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CHRONIK

Willkommen auf der Chronik des Institut Fuer Musik Und Medien (IMM) der Robert Schumann Hochschule (RSH) in Düsseldorf.


Wenn Sie über die Aktivitäten am IMM und die Neuigkeiten aus den acht Studienschwerpunkten auf dem Laufenden gehalten werden möchten, können Sie sich hier anmelden und erhalten dann den monatlichen Newsletter.

 

IMM Chronik Juni 2015

 

Von RTW zu Synthax
Dipl.-Ing. Yann Texier, Absolvent des Studiengangs Ton- und Bildtechnik, ist nach gut zwei Jahren in der Entwicklungsabteilung des Kölner Audio-Messgeräteherstellers RTW zur Synthax GmbH gewechselt. Bei dem deutschlandweiten Distributor für tontechnische Marken wie RME, MOGAMI oder EVE Audio betreut Yann Texier jetzt als Produktmanager Hersteller sowie Projektkunden und unterstützt darüber hinaus das Startup-Unternehmen sonible bei der Entwicklung und dem Fertigungsmanagement neuer Produkte.

 

Jazz im Garten im Herr Nilsson
Ton und Bild-Student Johannes von Barsewisch organisiert seit Januar 2013 den musikalischen Teil der Jazz Session-Reihe Jazz Meets Nilsson, die jeden ersten Montag im Monat statt findet. Diesen Sommer gibt es am 4. Juli eine Sonderveranstaltung dieser Reihe unter dem Titel Jazz im Garten im Innenhof des Herr Nilsson. Dazu sind vier Bands eingeladen: das Jazz-Ensemble Düsseldorf, das Barsewisch Trio feat. Matthias Bergmann und Johannes Ludwig, das Yannis Anft Trio sowie Rhythmussportgruppe. Die Band Rhythmussportgruppe besteht ausschließlich aus Studierenden des IMM.
Das Festival wird außerdem in Ton und Bild mitgeschnitten. Hauptverantwortlich sind hierbei Musik und Medien-Student Moritz Hils (Regie) und Ton und Bild-Student Lukas Hierl (Tonproduktion). Auch die Beschallung verantworten IMM-Studierende, hauptverantwortlich ist Nils Schröder.

 

Hans W. Koch in Brno und Berlin
Von Hans W. Koch, Dozent für Hybrid Sound Composition, werden gegenwärtig beim Festival EXPOSITION OF NEW MUSIC - Brno International Music Festival zwei Installationen gezeigt: camera obscura acustica überträgt die Eigenart von camera obscuras, das Bild auf dem Kopf wiederzugeben, auf den Frequenzbereich. Die Installation leichte muse beschäftigt sich mit der Frage nach dem Gewicht von Musik.
Am 14. Juni wird im Rahmen des INFEKTION! Festivals der Staatsoper Berlin sein Stück katalogos (1999) durch das Miranda Quartett und Christopher Williams (Kontrabass) wiederaufgeführt.

 

No Border live bei INTERVENTIONEN - Refugees in Arts & Education
Die Band No Border entstand als Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit und soll der Flüchtlingspolitik mehr Bewusstsein verleihen. Ihre Musik ist von Rap, Pop und lateinamerikanischer Musik beeinflusst. No Border besteht aus sieben Flüchtlingen und darüber hinaus sind Paul Wunder, Mariella Laubengeiger, Sebastian Fecke, Marek Forreiter und Thomas Holz, alle Studierende am IMM, beteiligt.
Am 13. Juni spielt die Band im Zuge des INTERVENTIONEN - Refugees in Arts & Education Festival in Berlin.

 

Dreiwöchige Residenz in der Tanzfaktur in Köln
Lisa Spielmann, Studentin des Studienganges Musik und Medien, entwickelte zusammen mit Marie-Lena Kaiser, Studentin Zeitgenössischer Tanz, Folkwang Universität der Künste Essen, im letzten Jahr, während des Jahresprojektes des Kollegs für Musik und Kunst in Montepulciano, das Performance Projekt Go on Girl.
Im Juli kommt es nun zu einer Weiterentwicklung des Stückes mit ingesamt zwölf Teilnehmerinnen aus verschiedenen Bereichen und Hochschulen. Zwei abschließende öffentliche Veranstaltungen finden am 31. Juli und 1. August in der Tanzfaktur in Köln statt.

 

Debut-Single von The Planetoids
Ende Mai veröffentlicht Ton und Bild-Student Jonas Sercombe mit seiner Band The Planetoids die Debut-Single Up Until Now. Aus mehreren Liveaufnahmen, die im Musikzentrum Hannover entstanden, formt die Band zur Zeit ihr erstes Album.
Als kleinen Vorgeschmack hat das Popquartett auch gleich ein Video mit dem Hannoveraner Jesse Wiebe gedreht, dessen Konzept ebenfalls von Jonas Sercombe stammt. Gemischt und gemastert wurde Up Until Now von Piet Charlet, Bassist der Planetoids und Produzent von Marquess.

 

Bodymind Control in der Tonhalle
Am 25. Juni präsentiert Orson Hentschel, Student im 8. Semester Musik und Medien, seine Live-Performance Bodymind Control im Vorprogramm von Big Bang 4 in der Tonhalle Düsseldorf.
Die Live-Performance verbindet Videomaterial athletischer Sportarten mit elektronischer Musik und dem Live-Set des Schlagzeuger Lukas Baumgart, ebenfalls Student im 8. Semester im Studiengang Musik und Medien. Zu erwarten ist ab 18 Uhr eine energiegeladene, lautstarke Performance, welche die Körperlichkeit der Sportler zum Ausdruck bringen soll.
Entstanden ist das Werk als Abschlussarbeit im Schwerpunkt Visual Music. Die Premiere fand bereits im Januar beim Festival Temps d’Image im Tanzhaus NRW statt.

 

Doppelpendelmusik bei Departure 8 - 50 Jahre Studio für Elektronische Musik
Im Rahmen  der Jubiläumsveranstaltung Departure 8 - 50 Jahre Studio für Elektronische Musik zum 50. Geburtstags des Studios für Elektronische Musik an der Hochschule für Musik und Tanz Köln, werden am 26. Juni. ab 17 Uhr multimediale Performances an unterschiedlichen Orten der HfMT gezeigt. Darunter auch Doppelpendelmusik von Johannes Leppkes, einer generativen audiovisuellen Installation mit einem Pendel als bewegungsgebendes Element und sechs ausführenden Lautsprechern.
Die Arbeit entstand in den beiden Vertiefungsmodulen Visual Music, betreut von Prof. Dr. Heike Sperling und Andreas Kolinski, und Musikinformatik, betreut von Prof. Julian Rohrhuber und Hans W. Koch.

 

Werkschau Das Ohr Und
Unter der Leitung von Oliver Salkic findet vom 19. bis 21. Juni die audiovisuelle und installative Werkschau Das Ohr Und  in der Filmwerkstatt Düsseldorf statt. Begleitet wird das Ganze durch Voträge, Film, Musik und Workshops unter anderem von Christian Jendreiko, Frank Dommert und Joker Nies.
Die Musik und Medien-Studentin Lisa Spielmann nimmt mit einer Arbeit, die sich mit der Vertonung von amlichen Texten beschäftigt, an der Wekschau teil.

 

Marc Matter bei reiheM in Köln
Marc Matter, Leiter des Studienschwerpunkts Musik und Text, wird am 5. Juni sein Soloprojekt Voiceover in der reiheM in der Kunststation St. Peter in Köln vorstellen. Mittels DJ-Technik und Effekten wird aus Sprach- und  Stimmaufnahmen eine moderne Form der Lautdichtung erschaffen. Besonders der Bereich zwischen deformierter Sprache, die zur Musikalität tendiert, und gestaltetem Geräusch, das durch para-semantische Konstellationen strukturiert wird, ist bei diesem Projekt von Interesse.
Erst vor kurzem wurde das Projekt an der Schule für Dichtung in Wien vorgestellt.

 

Berlin Music Video Award für Time In-Depth
Das Bachelorprojekt Excessive Visage - Time In-Depth, ein in Stopmotion animiertes Musikvideo von Torsten Lang, gewinnt den Berlin Music Video Award in der Kategorie Most Bizarre. Das Video entstand in Zusammenarbeit mit Larissa Blau, der Sängerin der Band Excessive Visage.
Bei der dreimonatigen Produktion des Videos spielten die Macher mit einer Vielzahl an analogen Materialien und digitalen Tricks. Die zuweilen diffusen und skurrilen Inhalte spiegeln die Musik der Band wieder und geben ihr ein filmisches Gesicht.
Das Musikvideo entstand als Bachelorarbeit im Schwerpunkt Musik und AV-Produktion.

 

Monophonist live
Am 20. Juni werden Monophonist im Limes in Köln-Mülheim zusammen mit dem Zooom Trio spielen. Monophonist mischen auf außergewöhnliche Weise Hardcore und Rock n' Roll mit Jazz und Elektronischem. Die Band besteht unter anderem aus Daniel Hölscher und Jonathan Hoffmann, zwei Absolventen des Diplomstudiengangs Ton- und Bildtechnik. Ausserdem wurden Monophonist auf die Kölner Musiknacht 2015 für den 19. September eingeladen.

 

Mehrkameraaufzeichnung der Barockoper Alcina
Im April wurde die diesjährige Opernproduktion Alcina im Partikasaal der Robert Schumann Hochschule als Mehrkameraproduktion aufgezeichnet. Umgesetzt wurde dies von einem 21-köpfigen Team unter der Regie von Sören Klitzing, der technischen Leitung von Clemens Hörlbacher und Hari Yim als Tonmeister.
Mit der extra eingerichteten Bildregie und viel Engagement, z.B. einem selbst gebauten Tally-System, wurde fast eine Woche lang geprobt und aufgezeichnet. Zwei Vorstellungen wurden außerdem als Livestream ins Internet übertragen.
Das Projekt wurde von Prof. Manfred Waffender (Regie), Prof. Ulla Barthold (Kamera) und Prof. Dagmar Birwe (Tonmeisterin) betreut.

 

 

 

Aus den Studienschwerpunkten am IMM

 

Schwerpunkt Klassische Musikaufnahme:
Hörspielproduktion Oder-Nach Hause
In diesem Sommersemester produziert das Vertiefungsmodul in der Lehrveranstaltung Wortproduktion wieder ein eigenes Hörspiel. Nachdem in den letzten drei Jahren jeweils eine Kurzgeschichte von Daniel Kehlmann aus dem Band Ruhm bearbeitet und produziert wurde, entsteht nun ein eigens für dieses Praxisseminar geschriebenes Stück. In Oder-Nach Hause geht es um verlieren, wieder-finden und eine spannende, Roadmovie-artige Verfolgungsjagd im Osten Deutschlands. Autorin ist die WDR Regie-Assistentin und Autorin Sophie Garke. Regie führte Benno Müller vom Hofe, Dozent für Hörspiel.
Das Stück wurde mit den Studierenden unter der Mitwirkung renommierter Kölner Schauspieler im Hörspielstudio 7 des WDR Köln aufgenommen. Im weiteren Verlauf erarbeiten sie nun auf Basis des aufgenommenen Materials jeweils ihre eigene Version inklusive Schnitt, Sounddesign und Mischung und gegebenenfalls auch einer eigenen Musikkomposition.

 

Schwerpunkt Medienkomposition:
Bangalore Beats
Simon Busch und Hanno Poths, Studenten des Studiengangs Musik und Medien, haben sich für ihr Bachelorprojekt mit dem Thema Sounddesign bei Dokumentationen auseinandergesetzt und als praktischen Teil die Tonebene der Dokumentation Bangalore Beats von Iris Fegerl, Studentin an der Filmakademie Baden-Württemberg, gestaltet.
Der Film lotet den ökonomischen und gesellschaftlichen Wandel in der drittgrößten Stadt Indiens an vier Personen aus unterschiedlichsten Verhältnissen aus. Die Arbeit von Simon Busch und Hanno Poths reicht dabei von der Rekonstruktion des Originaltons über die suggestive Gestaltung eines Surround-Stadtklangraums bis zum musikalischen Design von dramaturgisch konzipierten Sequenzen.
Betreut wurde das Projekt von Prof. Andreas Grimm und Olaf Mierau, Dozent für Sounddesign.

 

Schwerpunkt Musikinformatik:
Die verknüpften Fäden der Quipu
Die verknüpften Fäden der Quipu dienten den Inka als mathematisches, astronomisches und administratives Medium. Da ihre Verwendung aber nur teilweise überliefert ist, bleibt die Bedeutung der meisten Quipus unbekannt, und ist ein aktives Forschungsgebiet. Eine digitalisierte Datenbank soll Forschungsfragen klären – beispielsweise ob auch narrative Strukturen in den rhythmischen Anordnungen zu lesen sind.
Gemeinsam mit dem britischen Programmierer, Künstler und Forscher Dave Griffiths, Dozent für Kritisches Programmieren, arbeiten die Studierenden und Lehrenden der Musikinformatik an der Sonifikation dieses Archivs, die es vielleicht erlauben wird, die Verknüpfungen in klanglicher Form und als klangliche Form zu verstehen. Der Blog kairotic.org, der Verbindung zwischen Weben und Programmieren gewidmet, gibt eine genauere Beschreibung: Quipu coding with knots seminar at the Institute for Music and Media Düsseldorf.

 

Schwerpunkt Musikproduktion:
Silver Award bei der Student Recording Competition bei der 138. AES Convention
Bei dem weltweit wichtigsten Wettbewerb für Studierende der Audiobranche hat Ton und Bild-Student Johannes von Barsewisch mit seiner Produktion des Jazz / Hip Hop-Titels Do it all (Arbeitstitel Rise and shine) der Kölner Band Salomea-Project den 2. Platz belegt. Salomea-Project sind Rebekka Salomea-Ziegler (Gesang), Leif Berger (Drums), Jannis Angst (Keyboards), Olli Spielberger (Bass) und Nick Reinhartz (Perkussion), allesamt Studierende der Kölner Hochschule für Musik und Tanz.
Eine EP mit insgesamt sechs Songs wurde in der Tonregie 1 und im Studio 2 des IMM produziert und diente außerdem als Abschlussarbeit im Vertiefungsmodul Musikproduktion. Johannes von Barsewisch übernahm dabei Produktion, Aufnahme und Mischung. Als Tonassistenten arbeiteten die Studenten Lukas Lohner, Kai Schlegel und Daniel Langemann. Die Arbeit wurde von Prof. Werner Roth betreut.

 

Schwerpunkt Musik- und Medienmanagement:
Vertragsgestaltung in der Musikwirtschaft
Ausgestattet mit Grundlagen zum Privat- und Urheberrecht sowie zum Urheberwahrnehmungsgesetz beginnt in der Lehrveranstaltung Musik- und Medienrecht für die Studierenden der Einstieg in den komplexen Bereich der Vertragsgestaltung in der Musikwirtschaft. Unter Berücksichtigung rechtlicher Möglichkeiten, marktüblicher Konditionen und Kennzahlen aus den Verteilungsplänen der Verwertungsgesellschaften werden Vertragsarten analysiert. Auch die Aufgabe der Umgestaltung von Angeboten aus der sogenannten untersten Schublade zu fairen Lizenzmodellen mit einem angemessenen Umfang an Rechteübertragungen wird erarbeitet.

 

Schwerpunkt Musik und Text:
Musik und Text bei der Experimentale
Am 19. Juni präsentiert sich der Schwerpunkt Musik und Text auf der Experimentale – Börse für Literatur und Medien im Heinrich-Heine Institut. Ausgewählte Arbeiten von Studierenden werden zu hören sein sowie eine Video-Dokumentation des Wortsampler Festivals, das Florian Zeeh, Student im Studiengang Musik und Medien, Mitte April am IMM und in der Betonbox veranstaltet hat.
Ziel der Experimentale ist es, Literaturen zu präsentieren, zu fördern und zu vernetzen, die Ausdrucksweisen jenseits des Buches nutzen: Netz-Literatur, visuelle Dichtung, Text-Sound Kompositionen, Hörspiele, Performances und vieles mehr.

 

Schwerpunkt Visual Music:
Oskar Fischingers Raumlichtkunst erstmals in Deutschland
Seit 2012 besteht der offizielle Kooperationsvertrag zwischen der Robert Schumann Hochschule und dem Center for Visual Music in Los Angeles. Die Direktorin des CVM, Cindy Keefer, leitet zudem den Fischinger Trust, das Vermächtnis und Archiv des Urvaters des Genres Visual Music, Oskar Fischinger.
Auf dem klingt gut! Symposium für Tongestaltung an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg zeigt Cindy Keefer vom 4. bis 6. Juni eine Dreifach-Projektion von Oskar Fischingers Raumlichtkunst (ca.1926/2012) in einer HD-Rekonstruktion mit Musik von Edgar Varèse und John Cage. Diese Installation ist erstmals in Deutschland zu sehen.
Zu diesem Anlass treffen sich Prof. Dr. Heike Sperling, Leiterin des Studienschwerpunkts Visual Music am IMM, und Cindy Keefer, um ihre weitere Zusammenarbeit zu planen.

 

Schwerpunkt Musik und AV-Produktion:
Mehrkameraproduktion im Studio 1
Im Zentrum der zweiten ganztägigen Übung im Vertiefungsmodul steht das Thema Mehrkameraproduktion.
Unter der Regie von Jakob Gengenbach zeichnen die Studierenden das Frederik Raumann Trio auf:
Piano: Frederik Raumann, E-Bass: Valentin Link und Drums: Philipp Reimann. Unterstützt werden die Studierenden von Prof. Ulla Barthold (Kamera), Prof. Manfred Waffender (Regie), Martin Störkmann (Bildtechnik) und Peter Dombrowski (Tontechnik).

 



IMM Chronik Mai 2015

 

IMM BASISLAGER: Michael Beil über Strategie als Kompositionstechnik
Am 2. Juli 2015 um 17 Uhr (IMM Studio A 2.24) spricht Michael Beil, Professor und Leiter des elektronischen Studios an die Hochschule für Musik und Tanz Köln, über seine Kompositionsstrategien.
Um dem dominanten Formalismus in der Neuen Musik zu entkommen setzt Michael Beil auf die in diesem Lager weniger geschätzten musikalischen Effekte. Er geht davon aus, dass Musik immer zuerst emotional wahrgenommen wird. Diese Wirkung wird zum Beispiel in der Werbung und in konservativ oder kommerziell orientierter Musik genutzt. Aber auch um beim Publikum Irritation zu erzeugen muss von bereits bestehenden Bedeutungen ausgegangen werden. Erst wenn etwas Bekanntes erkennbar wird kann dies benutzt werden, um Verwirrung zu stiften. Aus der Perspektive von Michael Beil eignen sich in der Musik dafür am besten Klischees, Bilder und Zitate. Zur Verstärkung dieser Wirkung und auch der Verwirrungen sind für ihn Tonaufnahmen und Videos ein praktisches Mittel.
Michael Beil
studierte von 1984 bis 1993 in Stuttgart Klavier, Tonsatz und Komposition, von 1996 bis 2007 unterrichtete er an den Berliner Musikschulen in Kreuzberg und Neukölln. 2000 bis 2008 leitet Michael Beil das Festival Klangwerkstatt in Berlin. 2007 wurde er als Professor und Leiter des elektronischen Studios an die Hochschule für Musik und Tanz Köln berufen.
Michael Beil verbindet seine Kompositionen über die Musik hinaus mit anderen audiovisuellen Medien.

 

Palanteeroo in der Westdeutschen Zeitung
Die Westdeutsche Zeitung berichtet über die Reise von Valentin Link und Simon Stimberg aus dem Studiengang Musik und Medien sowie Nicolas Neteler und Max Sauer aus dem Studiengang Ton und Bild ins Operndorf Afrika. Gemeinsam haben die vier Studenten ihr Projekt Palanteeroo Burkina Faso ins Leben gerufen. Sie haben in diesem Semester das Operndorf von Christoph Schlingensief besucht und dort unter anderem mit den Schulkindern musiziert und das Tonstudio im Operndorf eingerichtet.
Simon Stimberg begleitete die Reise mit seiner Kamera und wird nun eine Dokumentation als Bachelorprojekt unter der Leitung von Prof. Manfred Waffender im Studienschwerpunkt Musik und AV-Produktion realisieren.

 

Jon Boutin Allstars auf der Düsseldorfer Jazzrally
Auf der diesjährigen Düsseldorfer Jazzrally spielen am 22. Mai um 19.30 Uhr die Jon Boutin Allstars mit Johan Leenders, Absolvent des Studiengangs Ton- und Bildtechnik, am Klavier sowie dem Ton und Bild-Studenten Johannes von Barsewisch am Bass und dem Musik und Medien-Studenten Lukas Baumgart am Schlagzeug.
Die Musik der Jon Boutin Allstars ist im heutigen Jazz etwas Besonderes. Obwohl hier studierte Jazzmusiker zusammen musizieren, ist das Ergebnis kein verkopftes Wettsolieren, sondern unterhaltsame Musik mit starkem Old School Bezug.

 

Live Visuals für Nigel Kennedy beim Jazzfest Bonn
Für den Auftritt des britischen Violinisten Nigel Kennedy beim Jazzfest Bonn 2015 spielt Tim Fehske, Dozent für Visual Music Technik / Produktion, die Live Visuals.
Nigel Kennedy's Hendrix Projekt findet als Abschluss des diesjährigen Festivals im Telekom Forum statt und basiert auf Kompositionen des US-amerikanischen Gitarristen Jimmy Hendrix. Die festinstallierte 62 Quadratmeter große LED-Wand dient Tim Fehske als strukturgebendes Instrument für die Rauminszenierung und Visualisierung der Musik.

 

Silver Award bei der AES Recording Competition
Auf der 138. AES Convention in Warschau gewinnt Ton und Bild-Student Johannes von Barsewisch einen Silver Award in der Kategorie Traditional Studio Recording mit seiner Aufnahme Rise And Shine von Salomea Project entstanden im Vertiefungsmodul Musikproduktion bei Prof. Werner Roth. Hiermit zählt seine Aufnahme zu den drei besten studentischen Aufnahmen des Jahres 2015 in Europa. Der Preis ist prämiert mit zahlreichen Sachwerten, unter anderem Akustik-Module, Software und Plugins und Büchern.

 

138. AES Convention in Warschau
Die IMM-Studenten Lukas Hierl, Charel Boukel, Johannes von Barsewisch und Niklas Dalheimer nehmen für die AES Student Section Düsseldorf an der 138. AES Convention in Warschau teil. Das jährliche Treffen der weltweiten Audioschaffenden bietet Seminare, Workshops, eine Ausstellung großer Hersteller, Recording- und Geräte-Design Wettbewerbe und vieles mehr. Neben der Weiterbildung wird auf der Student Fair das IMM und die Hochschule Düsseldorf mit ihren Studiengängen präsentiert. Auch Parties mit Studierenden aller großen, europäischen Hochschulen mit Ton-Studiengängen stehen auf dem Programm. Dort werden unter anderem Ideen für gemeinsame, hochschulübergreifende Workshops und Projekte gesammelt.

 

Innovationsforum: Akustische Konzepte für die Mobilität der Zukunft
Zum zweiten Mal initiiert und veranstaltet Olaf Mierau, Dozent für Sounddesign, zusammen mit dem Produkt-Sounddesign-Pionier Dr. Friedrich Blutner, von der Firma Synotec in Geyer, und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) am 12. und 13. Mai das Innovationsforum für Sound und Sicherheit.
Der Vortrag von Olaf Mierau zum Auftakt der Tagung wird von einer eigens produzierten Wellenfeld-Synthese-Präsentation begleitet. Das Fraunhofer Institut hat dieses Verfahren mit schnelleren Prozessoren weiter entwickelt, so dass ein Wellenfeld nun schon ab vier Boxen erzeugt werden kann.

 

Erste EP von sine sleeper
Die IMM-Studenten Raffael Seyfried und Julian Prießen stehen kurz vor dem Release ihrer ersten gemeinsamen EP unter dem Namen sine sleeper. Musikalisch bewegt sich die Musik des Duos zwischen texturreicher Electronica und Stolperbeats. Ein Ausschnitt aus dem Album ist bereits online.
Die EP wurde von Christian Zimmerli, Dozent für Fachhören, in seinem Düsseldorf Studio gemastert.

 

Die Kunst der Überwachung bei Acht Brücken 2015
Im Rahmen von Acht Brücken 2015, einem Festival für zeitgenössische Musik in Köln, haben das Ensemble Tonverbrechung und das Künstlerkollektiv RaumZeitPiraten gemeinsam das installative Konzert Die Kunst der Überwachung entwickelt.
Der Zuschauer wird Objekt des in Ton und Bild gesammelten Datenmaterials, und ist zugleich mitgestaltendes Subjekt, wenn dieses Material in das musikalische Endprodukt eingeht. Eine Ambivalenz, die unserer Rolle im weltweiten Datenverkehr beängstigend gleichkommt.
Mitgewirkt hat auch der Absolvent des Studiengangs Musik und Medien, Lukas Truniger, zuständig für Elektronik, generative Komposition und Installation.

 

Kolinski & Scheibenreiter präsentieren: - JAZZSick .remixed -
Die beiden Produzenten und Liebhaber elektronischer Musik Andreas Kolinski, Dozent für Computergestützte Medienkomposition, und Michael Scheibenreiter interpretieren am 6. Mai um 20 Uhr im Kulturforum Alte Post Neuss live, Jazztitel aus dem Backkatalog des JAZZSick Labels Düsseldorf.
Zu Gast bei diesem ersten elektronisch angereicherten Konzertabend, werden die Jazzsängerin Esther Berlansky und der Düsseldorfer Jazz-Gitarrist Philipp van Endert, Dozent für Jazz- und E-Gitarre, sein.
- JAZZSick .remixed - ist das erste Konzert der Reihe BLUE IN GREEN, bei der Musiker für elektronische Musik und Jazzmusiker aufeinander treffen. Moderne Klang- und Produktionstechniken treffen auf Jazzstrukturen und virtuose Improvisationen.

 

Interview mit Mariella Laubengeiger
In dem Beitrag In Ilmenau hat mir die Kreativität ein bisschen gefehlt der Thüringer Allgemeine reflektiert Ton und Bild-Studentin Mariella Laubengeiger ihren Studienwechsel von Medientechnologie in Ilmenau zum Bachelor of Engineering Ton und Bild an der Robert Schumann Hochschule und der Hochschule Düsseldorf. Auch die Produktion ihres Musikvideos Get up, wake up für den von ihr komponierten und produzierten Track, mit dem sie sich in Düsseldorf beworben hat, ist in diesem Interview Thema.

 

CD-Präsentationstour: Martin Sasse Trio feat. Steve Grossman
Das Trio von Martin Sasse, Dozent für Pop Keyboard / Jazz Piano, hat in der vergangenen Dekade nicht nur mit einem Who's Who des europäischen Jazz, wie Ferdinand Povel, Philippe Catherine, und Dusko Goykovich, gespielt; es hat auch mit einer Vielzahl von amerikanischen Solisten wie Dick Oatts, Peter Bernstein, Vincent Herring und Scott Hamilton getourt und aufgenommen. Die Zusammenarbeit mit Jazzlegende Steve Grossman aber, die Sasse vor drei Jahren im Quartett Al Fosters begann, stellt nicht nur einen Höhepunkt in der Karriere des Kölner Trios dar: Es fordert den Musikern Besonderes ab, denn das Repertoire, welches sich in zwei Tourneen herauskristallisiert hat, besteht neben drei Eigenkompositionen von Steve ausschließlich aus Klassikern des Hardbop und Standards. So gibt es weder Netz noch doppelten Boden; keine effekthascherischen Arrangements oder hastig hingeworfene Eigenkompositionen, der kreative Focus liegt allein auf der improvisatorischen Ausgestaltung: Die Essenz des Jazz.
Die jetzt erschienene CD Take the "D" Train zeigt Jazz auf höchstem Niveau, puristisch reduziert auf seine Substanz: Swing. Improvisation. Ausdruck. Am 13. Mai startet die CD-Präsentationstour.

 

Remix für Elenka
Am 22. Mai veröffentlicht die Berliner Sängerin und DJane Elenka ihr selbstbetiteltes Debüt-Album über Chimperator Department (Sony). Musik und Medien-Student Lambert Windges produzierte für die Vinyl-Version einen Remix von dem Song Zurück. Über acht Minuten lang werden die musikalischen Elemente des Songs auf rhythmischer und harmonischer Ebene neu  interpretiert und mit einer eigenen Klang- und Sample-Ästhetik versehen, die sich aber in den elektronisch-flimmernden Gesamtsound der dreizehn Albumtracks einbettet, für den die beiden Produzenten Feeling Valencia und Robot Koch verantwortlich sind. Für Lambert Windges ist es seine erste Remix-Veröffentlichung auf einem physischen Tonträger.

 

Mind Your Business bei der ICLC 2015
Jonas Hummel, Absolvent des Studiengangs Ton- und Bildtechnik, wird mit seiner Komposition Mind Your Own Business für Laptop-Quartett bei der 1. Internationalen LiveCode Konferenz in Leeds vom 13. bis 15.Juli vertreten sein. In der Komposition für vier vernetzte Computermusiker kann kein Spieler alleine Töne erzeugen, sondern nur wenn je alle zusammen ihre Rolle in der Gruppe übernehmen. Diese musikalischen Rollen werden im Verlauf des Stücks getauscht. Die Musik wird live gecodet, d.h. über ein textbasiertes anstatt gestisches oder haptisches Computerinterface, gestaltet.
Jonas Hummel studiert derzeit am Institute For Performance Research an der Manchester Metropolitan University in Großbritannien, wo er seine Doktorarbeit Navigation, Agency, Presence - how to improvise with laptop computers im Bereich Musikinformatik schreibt.

 

 

 

Aus den Studienschwerpunkten am IMM

 

Schwerpunkt Medienkomposition:
Lernziele und Lehrinhalte
Im Studienschwerpunkt Medienkomposition üben sich die Studierenden in Komposition und Arrangement zum Bild. Das Basis- und das darauf folgende Vertiefungsmodul bieten Praxisseminare in assoziativer Komposition, computergestützte Musikgestaltung,, dramaturgischem Sounddesign sowie Stilstudien und -übungen und Seminare zum Thema Virtuelles Orchester.
Lernziele des Schwerpunkts sind unter anderem die Entwicklung von Kompetenz im Umgang mit angewandter Musik sowie in der Lösung medienmusikalischer Anforderungen in ihren spezifischen Produktionsbedingungen. So können sich interessierte Studierende zum Beispiel auf ein Masterstudium in Filmmusik vorbereiten.

 

Schwerpunkt Musikinformatik:
Bitwise Music
Logische Verknüpfungen prägen unser Denken und Argumentieren, ebenso wie sie auch als Grundfunktionen elektronischer Schaltungen fungieren. Hier sammeln, sieben, und vertauschen sie binäre Daten. Eine seit vielen Jahrzehnten regelmäßig neu entdeckte Musikform wendet logische Operationen auf digitale akustische Signale an, wobei überraschend unvorhergesehene Klänge entstehen. Indem die Zeitskala dieser Signale viele Größenordnungen umspannt, vermitteln sie fließend zwischen Klangfarbe, Tonalität, Rhythmus und der größeren kompositorischen Form. Oft genügt daher eine einzige Zeile.
Ein Seminar zu diesem Thema gibt der Amsterdamer Künstler und Programmierer Jan-Kees van Kampen, Dozent für Programmieren als Improvisation am IMM.

 

Schwerpunkt Musikproduktion:
Phat Cool Bigband zu Gast im Studio 2
Dario Große (Tonmeister) aus dem Studiengan Musik und Medien sowie Philipp Weber (Assistenz) aus dem Studiengang Ton und Bild haben in Tonregie 2 und Studio 2 die Phat Cool Bigband aufgenommen und gemischt. Die 19 Studierenden aus Arnheim unter der Leitung von Peter Engels spielen Jazz, Funk und Fusion. An zwei Aufnahmetagen und mehreren Tagen der Nachbearbeitung wurden die Titel Night in Tunesia, Slow hot Wind und New state of Mind produziert.

 

Schwerpunkt Musik und AV-Produktion:
Mehrkameraproduktion im Studio 1
Im Zentrum der zweiten ganztägigen Übung im Vertiefungsmodul steht das Thema Mehrkameraproduktion.
Unter der Regie von Jakob Gengenbach zeichnen die Studierenden das Frederik Raumann Trio auf:
Piano: Frederik Raumann, E-Bass: Valentin Link und Drums: Philipp Reimann. Unterstützt werden die Studierenden von Prof. Ulla Barthold (Kamera), Prof. Manfred Waffender (Regie), Martin Störkmann (Bildtechnik) und Peter Dombrowski (Tontechnik).

 

Schwerpunkt Musik- und Medienmanagement:
Das magische Dreieck des Projektmanagements
Medienprojekte sind klassischerweise interdisziplinär besetzt. Neben künstlerischem Personal sind sowohl technisch versierte als auch betriebswirtschaftlich und juristisch ausgebildete MitarbeiterInnen in das Projektteam zu integrieren. Eine solche Besetzung stellt gleichermaßen ein Risiko wie auch eine Chance für den Projekterfolg dar. In welche Richtung das Pendel im Rahmen des magischen Dreiecks des Projektmanagements ausschlägt, ist maßgeblich von den kommunikativen und integrativen Fähigkeiten der Teammitglieder sowie der Projektleitung abhängig. Das in diesem Sommersemester begonnene Vertiefungsmodul zum Musik- und Medienmanagement sensibilisiert die Studierenden in dieser Hinsicht und vermittelt ihnen Methoden für eine zielgerichtete und kreative Teamkooperation.

 

Schwerpunkt Musik und Text:
Ästhetik des Diversen
Der Berliner Elektronikmusiker, Klangkünstler und Komponist Florian Meyer (IFF, Diskant Label, Don’t DJ) stellt seine Thesen über das kulturelle Phänomen des Exotismus vor, die er im Zusammenhang mit seiner neuen Platte entwickelt hat. Eine zentrale Referenz hierfür ist der kurze aber visionären Text: Der Exotismus als Ästhetik des Diversen des französischen Marinearztes, Weltreisenden und Schriftstellers Victor Segalen. Am 16. Mai wird er im im Schwerpunkt Musik und Text seinen Ansatz vorstellen und mit den Studierenden diskutieren.
Die Retrospektive des Pop-Art Künstlers Sigmar Polke im Köner Museum Ludwig ist Anlass für eine Exkursion, um herauszufinden, inwiefern die Kunstwerke, die auf den ersten Blick nur wenig mit Musik oder Text zu tun haben, gerade deshalb für Musik und Text inspirierend sein können. Die Ausstellung wird gewissermassen gegen den Strich gelesen – dabei haben wir das Konzept der kritischen Paranoia von Salvador Dali im Kopf.

 

Schwerpunkt Visual Music:
Exkursion zum IRCAM
Am 5. und 6. Juni besuchen die Studierenden des Vertiefungsmoduls Visual Music gemeinsam mit Tim Fehske, Dozent für Visual Music Technik/Produktion, und Andreas Kolinski, Dozent für Computergestützte Medienkomposition, das von dem Komponisten Pierre Boulez mitbegründete Institut de Recherche et Coordination Acoustique/Musique (IRCAM) im Centre Pompidou in Paris.
Das weltweit renommierte Forschungsinstitut veranstaltet am 6. Juni ihren Tag der offenen Tür und die Studierenden des IMM haben bereits am Vortag die Möglichkeit sich bei den Forschern und Entwicklern des IRCAM über die technische Umsetzung der Exponate zu informieren. Dazu gehört auch ein Besuch des espace de projection, der Experimentiersaal des IRCAM mit einer Fläche von 375 Quadratmetern und variablen akustischen Eigenschaften.

 

Schwerpunkt Klassische Musikaufnahme:
Jubiläums-CD für die Staatskanzlei
Die Staatskanzlei des Landes NRW hat die Robert Schumann Hochschule und die Hochschule für Musik Detmold beauftragt, eine Doppel-CD für das 70-jährige Jubiläum des Landes NRW zu produzieren.
Die Produktionen für die CD der Robert Schumann Hochschule haben bereits begonnen und werden von Studierenden des Schwerpunktes Klassische Musikaufnahme realisiert. Die Aufnahmen finden in mehreren Aufnahme-Sessions im Partikasaal und der Partikasaal-Regie statt. Dabei werden die zehn verschiedenen Solisten und Ensembles der Robert Schumann Hochschule von jeweils unterschiedlichen Tonteams betreut. Eine besondere Anforderung an die CD ist die Gewährleistung eines einheitlichen Klangbildes der verschiedenen Besetzungen. Die Koordinierung der Produktionen übernimmt die Tutorin für RSH-Aufnahmen, Sarah Zabel. Die Aufnahmen und die Postproduktion werden von Prof. Dagmar Birwe betreut.
Die CDs werden von der Ministerpräsidentin des Landes, Hannelore Kraft, zu offiziellen Anlässen überreicht. Außerdem sollen sie im landeseigenen Online-Shop vertrieben werden.