beschäftigte er sich ausserdem mit den verschiedenen Formen des Schreis – dafür betrieb er eine Telefon-Hotline, auf der die Leute ihre Schreie abliefern konnten.

 

Schwerpunkt Visual Music:
Hikiko sucht die Einsamkeit
Stop-Motion Filme erfordern ein klares Konzept und viel Hingabe. Für sein Bachelorprojekt im Studiengang Musik und Medien entwickelte Markus Zimmermann die Geschichte rund um Hikiko, der sich in sein Zimmer zurück zieht und eine eigene Welt erschafft. In dem Making Of zu Hikiko sucht die Einsamkeit erfährt der Zuschauer, wie beide, Hikiko aber auch der Filmemacher, sich in ihrem Zimmer von der Aussenwelt abschotten.
Diese herausragende Bachelorarbeit entstand im Schwerpunkt Visual Music und das Making Of dazu als Projekt im Schwerpunkt Musik und AV-Produktion.
Für die Filmmusik, die mit Motiven aus Franz Schuberts Lied Einsamkeit aus der Winterreise arbeitet, zeichnet Gregor Keinenburg aus dem Studiengang Musik und Medien verantwortlich.

 



IMM Chronik Juli 2014

 

Pop culture today: Zwischen Theorie & Praxis
Im Rahmen der c/o pop Convention sprechen Diedrich Diederichsen, Udo Dahmen, Hans Nieswandt, Ralf Niemczyk, Timo Kumpf und der geschäftsführende Direktor des IMM, Prof. Andreas Grimm, am 22. August im Kölnischer Kunstverein über Popmusik und Popkultur als Kunstformen und wissenschaftliche Disziplinen. Das renommierte Panel fragt sich, ob man Popkultur wirklich erlernen kann.
Die c/o pop Convention am 21. und 22. August lädt mit einem umfangreichen Programm, 90 Rednern aus 15 Ländern und spannenden Präsentationen, Panels, Workshops sowie Netzwerkevents rund 1.000 Fachbesucher nach Köln ein.

 

Neues Album von Monophonist: Personalunion
Das erste Album in voller Länge der Kölner Band Monophonist ist fertig, am 11. August wird es als DigiPack-CD und Download veröffentlicht. Anhören und kaufen kann man es über Bandcamp und ab Mitte September auf den üblichen Plattformen.
Auf Personalunion wird Monophonist zur Einheit: Die Musik wurde von der Band zusammen geschrieben und eingespielt. Mit Hardcore-Punk als Basis wird mit Jazz, Elektronischem, Rock n' Roll und Wahnsinn eine Suppe gekocht, die man nur bei Monophonist serviert bekommt. Ob sie schmeckt, liegt am Geschmack und an der Offenheit der Hörer, ungewöhnlich ist sie mit Sicherheit.
Monophonist besteht unter anderem aus Daniel Hölscher und Jonathan Hoffmann, zwei Absolventen des Diplomstudiengangs Ton- und Bildtechnik. Letzterer hat auch die gesamte Produktion durchgeführt.

 

Noch mehr Musik und Text-Gäste
Am 31. Juli und 1. August stellen zwei weitere Gäste ihre künstlerische Arbeit am IMM vor.
Die Düsseldorfer Malerin, Dichterin und Performance-Künstlerin Angela Fette ist bekannt für ihre eigentümlichen Kombinationen aus Lesungen und ritualartigen Handlungen in eigener Szenographie, die sie in selbst entworfenen Kostümen, Masken und Hüten aufführt. 2011 gründete sie zusammen mit Phillip Schulze das Noise-Art Duo WeisserWesten – ein exzentrischer Mix aus Stimme und granularen Walls of Sound.
Florian Meyer, Musiker und Künstler aus Karlsruhe, wo er an der HFG Medienkunst studierte. Als Musiker (The Durian Brothers, Don't DJ) arbeitet er vor allem mit polyrhythmischen Strukturen. Über zirkuläre Systeme im Allgemeinen und Polyrhythmik im Besonderen forscht er auch seit kurzem in Textform. Im Seminar wird er seine These – Rhythmus als nicht-repräsentative Sprache – vorstellen.
Diese beiden Seminare im Schwerpunkt Musik und Text sind für interessierte Gäste offen, beginnen jeweils um 14 Uhr und finden im MMR statt.

 

Workshop Operndorf Burkina Faso
Am 19. Juli sind Christin Richter vom Operndorf Afrika und ihr Mitarbeiter Felix Dunkl sowie die Fotografin Marie Köhler zu Besuch am IMM. Auf Einladung von Prof. Dr. Heike Sperling (Visual Music/ Digitale Bildmedien) stellen die Gäste das Konzept des Operndorf von Christoph Schlingensief den interessierten Studierenden vor.
Marie Köhler zeigt ihre Arbeiten mit den Schulkindern vor Ort, die in Workshops mit analogen Kameras ihre Welt fotografiert haben. Marie Köhler stellte sich in diesem Projekt selbst die Frage, ob durch die Bildsprache der Schulkinder im Operndorf ihre eigene Ästhetik als Fotografin bereichert und verändert wird. Das Ergebnis fasst Marie Köhler nun in einem Katalog zusammen.
Die Robert Schumann Hochschule und die Festspielhaus gGmbH unterzeichneten beide im Mai diese Jahres einen weitreichenden Kooperationsvertrag. Zur Zeit ist bereits der erste Student aus dem IMM, Nicolas Neteler (Studiengang Ton und Bild), vor Ort, um das Tonstudio des Operndorfs im Rahmen seiner Bachelorarbeit mit aufzubauen.

 

3D Visuals fürs Open Source Festival 2014
Für das Open Source Festival 2014 am 12. Juli auf der Galopprennbahn Düsseldorf gestaltet das Bewegtbildkollektiv WARPED TYPE um Florian Breuer (Absolvent des Studiengangs Ton und Bild), die beiden Musik und Medien-Studenten Andreas Huck und Roland Nebe sowie Stefan Hings die Live Visuals.
Die neue, vierte Bühne des Festivals, den Teehaus Floor, bespielt das Quartett auf einer Breite von 13 Metern mit hochauflösenden Visuals in in Anaglyph 3D. Ausserdem werden an alle Festivalgäste kostenlose Rot-Cyan-3D-Brillen verteilt.
Auf dem Open Source Festival treten dieses Jahr unter anderem die New Yorker Club-Sensation
Hercules & Love Affair sowie Max Herre, Joy Denalane, Afrob und das Kahedi Radio Orchestra mit ihrem MTV Unplugged-Programm auf.

 

Stille Post
Am 10. Juli präsentieren die dreizehn Studenten im Vertiefungsmodul Visual Music im IMM ab 13 Uhr ihre Ergebnisse aus der Lehrveranstaltung Bildkomposition und -rhythmus bei Christian Schäfer (Dozent für Bildgestaltung/ Grafik).
Im Seminar wurde Musikvisualisierung in Form von Notationssystemen abseits unseres klassischen europäischen Notensystems behandelt. Untersucht wurden alternative Musiknotationen von bildenden Künstlern und Musikern.
In der praktischen Übung Stille Post zogen die Studenten per Losverfahren jeder ein Musikstück. Dieses sollte grafisch visualisiert werden – ohne unser konventionelles Noten- oder Schriftsystem zu benutzen. Die so entstandenen Noten wurden an einen anderen Teilnehmer ohne Musik, Titel oder sonstige Hinweise auf das Stück weitergegeben, der nun seine Interpretation der Notation einspielte. Der neu entstandene Track bekam einen Titel und wurde wiederum weitergegeben und von einem anderem Teilnehmer visualisiert, diesmal in Form eines Covers.
Präsentiert werden jetzt die Originalcover und die Ausgangsstücke, die alternativen Notationen, die neu entstandene Musik sowie die im Kurs gestalteten Cover.

 

Beschallung im Festivalsommer
Dipl.-Ing. Michael Ochs, Absolvent des Studiengangs Ton- und Bildtechnik und Lehrbeauftragter an der Fachhochschule Düsseldorf, ist diesen Sommer u.a. als lokaler FoH-Operator sowie Systemtechniker an der Alterna Stage bei Rock am Ring im Einsatz. Michael Ochs ist auch als lokaler Monitor-Operator an der Green Stage beim Sommerjam 2014 für den Monitorsound von 17 der dort spielenden Bands verantwortlich. Zudem zeichnet er für den Streaming Mixdown der 72 anliegenden Eingangssignale der Oper für alle in Düsseldorf verantwortlich.

 

Jupiter Jones Live-DVD und -CD
Im Dezember 2012 wurden vier aufeinanderfolgende Konzerte der Echo-Gewinner Jupiter Jones in Bild und Ton aufgezeichnet. An jedem Abend im Kölner Gloria spielte die Band eines ihrer bisherigen Alben.
Am 25. Juli erscheint die daraus resultierende Live-DVD und -CD Glory.Glory.Hallelujah!, die eine Auswahl von 20 Songs beinhaltet.
An der Produktion beteiligt waren die beiden Absolventen des Studiengangs Ton- und Bildtechnik, Dipl.-Ing. Niko Faust (Mixing) und Dipl.-Ing. Alex Kloss (Mastering) sowie der Ton und Bild-Student David Trapp (Mix Assistant).

 

CD-Produktion mit Unterstützung der Foo Fighters
BenjRose
, die Band des Kölner Singer und Sonwriters Benjamin Rose, hat im Juni ihr CD-Debüt BenjRose veröffentlicht. Benno Müller vom Hofe (Dozent für Hörspiel) ist Schlagzeuger und Co-Produzent.
Die Band verbindet eine musikalische Freundschaft mit den Foo Fighters. Die Foos nahmen während ihrer Europa Tour 2012 einen Song im Artfarm-Studio von BenjRose auf und ihr Keyboarder Rami Jaffee produzierte vier der Songs auf dem Album. Ross Hogarth (Hoax Productions, Kalifornien) hat gemischt, gemastert wurde im Monoposto-Mastering Studio in Düsseldorf. Im Herbst geht die Band nun auch auf Deutschland Tournee.

 

Ordnung aus Zufall und das Spiel mit der Zukunft
Am 8. Juli um 17 Uhr findet im Rahmen der Reihe Grundlagen künstlerischer Forschung der Vortrag von Hans-Christian Dany im Experimentallabor des IMM statt.
"Beim Roulette erlaubt eine Maschine zur Produktion von Zufall den Spielern den Genuss einer gesicherten Ordnung. Im kybernetischen Modell des Homöostaten hält das zufällige Rauschen von vier Generatoren das Systemprinzip ultrastabil. In der Kontrollgesellschaft erzeugen zahllose Maschinen ein zufälliges Rauschen, welches als eingeführte Energie den Wärmetod in den Regelkreisläufen aufschiebt. Alle drei Maschinen benötigen die Unbestimmtheit, um stabil zu bleiben. Was passiert, wenn ein weitere Maschine auftaucht, welche ich die Idioten nenne, und beginnt, mit Vorstellungen der Zukunft zu spielen?" 
Hans-Christian Dany, Künstler und Autor. Zuletzt erschien sein Buch Morgen werde ich Idiot. Kybernetik und Kontrollgesellschaft.

 

 

 

Aus den Studienschwerpunkten am IMM

 

Schwerpunkt Klassische Musikaufnahme:
Bayreuth 2014
Im August findet, parallel zu den Richard Wagner Festspielen, wieder das Festival Junger Künstler in Bayreuth statt. Dort treffen sich junge Musiker aus aller Welt, um Workshops zu absolvieren und Konzerte zu spielen. Auch in diesem Jahr sind Studierende des IMM für die Aufnahmen der Konzerte verantwortlich. Realisiert wird das Projekt von insgesamt 15 Studierenden, die in zwei Teams abwechselnd vor Ort sind. Die mit dem mobilen Equipment aufgenommenen Konzerte und Kammermusikproduktionen können mit Hilfe des hochschuleigenen Ü-Wagens unmittelbar nachbearbeitet und abgemischt werden. Besondere Konzerthighlights werden so noch während des laufenden Festivals auf CD veröffentlicht. Zusätzlich wird in diesem Jahr eine Videodokumentation über die Arbeit der Studenten in Bayreuth erstellt, welche den zukünftigen Teams einen Einblick in die vielseitigen Aufnahmemöglichkeiten geben soll.

 

Schwerpunkt Medienkomposition:
Booktrack – Lesemusik in E-Books
Die musikalische Begleitung audiovisuell gestalteter Inhalte - landläufig als Filmmusik bezeichnet - nimmt einen wichtigen Teil des Unterrichts im Schwerpunkt ein. Die Perspektiven medienbezogener Musik- und Tongestaltung erweitern sich jedoch von Jahr zu Jahr. Eine relativ neue Idee ist die Verbindung des Lesens mit multimedialer Unterstützung, genannt Booktrack.
Musik und Medien-Student Frederik Weißel hat den Trend im Rahmen seines Bachelorprojekts bei Prof. Andreas Grimm theoretisch, im Hinblick auf physische und ökonomische Voraussetzungen, untersucht und seine Analyse bestehender Booktracks zu einer Beispielvertonung weiterentwickelt.

 

Schwerpunkt Musikinformatik:
Total experiments and pop combinatorial combos
Das Musizieren im Ensemble ist eine der wichtigsten Bereiche der Musikinformatik, und Bands wie The Hub realisierten bereits in den 1980ern interessante diskursive Situationen mit vernetzten Computern. In Form eines Workshops mit der mexikanischen live coding pop Combo mico rex diskutieren und experimentieren wir anhand deren audiovisueller Arbeit zusammen mit Jan Schneider (Dozent für Ensemble: Jazz/Pop/Experimentell) und Prof. Julian Rohrhuber (Musikinformatik/ Medientheorie) einen Nachmittag über Wege zur algorithmischen Improvisation.
Ab dem kommenden Semester wird es am IMM ein Experimentalensemble geben, das Jan Schneider leiten wird und in dem die algorithmische Improvisation mit Programmierung, Instrumenten und Stimme einen wichtigen Platz einnehmen und Impulse aus der Musikinformatik aufnehmen wird. Die Veranstaltung am 2. Juli von 14 bis 17 Uhr im Experimentallabor ist ein Auftakt dafür.

 

Schwerpunkt Musikproduktion:
Workshop Band Recording
Am 1. Juli fand der Workshop Band Recording im aktuellen Vertiefungsmodul Musikproduktion statt.
Hierfür organisierte Johannes von Barsewisch (Studiengang Ton und Bild) eine Band um den 15-Jährigen Schlagzeuger Richard Münchhoff. Die jungen Talente spielten als Rhythmusgruppe mit Sängerin sowie kleinem Bläsersstz im Snarky Puppy-Stil. In Tonregie 1 und Studio 2 wurden verschiedene Mikrofone und Mikrofonpositionen und verschiedene Positionen der Band im Raum ausprobiert.
Mehrere Songs wurden unter der Leitung von Prof. Werner Roth sowie Gastprofessor Dieter Falk produziert.

 

Schwerpunkt Musik und AV-Produktion:
Arbeitstitel The Merchant
Unter der Leitung der beiden Musik und Medien-Studenten Franz Wüstenberg (Buch, Regie) und Daniel Langemann (Produktion) sowie unter Mitwirkung einer grossen Zahl weiterer IMM-Studierender finden derzeit auf dem Gelände der ehemaligen Glasfabrik Gerresheim in Düsseldorf die Dreharbeiten zu einem Kurzspielfilm statt. Arbeitstitel The Merchant. Die Produktion ist unter anderem eine Abschlussarbeit im Vertiefungsmodul Musik und AV-Produktion.

 

Schwerpunkt Musik- und Medienmanagement:
Virale Kampagne
Im Vertiefungsmodul Musik- und Medienmanagement steht die Verknüpfung betriebswirtschaftlichen und juristischen Wissens mit den Besonderheiten der Medienbranche im Mittelpunkt der Ausbildung. In diesem Rahmen entstehen immer wieder interessante Projekt- und Abschlussarbeiten. In seiner Bachelorarbeit hat der Studierende Julius Natzel aktuell ein Konzept zur Gestaltung einer viralen Kampagne für einen jungen Künstler für klassische Musik entwickelt. Grundlagen dieses Konzepts ist ein motivationstheoretischer Ansatz in Verbindung mit Erkenntnissen des Neuromarketings.

 

Schwerpunkt Musik und Text:
Zu Gast: Radiokünstlerin Ulrike Janssen
Die Kölner Hörfunkregisseurin und Radiokünstlerin Ulrike Janssen wird am Freitag 18. Juli im Schwerpunkt Musik und Text über ihre Arbeit berichten. Sie ist Autorin von verschiedenen Features, akustischen Porträts und O-Ton-Collagen, u.a. über und mit Peter Kurzeck, Reinhard Jirgl, Herta Müller und Nicolas Born. 2011 erhielt sie den Karl-Szucka Preis für Hörspiel als Radiokunst für ihr experimentelles Feature Vogelherdrecherche, das sich um den früh verstorbenen Dichter Thomas Kling dreht.

 

Schwerpunkt Visual Music:
Ohr und Auge
Im Vertiefungsmodul Visual Music 2, das über zwei Semester läuft, realisieren die Studierenden zum ersten Mal eine Visual Music-Produktion vom Konzept bis zur finalen Umsetzung. Dabei entstehen jedes Jahr ganz unterschiedliche Werke, von Live Visuals über abstrakte Experimentalfilme bis hin zu aufwendigen Rauminszenierungen und interaktiven Skulpturen.
Um zu verdeutlichen, dass die Komposition von Ton sowie Bild und vor allem der Dialog zwischen diesen beiden Wahrnehmungsebenen im Genre Visual Music von Bedeutung ist, unterrichten Andreas Kolinski (Computergestützte Medienkomposition) und Prof. Dr. Heike Sperling (Visual Music/ Digitale Bildmedien) die Studierenden im Sommersemester gemeinsam. Zum Abschluss dieser Lehrveranstaltung präsentieren die Studierenden jetzt ihre Konzepte, die im nächsten Semester umgesetzt werden.